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18.09.26 | Jugend und Schule Weltkindertag: Wer junge Menschen stärken will, muss sie beteiligen

"Starke Kinder, starke Zukunft!": LWL setzt auf Mitbestimmung junger Menschen

Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL.<br>Foto: LWL/Kapluggin

Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL.
Foto: LWL/Kapluggin
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Münster (lwl). "Starke Kinder, starke Zukunft!" lautet das Motto des Weltkindertages am 20. September. Für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gehört dazu vor allem eines: Kinder und Jugendliche ernst nehmen, ihnen zuhören und sie an Entscheidungen beteiligen, die ihr Leben und ihre Zukunft betreffen.

"Kinder und Jugendliche stark zu machen bedeutet auch, ihnen zuzutrauen, ihre Lebenswelt selbst mitzugestalten", sagt Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL. "Sie brauchen verlässliche Möglichkeiten, ihre Interessen einzubringen und die Erfahrung, dass ihre Stimme etwas bewirken kann."

Wie das vor Ort gelingen kann, erproben Kommunen und freie Träger in Westfalen-Lippe seit inzwischen 25 Jahren auch mit Unterstützung des LWL-Landesjugendamtes. Mit dem Förderprogramm "Partizipation und Demokratie fördern" finanziert und unterstützt der LWL Projekte, die junge Menschen mit Kommunalpolitik ins Gespräch bringen und ihnen konkrete Mitgestaltung ermöglichen. Darüber hinaus unterstützt die LWL-Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung in ganz NRW.

"Beteiligung darf nicht erst beginnen, wenn Entscheidungen im Grunde schon getroffen sind", betont LWL-Jugend- und Schuldezernentin Birgit Westers. "Junge Menschen müssen frühzeitig eingebunden werden, damit ihre Perspektive wirksam eingebracht werden kann. Gerade bei den Themen, die ihre Zukunft besonders betreffen, brauchen sie echte Möglichkeiten zur Mitwirkung. Ein weiterer wichtiger Aspekt: wirksame Beteiligung junger Menschen stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie".

"Dabei gibt es nicht den einen richtigen Weg zur Beteiligung. Jugendforen, Beteiligungswerkstätten, Befragungen, digitale Formate oder gemeinsame Projekte mit der Kommunalpolitik können je nach Situation vor Ort ganz unterschiedlich aussehen", so Lunemann. "Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche an der Entwicklung der passenden Formate selbst beteiligt werden."

Angesichts von Kriegen, Klimakrise, gesellschaftlichen Unsicherheiten und den Herausforderungen der digitalen Entwicklung ist es nach Auffassung des LWL umso wichtiger, jungen Menschen nicht nur Schutz und Unterstützung zu bieten, sondern ihnen zugleich Räume für Selbstwirksamkeit und Mitgestaltung zu eröffnen.

Hintergrund
Seit 2001 organisiert das LWL-Landesjugendamt das Förderprogramm "Partizipation und Demokratie fördern". Über 270 Projekte freier und öffentlicher Träger der Jugendhilfe in Westfalen-Lippe wurden bislang mit jeweils bis zu 5.000 Euro unterstützt. Das LWL-Landesjugendamt begleitet die Projekte mit Fachberatung, Fortbildung und Vernetzung.

Das Förderprogramm ist bei der Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung in NRW angesiedelt. Die LWL-Servicestelle besteht seit 2014 und wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans Nordrhein-Westfalen gefördert.

Mehr erfahren:
https://jugendbeteiligung-in-nrw.lwl.org

LWL-Jugend- und Schuldezernentin Birgit Westers.<br>Foto: LWL/Alexandra Heckhuis

LWL-Jugend- und Schuldezernentin Birgit Westers.
Foto: LWL/Alexandra Heckhuis

Pressekontakt

Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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