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Verstörende Objekte. Zum Umgang mit NS-Devotionalien im Haus der Geschichte Österreich

Ausstellen und Vermitteln von Nationalsozialismus in Museen

Donnerstag, 22.1.2026, 16:00-17:30 Uhr

Der Vortrag thematisiert die Sammlungs- und Ausstellungspraxis des 2018 eröffneten Hauses der Geschichte Österreich am Wiener Heldenplatz. Er reflektiert die diesbezüglichen Erfahrungen, die das Museum unter anderem im Zuge der viel beachteten Sonderausstellung "Hitler entsorgen. Vom Keller ins Museum" sammeln konnte. Im Zentrum steht die Frage, wie Museen mit Relikten des Nationalsozialismus umgehen können - Objekten, die zwischen historischer Quelle, ideologischem Symbol und belastendem Erbe stehen. Dr.in Monika Sommer zeigt Strategien auf, wie Museen Verantwortung übernehmen, historische Aufklärung leisten und zugleich Verklärung oder voyeuristischer Neugier entgegenwirken können - ein Impuls gerade für kleinere Häuser im praktischen Umgang mit belasteten Sammlungen.

Über die Referentin:
Dr.in Monika Sommer ist seit 2017 Gründungsdirektorin des Hauses der Geschichte Österreich in Wien. Nach ihrem Studium der Geschichte in Graz und Wien arbeitete sie u. a. an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie im Wien Museum. 2014-16 leitete sie das Kulturprogramm des Europäischen Forums Alpbach, war in der Beratung mehrerer Museen tätig und kuratierte zeitgeschichtliche Projekte. Seit 2006 ist sie zudem Co-Leiterin des /ecm-Lehrgangs für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Anmeldung bis 21.01.2026 über fortbildung@museumsamt.lwl.org

Termin/e:

Donnerstag, 22.1.2026, 16:00-17:30 Uhr

Kosten / Eintritt:

kostenfrei

Ort:

Online-Vortrag mit Diskussion über Zoom

Ansprechperson:

Sekretariat des LWL-Museumsamt für Westfalen
Tel. 0251 / 591-4662

fortbildung@museumsamt.lwl.org