07.10.26 | Soziales LWL fördert eigenständiges Wohnen von Menschen mit Behinderung
Führt seinen eigenen Haushalt: Till Martenka.
Foto: Foto: LWL/Urban
Von einer sogenannten besonderen Wohnform (früher: Heim) sind im vergangenen Jahr 325 Menschen mit Unterstützung des LWL in ein eigenes Zuhause umgezogen und können damit wesentlich selbständiger wohnen. Diese Zahl steigt weiter kontinuierlich an (2024 sind 245 Menschen aus einem Heim in eine eigene Wohnung gezogen). "In einem eigenen Zuhause zu leben bedeutet für viele Menschen ein Stück mehr Normalität", so LWL-Sozialdezernent Takis Mehmet Ali im LWL-Sozialausschuss. "Inklusion bedeutet ein selbstbestimmtes Leben. Und diese Freiheit beginnt damit, selbständig in der eigenen Wohnung leben zu können. Dafür erhalten die Menschen genau die Unterstützung, die sie benötigen."
Für 2.058 Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf finanzierte der LWL im vergangenen Jahr sogenannte intensiv ambulant unterstützte Wohnangebote. Das sind Wohnformen für Menschen mit "komplexem Hilfebedarf". In einer Haus- oder Wohngemeinschaft können sie ihren Alltag selbständig bestreiten und erhalten ihre individuell notwendige Unterstützung ambulant und flexibel. Präsenzdienste wie Nachtbereitschaften bieten zusätzliche Sicherheit. Im Jahr 2010 gab es erst 149 solcher Angebote. Damit gibt es inzwischen auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf deutlich mehr Wohnalternativen. Im bundesweiten Vergleich unterstützt der LWL mit 3,1 Volljährigen pro 1.000 Einwohnern mehr Menschen in besonderen Wohnformen als der deutschlandweite Durchschnitt (bundesweit 2,6 Volljährige pro 1.000 Einwohner).
Link zur Jahresstatistik des LWL-Inklusionsamtes Soziale Teilhabe: https://www.jahresbericht-iast.lwl.org/
Ein Beispiel für intensiv ambulant betreutes Wohnen zeigt diese LWL-Story: https://scomp.ly/lwl-iaw-p
Achtung Redaktionen: Ein Beispiel für Betreutes Wohnen mit Video-Material, Zahlen und Hintergrund finden Sie hier: https://scomp.ly/lwl-iaw-p. Till Martenka lebt selbstständig in seiner eigenen Wohnung. Gern vermitteln wir Ihnen auch ein Beispiel aus Ihrem Berichtsgebiet.
Till Martenka vor seiner eigenen Wohnung.
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LWL-Sozialdezernent Takis Mehmet Ali.
Foto: LWL/Urban
Pressekontakt
Lena Hortian, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-5400
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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