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25.09.26 | Maßregelvollzug LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem lädt zum Bürgerdialog

Klinik will sich mit Zustimmung der Gemeinde für eine sichere Zukunft breiter aufstellen

Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem lädt zum Bürgerdialog am Dienstag (6.10.) ein.<br>Bild: LWL

Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem lädt zum Bürgerdialog am Dienstag (6.10.) ein.
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Münster/Stemwede (lwl). Die Patientenstruktur der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem (Kreis Minden-Lübbecke) hat sich in den vergangenen Monaten spürbar verändert und stellt die Klinikleitung vor neue Herausforderungen. Um über diese Veränderungen, die Auswirkungen auf die Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) als Arbeitgeber sowie über mögliche Lösungsansätze zu informieren, lädt die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem am Dienstag (6.10.) ab 17 Uhr zu einem Bürgerdialog ein. Erwartet wird dazu auch der Bürgermeister der Gemeinde Stemwede, Kai Abruszat.

Die Klinik, die sich seit Anfang der 90er-Jahre schwerpunktmäßig der Behandlung von suchtkranken Straftätern nach Paragraf 64 Strafgesetzbuch widmet, verzeichnet seit einer Gesetzesnovellierung einen Rückgang der Aufnahmen mit der Folge, dass die Patientenzahl gesunken ist. Um einem weiteren Rückgang entgegenzuwirken und in Zukunft flexibler reagieren zu können, will die Klinik in den kommenden Jahren sukzessive weitere Behandlungsplätze für psychisch kranke Straftäter, insbesondere Psychose-Erkrankte, vorhalten.

Ziel der Klinikleitung ist es, Klinikstrukturen und bestehende 340 Arbeitsplätze langfristig zu erhalten.

"Gemeinsam mit den Menschen der Gemeinde Stemwede möchten wir unser Behandlungsangebot breiter aufstellen, um künftig flexibler reagieren zu können. Uns ist es wichtig, die Hintergründe transparent zu erläutern und die Perspektiven der Nachbarinnen und Nachbarn in unsere Überlegungen einzubeziehen", sagt Dr. Lisa Maria Niemeyer, Therapeutische Direktorin der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem.

Im Anschluss gibt es ausreichend Raum für Fragen, Anregungen und den direkten Austausch. Um die Veranstaltung gut planen zu können, bitten wir bis zum 4. Oktober um Anmeldung unter Telefon 05474-69-1012 oder per Mail an schloss.haldem@lwl.org .

Parkplätze gibt es vor dem Haupteingang der Klinik. Teilnehmende sollten an den Personalausweis denken.

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Presse,

wenn Sie über die Veranstaltung berichten wollen, melden Sie sich bitte vorab an unter: presse@lwl.org; 0251/591-235.

Hintergrund:

Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) ist ein Fachkrankenhaus, das schwerpunktmäßig suchtkranke Straftäter behandelt. Rechtsgrundlage für die Aufnahme ist eine gerichtliche Verurteilung nach Paragraf 64 Strafgesetzbuch (StGB) zu einer Maßregel der Besserung und Sicherung in einer Entziehungsanstalt. Nach Bedarf werden auch vereinzelt psychisch kranke Patienten mit Suchterkrankungen aufgenommen, bei denen eine Verurteilung nach Paragraf 63 StGB vorliegt sowie Patienten, die bis zu ihrer Gerichtsverhandlung vorläufig (gemäß Paragraf 126a Strafprozessordnung) untergebracht werden sollen. Vertraglich mit der Gemeinde Stemwede vereinbart, können bis zu 21 psychisch kranke Patienten in Haldem untergebracht werden. Neben einer gesicherten Aufnahmestation, mehreren gesicherten Therapiestationen, gibt es drei Außenwohngruppen sowie eine forensische Nachsorgeambulanz. Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem steht als eine von derzeit sechs Maßregelvollzugskliniken in der Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Pressekontakt

Bianca Hannig, LWL-Maßregelvollzug, 0251 591-3476 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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