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25.09.26 | Kultur Mehr Mitgestaltung, mehr junge Perspektiven:

LWL fördert "Junges Stadtlabor" im Geschichtsmuseum Lüdenscheid mit 30.000 Euro

Münster/Lüdenscheid (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt die Museen der Stadt Lüdenscheid mit rund 30.000 Euro beim Aufbau eines "Jungen Stadtlabors". Das hat der LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (23.9.) in Detmold beschlossen. Mit dem neuen Angebot soll das Geschichtsmuseum stärker für die Stadtgesellschaft geöffnet und insbesondere die Gruppe der 15- bis 35-Jährigen aktiv in die Museumsarbeit einbezogen werden.

"Museen sind Orte des Austauschs und der gesellschaftlichen Teilhabe. Mit dem Jungen Stadtlabor entsteht in Lüdenscheid ein Raum, in dem junge Menschen ihre Perspektiven einbringen und die Museumsarbeit aktiv mitgestalten können", sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. "Die Förderung schafft dafür die notwendigen räumlichen und technischen Voraussetzungen und stärkt das Geschichtsmuseum als lebendigen Ort in der Stadtgesellschaft."

Für das "Junge Stadtlabor" werden zwei bisherige Ausstellungsräume im Geschichtsmuseum umgestaltet und neu ausgestattet. Sie sollen künftig als offene Treffpunkte für Diskussionen, Workshops und andere Veranstaltungen sowie für Präsentations- und Dokumentationsformate dienen. Dabei sollen analoge und digitale Angebote miteinander verbunden werden.

Ein Raum soll flexibel nutzbar sein und wechselnd bespielt werden. Der zweite Raum soll als "digitaler Speicher" die Ergebnisse der verschiedenen Beteiligungsformate und gemeinsam entwickelten Projekte zusammenführen und präsentieren. Geplant sind unter anderem digitale Stadtkarten und Bildschirme.

Für die neuen Räume sind flexible Tische und Sitzmöbel, Aufbewahrungsschränke und Präsentationselemente vorgesehen. Auch Bereiche zum Arbeiten, Studieren, Entspannen und für den Rückzug sollen entstehen. Zur technischen Ausstattung gehören unter anderem Computer, Monitore, Projektoren, Strahler, Server und mobile Geräte wie Tablets. Bei der Gestaltung werden grundlegende Anforderungen an die Barrierefreiheit berücksichtigt.

Mit dem "Jungen Stadtlabor" möchte das Geschichtsmuseum insbesondere Menschen zwischen 15 und 35 Jahren stärker erreichen. Vorgesehen sind unter anderem Kooperationen mit Schulen, Vereinen und weiteren Akteuren der Stadtgesellschaft. Die Beteiligten sollen eigene Themen entwickeln, Projekte umsetzen und Ergebnisse im Museum präsentieren können. So sollen neue Formen der Mitgestaltung und der Zusammenarbeit entstehen.

Das Geschichtsmuseum Lüdenscheid arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen zusammen. Das LWL-Museumsamt hat die Neuausrichtung des Museums fachlich begleitet und in den vergangenen Jahren mehrere kleinere Fördermaßnahmen unterstützt.

Hintergrund

Die Museen der Stadt Lüdenscheid mit der Städtischen Galerie und dem Geschichtsmuseum sind seit 1988 in zwei historischen Gebäuden untergebracht, die durch einen modernen, transparenten Verbindungstrakt erschlossen werden. Während die Städtische Galerie ihren Schwerpunkt auf die bildende Kunst ab dem 20. Jahrhundert legt, widmet sich das Geschichtsmuseum der Industrie- und Technikgeschichte Lüdenscheids und der Region.

Noch 2026 soll die überarbeitete Dauerausstellung des Geschichtsmuseums unter dem Titel "Innovatia" wiedereröffnet werden. In umgekehrt chronologischer Reihenfolge erzählt sie die Innovationsgeschichte Lüdenscheids. Dabei zeigt die Ausstellung am Beispiel der Stadt, welche Faktoren und Bedingungen die Entwicklung von Städten und Regionen beeinflussen können.

Mit dem "Jungen Stadtlabor" soll die Neukonzeption der Dauerausstellung um ein dauerhaftes Beteiligungsangebot ergänzt werden. Die neuen Räume liegen mitten im Museum und machen die Beteiligungsprozesse für die Besucherinnen und Besucher sichtbar. Ihre flexible Ausstattung ermöglicht unterschiedliche Formate und eine variable Nutzung.

Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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