09.10.26 | Kultur Führungen am Tag der Restaurierung
LWL-Restauratorinnen stellen Projekte vor
Am Europäischen Tag der Restaurierung erläutert LWL-Restauratorin Stephanie Keinert die geplante Restaurierung der Goldledertapeten von Burg Gemen.
Foto: LWL / Benji Prior
Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine vorherige Anmeldung im Internet ist erforderlich: https://lwl-dlbw.de/de/veranstaltungen/europaeischer-tag-der-restaurierung
Goldledertapeten von Burg Gemen
Eine vollständige Raumausstattung aus Goldleder aus dem 17. Jahrhundert hat sich auf Burg Gemen in Borken erhalten: vier großformatige Jagdszenen und mehr als 60 ornamentale Felder. Die Goldledertapeten sind ein Kunstdenkmal von nationaler Bedeutung - und heute stark restaurierungsbedürftig. Zwei Tapetenstücke befinden sich derzeit in der Restaurierungswerkstatt. Restauratorin Stephanie Keinert stellt sie um 12, 13 und 14 Uhr aus nächster Nähe vor und erläutert ihre Besonderheiten, ihren Erhaltungszustand und das geplante Restaurierungsprojekt.
Baumberger Kalksandstein: Erkennen - Handeln - Pflegen
Weit über die Grenzen Westfalens hinaus besteht Handlungsbedarf im Umgang mit stark geschädigten Denkmälern aus Naturstein, die in früherer Zeit hydrophobiert, also wasserabweisend behandelt wurden. Ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördertes Forschungsprojekt hat dafür Erhaltungsstrategien entwickelt. Der entstandene Online-Praxisleitfaden gibt Hilfestellungen zur Schadenserfassung, Maßnahmenentwicklung und Pflege.
Am Erbdrostenhof in Münster erläutert Dr. Birte Graue, Leiterin des Referats Restaurierung und Informationsdienste, die Ergebnisse und Methoden ganz praktisch: an der Fassade und an Kunstwerken aus Baumberger Kalksandstein. Die Führungen finden um 14, 15 und 16 Uhr statt und dauern jeweils 30 Minuten.
Weitere Infos zu den Projekten finden Sie hier:
https://www2.lwl.org/de/LWL/portal/lwl-storys/2026/goldledertapeten/
https://www2.lwl.org/de/LWL/portal/lwl-storys/2025/sandsteinretterin/
Wie umgehen mit stark geschädigten Denkmälern aus Baumberger Kalksandstein? Dr. Birte Graue stellt einen Praxisleitfaden vor.
Foto: LWL / Nikolaus Urban
Am Europäischen Tag der Restaurierung (18.10.) öffnen sich die Türen der Restaurierungswerkstatt des LWL-Denkmalfachamts im Erbdrostenhof in Münster.
Foto: LWL / Arendt
Pressekontakt
Katharina Stockmann, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen Sachbereich Vermittlung und Baukultur Fürstenbergstr. 15 48147 Münster, Tel.: 0251 591-4540 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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