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02.09.26 | Kultur Vielfalt der Moore entdecken

Aufruf zum Beobachten der Pflanzen und Tiere

Im Rahmen der deutschlandweiten "Arten-Olympiade" können diesen Monat gut Tiere und Pflanzen der Moore bestimmt und gemeldet werden.<br>Foto: LWL/Oblonczyk

Im Rahmen der deutschlandweiten "Arten-Olympiade" können diesen Monat gut Tiere und Pflanzen der Moore bestimmt und gemeldet werden.
Foto: LWL/Oblonczyk
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Münster (lwl). Moore sind nicht nur bedeutend für das Klima, sondern können auch eine enorme Biodiversität beherbergen. Der September ist ein guter Zeitpunkt, um in Münster die besonderen Pflanzen und Tiere der Moore zu beobachten und zu melden. Deshalb ruft, das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform Observation.org zum Melden der Naturbeobachtungen im Internet bei Observation.org oder in der Smartphone-App ObsIdentify auf. In der App können im Rahmen des Wettbewerbs "Arten-Olympiade 2026" die fotografischen Beobachtungen hochgeladen werden. Alle Interessierten können mitmachen und über das gesamte Jahr hinweg die Natur erforschen. Beim Fotografieren der Tiere und Pflanzen gilt es jedoch zu beachten, die gekennzeichneten Wege zum Schutz der sensiblen Moorlebensräume nicht zu verlassen. Es besteht die Gefahr, dass Pflanzen zertrampelt, Tiere gestört und die empfindlichen Böden geschädigt werden.

Moore sind hoch spezialisierte Ökosysteme und dienen als Lebensräume für besondere Arten. Es gibt Tiere und Pflanzen, die speziell an die Bedingungen in Mooren angepasst sind und nur dort leben können. Für sie ist der Schwund von intakten Mooren daher ein großes Problem. Torfmoose, Sonnentau, aber auch die Gerandete Jagdspinne oder bestimmte Orchideenarten leben an Moorstandorten. Auch für viele Vogelarten sind die Moorgebiete als Brut- oder Rastgebiet bedeutend.

Die Entwässerung und Nutzung von Mooren bedrohen die biologische Vielfalt dieser besonderen Lebensräume. Ein zielorientiertes Management und die Wiedervernässung spielen eine wichtige Rolle bei der Renaturierung von Mooren. Die Erhaltung von intakten Mooren und die Renaturierung sind nicht nur für die Artenvielfalt wichtig, sondern auch für den Klimaschutz. Auf einer geringen Fläche können sie eine große Menge an Kohlenstoff speichern.

In Nordrhein-Westfalen finden sich bedeutende Moorgebiete an der deutsch-niederländischen Grenze. Das erweiterte Vogelschutzgebiet umfasst noch erhaltene Moorreste sowie einige Feuchtwiesenkomplexe. Insgesamt hat das Vogelschutzgebiet "Moore und Heiden des westlichen Münsterlandes" eine überregionale Bedeutung für brütende, rastende und überwinternde Vogelarten. Dazu zählen zum Beispiel Blaukehlchen und Heidelerche, Tüpfelsumpfhuhn und Ziegenmelker, aber auch hohe Bestandsdichten von Knäkente, Krickente und Schwarzkehlchen als typische Brutvögel in Mooren. Große Gebietsteile werden von ausgedehntem, naturschutzgerecht bewirtschaftetem Feuchtgrünland geprägt. Sie bergen einige Hauptvorkommen des Brutbestandes von Uferschnepfe und Großem Brachvogel in NRW.

Hintergrund
Wer im Jahr 2026 die meisten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland entdeckt, wird sich im Rahmen der bürgerwissenschaftlichen "Arten-Olympiade 2026" zeigen, zu der das LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zu Jahresanfang aufgerufen hat. Ob Pilz, Pflanze, oder Tier - die Mitmachaktion für Naturinteressierte lädt das ganze Jahr über ein, Naturbeobachtungen auf der internationalen Plattform Observation.org und in der App ObsIdentify zu teilen. Zu den Partnern der Arten-Olympiade gehören unter anderem das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie der Universität Münster (CIBRA). Unterstützt wird der Wettbewerb durch eine Spende der Stiftung der Sparda-Bank West.


Mehr Infos und Termine der Artenakademie: http://www.artenakademie.lwl.org



Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt "Arten-Olympiade 2026" auf der Website bereit: http://www.arten-olympiade.lwl.org | http://www.bioblitze.lwl.org



Teilnehmende finden ihre Ergebnisse in der App ObsIdentify und Interessierte finden die Ergebnisse der Aufrufe auf Stadt-Ebene hier: https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2026/


Fragen an:
germany@observation.org

Charakteristisch sind die mit Klebedrüsen besetzten Blätter des Sonnentaus, die der moortypischen Pflanze den Fang von Beute und so das Gedeihen auch auf sehr nährstoffarmen Böden ermöglichen.<br>Foto: Katharina Crazius

Charakteristisch sind die mit Klebedrüsen besetzten Blätter des Sonnentaus, die der moortypischen Pflanze den Fang von Beute und so das Gedeihen auch auf sehr nährstoffarmen Böden ermöglichen.
Foto: Katharina Crazius

Die Heidelerche (Lullula arborea) ist ein typischer Bewohner von trockenen Heidelandschaften, lichten Kiefernwäldern und Moor-Heide-Komplexen.<br>Foto: LWL/Kriegs

Die Heidelerche (Lullula arborea) ist ein typischer Bewohner von trockenen Heidelandschaften, lichten Kiefernwäldern und Moor-Heide-Komplexen.
Foto: LWL/Kriegs

Pressekontakt

Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066

presse@lwl.org

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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