31.08.26 | Kultur Ernte erleben, Vielfalt genießen
Freilichtgenuss im LWL-Museum Hellerlecht
Am ersten Septemberwochenende findet der FreilichtGenuss im LWL-Freilichtmuseum Detmold statt.
Foto: LWL/Robin Jähne
Unter dem Motto "Ernte erleben, Vielfalt genießen" wird das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Samstag und Sonntag (5./6.9.) zum Treffpunkt für alle, die regionale Produkte, traditionelles Handwerk und biologische Vielfalt mit allen Sinnen erleben möchten. Beim Freilicht-Genuss erwartet die Besucher jeweils von 9 bis 18 Uhr eine abwechslungsreiche Flaniermeile mit über 50 ausgewählten Aussteller:innen, regionalen Köstlichkeiten, Kunsthandwerk, Vorführungen, Mitmachangeboten und Kaltblutpferden.
"Der Freilicht-Genuss bringt zusammen, was unser Museum ausmacht: regionale Kultur, handwerkliches Können und die Frage, wie wir heute mit unserer Umwelt und unseren Ressourcen umgehen", sagt Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin des LWL-Museums Hellerlecht. "Gerade beim Thema Vielfalt wird deutlich, dass Tradition und Zukunft eng miteinander verbunden sind. Wir möchten unsere Besucher:innen dazu einladen, Neues zu entdecken, ins Gespräch zu kommen und dabei ganz einfach Freude am Genuss zu haben."
Am Lippischen Meierhof steht die Welt der Bienen im Mittelpunkt. Das Bienenzentrum informiert darüber, was Menschen für Honig- und Wildbienen tun können. Kinder dürfen Kerzen ziehen und "Alarm für die Biene" machen. Außerdem gibt es Einblicke in die historische Zeidlerei, bei der Bienen in hohlen Baumstämmen gehalten wurden. Die "Alt-Traktoren- und Nutzfahrzeugfreunde Fürstenthum Lippe e.V." mit ihren historischen Landmaschinen und eine Erntevorführung mit einem Mähbinder ergänzen das Programm.
Neue "Grüne Meile": Garten, Natur und Vielfalt entdecken
Ein besonderer Anziehungspunkt ist in diesem Jahr die neue "Grüne Meile" im Paderborner Dorf, die zwischen dem Valepagenhof und der Kirchhofmauer entsteht. An verschiedenen Ständen informieren Museumsmitarbeiter:innen über alte Obstsorten, ländliche Gärten, "Gärten der Zukunft" und die "dörfliche Wildnis". Im Mittelpunkt steht ein Paletten-Garten, der anschaulich zeigt, wie unkompliziert der Einstieg ins eigene Gärtnern sein kann.
"Mit der Grünen Meile wollen wir zeigen, dass biologische Vielfalt nicht irgendwo weit weg beginnt, sondern direkt vor unserer Haustür - im Garten, auf dem Balkon oder sogar in einem kleinen Blumentopf", erklärt Allemeyer. "Wir verbinden hier historisches Wissen mit Ideen für die Zukunft und machen erlebbar, wie viel Freude es bereiten kann, selbst etwas wachsen zu lassen und Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen."
Die Besucher:innen können unter anderem eigene Anzuchttöpfe aus Papier herstellen, Saatgut aufbereiten, alte Sorten probieren und sich über Schädlinge und Nützlinge informieren. Auch die Arbeit der Museumsgärtnerei wird vorgestellt. Ein Quiz, Rätsel sowie Informationen zum Bau von Nisthilfen laden dazu ein, sich spielerisch mit den Themen Natur und Artenvielfalt auseinanderzusetzen. Auf der Wiese vor Haus Uhlmann steht außerdem das traditionelle Sensenmähen auf dem Programm.
Im Paderborner Dorf wird der Freilicht-Genuss außerdem zum Ort für kulinarische Entdeckungen. Slow Food und das Museum laden zu Verkostungen ein - in diesem Jahr dreht sich alles um die Forelle. Im Innenhof des Valepagenhofes sorgt eine "Bar unter (lippischen) Palmen" mit Cocktails auf Basis des Museumsapfelsafts für eine besondere Auszeit. Wer sich für traditionelles Bauen interessiert, kann im Haus Düsterdieck Fachwerkmodelle erkunden und bei einem Puzzle-Quiz selbst zum Fachwerkprofi werden.
Von Drescharbeiten bis Holzrücken
Auch an anderen Orten des Museumsgeländes dreht sich alles um Ernte, Ernährung und Landwirtschaft. An der Feldscheune zeigt der "Nieheimer Dreschclub" mit historischer Technik, wie früher Getreide gedroschen wurde. In der Remise Fleer wird frischer Apfelsaft gepresst. Beim Familienprogramm "Vom Korn zum Brot" können Besucher:innen den Weg vom Getreide zum fertigen Lebensmittel entdecken.
An der Bockwindmühle zeigen die Mitglieder der "Interessengemeinschaft Zugpferde e. V." die Vielseitigkeit der Kaltblutpferde. Auf dem Programm stehen unter anderem Ernte- und Ackervorführungen, das Holzrücken sowie Kutsch- und Reitvorführungen. Am Sonntag können die Gäste beim Pflügen mit Kaltblütern sogar selbst aktiv werden.
Auch in den Handwerksstätten des Museums herrscht an diesem Wochenende viel Betrieb: Die Töpferei fertigt Pflanztöpfe und Kräuterbeschriftungen aus Ton, in der Textilwerkstatt wird aus Wolle und Haselstecken eine Jurte gebaut. Selbstverständlich darf auch die Museumsbäckerei mit ihrem besonderen Angebot an Broten und Kuchen zum Freilichtgenuss nicht fehlen. In der Schmiede können Besucher:innen bei der Herstellung von dekorativen Pflanzstäben zusehen.
Der reguläre Museumsparkplatz an der Paderborner Straße und der Parkplatz an der Friedrich-Ebert-Straße stehen an beiden Veranstaltungstagen zur Verfügung. Sonderbusse der SVD bringen Gäste entspannt von dort (Haltestelle "Friedenstal") zur Bushaltestelle vor dem Museum. Wer im Shuttle- oder den Linienbussen 701 und 703 die Eintrittskarten für den Freilichtgenuss löst, für den ist die Busfahrt frei - dies gilt auch für Inhaber:innen einer LWL-Museumscard oder einer Karte der Freunde des Museums. Der Fahrplan der SVD und des Sonderverkehrs ist unter https://www.stadtverkehr-detmold.de einzusehen. PKW-Parkplätze direkt am Museum gibt es für Menschen mit Einschränkungen bei entsprechender Vorlage eines Ausweises.
Das Programm mit Öffnungszeiten, Preisen und allen Veranstaltungen findet sich auch auf der Internetseite des Museums: https://www.lwl-museum-hellerlecht.de
Öffnungszeiten
Samstag, 5.9., von 9 bis 18 Uhr
Sonntag, 6.9., von 9 bis 18 Uhr
Eintrittspreise
Erwachsene: 12 Euro
Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren: frei
Regionaler Genuss steht im Mittelpunkt der zweitägigen Großveranstaltung.
Foto: LWL/Robin Jähne
Die Besucherinnen und Besucher können sich vor Ort unter anderem über das Mähen mit der Sense informieren.
Foto: LWL/Jähne
Auf den Wiesen an der Bockwindmühle zeigen Kaltblutpferde ihr Können.
Foto: LWL/Gerstendorf-Welle
Pressekontakt
Lisa-Marie Möllering, LWL-Museum Hellerlecht, Westfälisches Landesmuseum für Kultur und Geschichte, Tel. 05231/706-110 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
LWL-Museum Hellerlecht | Detmold
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Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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