17.09.26 | Der LWL Dr. Manfred Scholle wird 80
LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann gratuliert einem seiner Vorgänger
Dr. Manfred Scholle, LWL-Direktor in den Jahren 1991 bis 1998, feiert am Freitag (18.9.) seinen 80. Geburtstag. Hier mit seinem Porträt-Gemälde, das im Landeshaus des LWL am Freiherr-vom-Stein-Platz in Münster hängt.
Bild: LWL/Nikolaus Urban
Lunemann: "Der LWL hatte mit Manfred Scholle maßgeblichen Anteil an der bundesweiten Einführung der Pflegeversicherung 1995." Hilfe zur Pflege gehörte damals zu einer der wesentlichen Aufgaben der Landschaftsverbände. "Scholle hat sich immer wieder in Bonn und Berlin dafür eingesetzt, dass die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, nicht im Alter von der Sozialhilfe abhängig sind", so Lunemann.
Ein kultureller Höhepunkt in der Zeit waren 1998 die Feierlichkeiten zum Jubiläum 350 Jahre Westfälischer Friede, die der LWL maßgeblich ausrichtete. Die große Friedensausstellung des LWL in Münster besuchten seinerzeit auch zahlreiche Mitglieder europäischer Königshäuser.
Lunemann: "Manfred Scholle hat in seiner Zeit beim LWL gezeigt, dass er ein versierter Fachmann für Soziales, aber auch ein gewinnender und doch hartnäckiger Gesprächspartner in vielen Themenfeldern war."
In seine Amtszeit fiel auch die Weiterentwicklung der westfälischen Museumslandschaft: Der Bau des LWL-Museums für Archäologie in Herne wurde vorbereitet und das LWL-Römermuseum in Haltern wurde eröffnet. Das LWL-Museums Henrichshütte wurde ebenfalls weiter ausgebaut.
Außerdem seien die Landschaftsverbände an der damaligen Landesbank WestLB beteiligt gewesen. "Die Turbulenzen, in die die Bank später kam, waren noch nicht abzusehen. Manfred Scholle hat sicher dazu beigetragen, die WestLB lange stabil zu halten", so Lunemann.
Der promovierte Jurist und studierte Betriebswirtschaftler Scholle kam über Stationen in der Berliner Senatsverwaltung, sowie in den Verwaltungen von Salzgitter in Niedersachsen und von Dortmund 1991 zum LWL. 1998 ging er in die Energiewirtschaft (zunächst zur VEW AG und dann zu RWE Gas AG), 2004 wurde er Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG in Gelsenkirchen (bis 2011).
Von 1993 bis 2001 stand Dr. Manfred Scholle als Vorsitzender an der Spitze des Westfälischen Heimatbundes. In seiner Amtszeit setzte er in dieser ehrenamtlichen Funktion Impulse für die Weiterentwicklung des Verbandes und der ehrenamtlichen Heimatpflege, stärkte die Zusammenarbeit mit den Kommunen und setzte sich für das Engagement junger Menschen ein.
"Dr. Manfred Scholle sah immer in der Stärkung Westfalen-Lippes durch regionale Selbstverwaltung und in der Förderung der kommunalen Zusammenarbeit seine zentrale Aufgabe. Er setzte sich auch ehrenamtlich bis weit in seinen Ruhestand hinein für Westfalen ein. Dafür gebührt ihm Dank", würdigte Lunemann den Jubilar.
Pressekontakt
Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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