08.09.26 | Psychiatrie Notstromtest in der LWL-Klinik Hemer
Wie funktioniert die Psychiatrie bei einem Stromausfall?
Der technische Leiter der Hans-Prinzhorn-klinik, Matthias Hohmann, an einem analogen Telefon.
Foto: LWL/Michaela Rensing
Wichtige Systeme in der Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) können so im Notfall ein paar Tage lang mit Strom versorgt werden. Ob tatsächlich alle Systeme wie geplant am Notfallnetz waren, prüften die Techniker vor Ort. Mehrere Teams schauten in allen Häusern des psychiatrischen Krankenhauses nach, ob der Notstrom auch überall ankam. Vor allem Brandmeldeanlagen oder Fluchtwegbeleuchtungen müssen funktionieren. Zudem sollen die Patientinnen und Patienten möglichst wenig von einem Stromausfall merken.
Analoge Telefone und Taschenlampen
Matthias Hohmann, der technische Leiter der LWL-Klinik Hemer, hatte die Mitarbeitenden schon vorher darauf aufmerksam gemacht, dass die meisten PCs nicht funktionieren würden, ebenso wenig wie die normalen Telefone. Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende griffen deshalb auf Handys zurück. In wichtigen Bereichen und auf allen Stationen gibt es in der Hemeraner Klinik allerdings noch analoge Telefone mit einem Tastenfeld, die auch im Fall eines Stromausfalls benutzt werden können. Eines davon steht in der Pforte, sodass das Krankenhaus zu jeder Zeit erreichbar ist. Oft hängen neben diesen altmodischen Telefonen große Taschenlampen, damit die Mitarbeitenden im Fall der Fälle nicht im Dunklen stehen.
Die Küche und das Café Prinzhorn mussten ebenfalls umplanen. Die Küche stellte wegen des fehlenden Stroms ihren Speiseplan um und die Gäste des Cafés in der Klinik mussten für die Zeit des Tests auf Burger und Kaffee verzichten. Die Kühlung und die Kasse wurden dagegen vom Notstrom versorgt und funktionierten weiter. Für die strombetriebenen Schranken der Krankenhaus-Parkplätze gab es eine einfache Lösung: Sie blieben einfach oben.
Schneller als geplant
Am Ende des Tests konnte der öffentliche Strom eine Viertelstunde früher als geplant wieder angeschaltet werden. Matthias Hohmann war froh über das Ergebnis. Ein paar Computer waren nicht sofort wieder angegangen, aber das konnte schnell behoben werden. Um 12.45 Uhr hieß es dann auch in den Büros wieder: Licht an.
Zu Beginn des Tests wurden die Hauptsicherungen ausgeschaltet.
Foto: LWL/Michaela Rensing
Das Notstromaggregat füllt einen ganzen Raum aus.
Foto: LWL/Michaela Rensing
Pressekontakt
Philipp Stenger, LWL-Klinik Dortmund, Telefon: 0231 4503-3855 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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