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12.10.26 | Kultur Künstlerinnen kämpften um Anerkennung

Zwei Selbstbildnisse sind Kunstwerk des Monats Oktober im LWL-Museum für Kunst und Kultur

Als Kunstwerk des Monats Oktober zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur die Selbstbildnisse von Ida Gerhardi und Julia Schily-Koppers. Ida Gerhardi, Selbstbildnis, 1907.<br>Foto: LWL / Hanna Neander

Als Kunstwerk des Monats Oktober zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur die Selbstbildnisse von Ida Gerhardi und Julia Schily-Koppers. Ida Gerhardi, Selbstbildnis, 1907.
Foto: LWL / Hanna Neander
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Münster (lwl). Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster präsentiert als Kunstwerk des Monats Oktober die Selbstbildnisse von Ida Gerhardi und Julia Schily-Koppers. Sie sind ein Beispiel für den Kampf von Künstlerinnen um Anerkennung in einem bis dahin männlich dominierten Berufsfeld.

Künstlerin werden - trotz patriarchaler Macht- und Ausbildungsstrukturen? Staatliche Akademien blieben Frauen in Deutschland bis 1919 verwehrt. In Frankreich erkämpften sich Künstlerinnen bereits 1898 Zugang zur "Académie des Beaux-Arts", der "Akademie der Schönen Künste", die ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung vieler Kunstschaffenden war. Ab 1909 entfiel dort die Trennung in Herren- und Damenateliers.

Bis dahin waren Frauen auf ein Privatstudium oder Sonderbedingungen angewiesen - Schwierigkeiten, mit denen auch die Westfälinnen Ida Gerhardi (1862-1927) und Julia Schily-Koppers (1855-1944) konfrontiert waren. Dennoch etablierten sie sich. Ihre Selbstbildnisse erzählen von diesem Weg: zwischen dem eigenen Willen zum Dasein als Künstlerin und der gesellschaftlichen Akzeptanz als solcher.

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Frank Tafertshofer, Telefon 0251 591-235, presse@lwl.org und Marie Leszczynski, Telefon 0251 5907-220, marie.leszczynski@lwl.org

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