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15.09.26 | Psychiatrie LWL-Klinik Lengerich beleuchtet NS-Psychiatrieverbrechen aus verschiedenen Perspektiven

Ausstellung "Hermann Simon - Das Erbe eines Psychiaters"

Sie laden herzlich ein zur Teilnahme am Aktiven Erinnern und zum Besuch der Wanderausstellung (v.l.): Stephan Bögershausen, stellvertretender Pflegedirektor und Leiter der Arbeitsgemeinschaft Gedenkpfad LWL-Klinik Lengerich, Lasse Stoevesandt, Student der Geschichte und Sozialwissenschaft an der Universität Bielefeld und Initiator der Ausstellung "Hermann Simon" und Professor Dr. Franz-Werner Kersting, Historiker an der Universität Münster.<br>Bild: LWL/Barbara Köhling

Sie laden herzlich ein zur Teilnahme am Aktiven Erinnern und zum Besuch der Wanderausstellung (v.l.): Stephan Bögershausen, stellvertretender Pflegedirektor und Leiter der Arbeitsgemeinschaft Gedenkpfad LWL-Klinik Lengerich, Lasse Stoevesandt, Student der Geschichte und Sozialwissenschaft an der Universität Bielefeld und Initiator der Ausstellung "Hermann Simon" und Professor Dr. Franz-Werner Kersting, Historiker an der Universität Münster.
Bild: LWL/Barbara Köhling
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Lengerich (lwl). Die Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Lengerich lädt am Montag (21.9.) alle Interessierten zum "Aktiven Erinnern" ein. Am 21. September 1940 wurden die ersten von insgesamt 440 Patient:innen aufgrund des NS-Euthanasie-Programms deportiert und ermordet. Der Lengericher Gedenkpfad auf dem Klinikgelände erinnert an diese Menschen. Auch in diesem Jahr will die Klinik diesen Tag wieder zum Anlass nehmen, mit dem Aktiven Erinnern einem Rahmen für Erinnerungskultur zu schaffen und gemeinsam mit allen Interessierten das Thema "Position beziehen" in den Blick nehmen.

Das Aktive Erinnern beginnt in diesem Jahr um 14.30 Uhr an der Pforte der Klinik und führt über den Lengericher Gedenkpfad in den Festsaal. Pflegedirektorin Mechthild Bischop begrüßt die Gäste im Namen der Betriebsleitung. Lasse Stoevesandt stellt seine Ausstellung "Hermann Simon - das Erbe eines Psychiaters" vor. Die Exponate thematisieren das ambivalente Erbe des Mediziners Simon und ordnen es in den Kontext der NS-Psychiatrieverbrechen ein. Lasse Stoevesandt wird auch an der anschließenden Podiumsdiskussion teilnehmen.

Dabei tauschen sich dann Personen aus, die sich mit den Psychiatrieverbrechen in der NS-Zeit beschäftigen, verschiedene Perspektiven auf Geschichte mitbringen und - so der Titel der Veranstaltung "Position beziehen". Das sind Vertreter:innen aus der Geschichtswissenschaft, Gedenkstättenarbeit, aus Pflegewissenschaft mit jahrzehntelanger Erfahrung in psychiatrischer Pflege, darüber hinaus Psychiatrieerfahrene und Angehörige historischer Opfer aus Lengerich.

Folgende Personen werden an der Diskussion teilnehmen:

Professor Dr. Franz-Werner Kersting, Historiker an der Universität Münster

Hilde Schädle-Deiniger, Pflegewissenschaftlerin und Fachautorin mit mehr als 50 Jahre Tätigkeit im psychosozialen Bereich und in der Lehre

Professor Dr. Jan Erik Schulte, Leiter der Gedenkstätte Hadamar (Hessen)

Barbara Stellbrink-Kesy, Kunsttherapeutin und Autorin, deren Großtante Opfer der Medizinverbrechen der Nazis wurde, Gründungsmitglied des "Verbands für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus" (Vevon).

Lasse Stoevesandt, Student der Geschichte und Sozialwissenschaft an der Universität Bielefeld und Initiator der Ausstellung "Hermann Simon"

eine psychiatrieerfahrene Person

Dr. Jens Gründler, LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und Barbara Köhling, Unternehmenskommunikation der LWL-Klinik Lengerich, moderieren das Gespräch. Die Anmeldung für die Teilnahme am "Aktiven Erinnern" ist noch kurzfristig unter Tel. 05481 12 2103 oder per E-Mail an marita.unterauer@lwl.org möglich. Treffpunkt ist an der Pforte der Klinik an der Parkallee 10 in Lengerich.

Die Ausstellung ist vom 22. September bis 20. Oktober 2026 montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr in der Kirche der LWL-Klinik Lengerich (Parkallee 10, 49525 Lengerich, Haus 01) geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Pressekontakt

Barbara Köhling, LWL-Klinik Münster, Telefon 0251 91555-1013, kommunikation-ms@lwl.org und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

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