Woher stammt das Objekt? Von Provenienzketten und Überlieferungslücken
Ausstellen und Vermitteln von Nationalsozialismus in Museen
Donnerstag, 27.11.2025, 16:00-17:30 Uhr
Seit der "Washingtoner Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust" 1998 setzte sich die Erkenntnis durch: Alle kulturgutbewahrenden Institutionen profitierten vom Raub an Kulturgütern aus jüdischem Eigentum. Die Ausstellung „Unrecht & Profit“ im Badischen Landesmuseum Karlsruhe zeigte jüngst anhand von geraubten Objekten auch die Arbeit der Provenienzforschung: Abbildungen von Zeitungsausschnitten, Entzugslisten und Pressefotos verweisen auf die Quellen der Spurensuche in Museen und Archiven. An Tablets können die Besucher:innen in entsprechenden Datenbanken recherchieren. Mittels QR-Codes regen „Denkanstöße“ zum Nachdenken über den materiellen und emotionalen Wert eines Objektes an. Diese und weitere Vermittlungsmöglichkeiten zur Herkunft der Objekte werden im Beitrag vorgestellt.
Über die Referentin:
Dr. Katharina Siefert M.A. ist seit 2010 als Provenienzforscherin am Badischen Landesmuseum Karlsruhe tätig und kuratiert dort seit 2013 den Sammlungsbereich Renaissance (1500-1700). Sie studierte Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Architekturgeschichte und Archäologie und promovierte mit einer Arbeit zu "Adam und Eva-Darstellungen der deutschen Renaissance". Berufliche Stationen führten sie unter anderem an das Germanische Nationalmuseum Nürnberg. Als Gründungsmitglied des Internationalen Arbeitskreises Provenienzforschung e. V. sowie des Arbeitskreises Provenienzforschung Baden-Württemberg ist sie fachlich national und regional eng vernetzt.
Anmeldung bis 26.11.2025 über fortbildung@museumsamt.lwl.org
Termin/e:
Donnerstag, 27.11.2025, 16:00-17:30 Uhr
Kosten / Eintritt:
kostenfrei
Ort:
Online-Vortrag mit Diskussion über Zoom
Ansprechperson:
Sekretariat des LWL-Museumsamt für Westfalen
Tel. 0251 / 591-4662