23.09.26 | Kultur Kultur führt! - Kulturgespräche 2026 widmen sich Fragen von Cultural Leadership
LWL, LVR und HfMT Hamburg laden zu drei digitalen Lunch-Webtalks und einem abschließenden Barcamp ein
Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe steht das Konzept des Cultural Leadership als ein Führungsverständnis, das die Eigenlogiken von Kulturorganisationen ernst nimmt und ihre gesellschaftliche Verantwortung als Ausgangspunkt begreift. In drei digitalen Lunch-Webtalks beleuchten die Gründer:innen des Cultural Leadership-Stipendienprogramms, Martin Zierold und Marlene Troidl (HfMT Hamburg), zentrale Aspekte dieses Ansatzes: Grundfragen der Führung in Kulturorganisationen, der Umgang mit widersprüchlichen Entscheidungssituationen sowie Wege, mit begrenzten Ressourcen Gestaltungsspielräume zu erhalten. In allen drei Talks bringen Gäste aus der Praxis eigene Erfahrungen und Perspektiven ein. Am 22. Januar 2027 schließt ein Barcamp in Bonn die Reihe ab.
Den Auftakt macht am 5. Oktober von 12.30 bis 14 Uhr der Webtalk "Grundfragen der Führung". Gemeinsam mit Jasmin Vogel (Vorständin des Kulturforums Witten) geht es um die Kernaufgaben von Führung in Kulturorganisationen und die Frage, wie sich Führungskompetenzen entwickeln lassen. Die Teilnehmenden erhalten dabei ein praxisbezogenes Beispiel, mit dem sie die eigene Führungsaufgabe reflektieren können.
Am 9. November von 12.30 bis 14 Uhr folgt der Webtalk "Führung - Entscheiden von unentscheidbaren Fragen: Problem, Restriktion, Dilemma". Dr. Christina Ludwig (Direktorin des Stadtmuseums Dresden) richtet den Blick auf Situationen, in denen Zielkonflikte bestehen und keine Entscheidung eindeutig "richtig" erscheint. Im Mittelpunkt steht die Frage, wo Gestaltungsmöglichkeiten bestehen und wo es vielmehr darum geht, einen stimmigen Umgang mit Restriktionen zu finden.
Der dritte Webtalk "Zukunft gestalten mit knappen Ressourcen" findet am 7. Dezember von 12.30 bis 14 Uhr statt. Dr. Birgit Schneider-Bönninger (Kultur- und Sportdezernentin der Stadt Bonn) und Steven Walter (Intendant der Beethovenfeste Bonn) bringen ihre Praxiserfahrungen in die Frage ein, wie Kulturorganisationen trotz stagnierender oder sinkender Mittel Gestaltungsspielräume erhalten, ihren Auftrag schärfen und gesellschaftliche Wirksamkeit bewahren können.
Alle drei Webtalks finden digital über Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Am 22. Januar 2027 schließt die Reihe mit dem "Barcamp: Cultural Leadership in der Krise - Austausch, Fallarbeit & Vernetzung" in Bonn ab. Die Präsenzveranstaltung kombiniert fachliche Impulse mit einem Barcamp-Format - also eine offene Tagung ohne feste Agenda, bei der die Teilnehmenden das Programm und die Inhalte selbst mitgestalten. Sie können eigene Erfahrungen und Kompetenzen teilen, Fragen in den kollegialen Raum einbringen und aktuelle Themen gemeinsam diskutieren. Impulse, Themen und Fälle werden im Vorfeld gesammelt und können auch noch am Veranstaltungstag selbst eingebracht werden.
Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zur Anmeldung gibt es unter:
https://www.lwl-kultur.de/de/kultur-fuehrt-kulturgespraeche-2026/
Hintergrund
Die Reihe "Kultur führt! Cultural Leadership für die Praxis - Kulturgespräche 2026" knüpft an die Veranstaltungsreihe "Kultur unter Druck - Kulturgespräche 2025" von LWL und LVR an. Während 2025 Fragen rund um Demokratiebildung, Demokratievermittlung und den Umgang mit Anfeindungen im Kulturbereich im Mittelpunkt standen, richtet sich der Blick 2026 auf Führung und Handlungsfähigkeit von Kulturorganisationen unter herausfordernden gesellschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.
Kooperationspartner der Kulturgespräche 2026 sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und das Cultural Leadership-Stipendienprogramm der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) (https://www.leading-culture.de).
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung