Sexualität als Thema in der Suchtberatung und -behandlung Abhängigkeitskranker
Von der Anamnese über die Diagnostik bis hin zur Behandlung von sexuellen Fragestellungen
Mittwoch, 25.2.2026, 09:00 Uhr - 16:00 Uhr
Online
Inhalt
Das Suchthilfesystem sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, Sexualität und die sexuelle Lebenswelt ihrer Nutzer:innen im Hinblick auf ihren Substanzgebrauch nicht ausreichend in die Behandlung einzubeziehen, weshalb entsprechende Forderungen laut wurden, Beratungsangebote weiterzuentwickeln (vgl. Deimel & Stöver, 2015). Doch das Sprechen über Sexualität kann für Beratende eine große Herausforderung sein. Schamgefühle, die Angst davor, Grenzen zu überschreiten oder, dass eigene Grenzen überschritten werden, dass sich das Gesprächssetting sexuell auflädt oder erotische Übertragungsphänomene auftreten, können das Sprechern über Sexualität behindern. Die Fortbildung soll entsprechende Hürden abbauen, den Teilnehmenden eine Hilfestellung dabei bieten, Sexualität in Beratung und Behandlung besprechbar zu machen.
konkrete Inhalte:
- Vermittlung der verschiedenen Ebenen und Dimensionen von Sexualität
- Definition von sexuellen Präferenzen und Handlungen
- Erhebung einer Sexualanamnese anhand von Fallbeispiel mit entsprechender Vorlage
- Vorstellung des Behandlungskonzepts bei sexuellen Störungen nach dem "Hamburger Modell"
- Möglichkeit vertiefend auf eines der Themen "Chemsex", zwanghaftes Sexualverhalten, Paraphilien oder Geschlechtsinkongruenz einzugehen
Nutzen
Ziel der Fortbildung ist es, Sexualität im individuellen Setting besprechbar zu machen, dabei die eigene Haltung als auch die persönlichen Grenzen zu kennen und Grundkenntnisse über Störungen der Sexualfunktion und -entwicklung zu erwerben.
Methoden
Theoretische-Inputs, Übungen und Diskussionen in Kleingruppen und im Plenum sowie die Möglichkeit für Fallbesprechungen
Termin/e:
Mittwoch, 25.2.2026, 09:00 Uhr - 16:00 Uhr
Kosten / Eintritt:
135,00 Euro
Ort:
digitale Fortbildung