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19.08.26 | Kultur Forschung braucht Sammlungen - Dr. Viktor Hartung denkt Sammlungen weiter

Wissenschaftler vom LWL-Museum für Naturkunde bei Tagung "BioSyst.EU" in Uppsala

Der Wissenschaftler stellt vor, welche Rolle wissenschaftliche Sammlungen in der Biodiversitätsforschung spielen.<br>Foto: LWL/Christoph Steinweg

Der Wissenschaftler stellt vor, welche Rolle wissenschaftliche Sammlungen in der Biodiversitätsforschung spielen.
Foto: LWL/Christoph Steinweg
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Münster/Uppsala (lwl). Wie können naturwissenschaftliche Sammlungen auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der Biodiversitätsforschung spielen? Mit dieser Frage ist der Entomologe Dr. Viktor Hartung vom LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Uppsala (Schweden) unterwegs. Von Montag (17.8.) bis Mittwoch (19.8.) treffen sich dort Systematiker:innen aus ganz Europa zur Tagung "BioSyst.EU". Die Tagung findet bereits zum vierten Mal statt und wird von der Universität Uppsala gemeinsam mit der Swedish Systematics Association veranstaltet. Sie widmet sich der Systematik, aktuellen Forschungsfragen und der Vernetzung der europäischen Fachgemeinschaft.

Dr. Hartung ist im LWL-Museum für Naturkunde der Sammlungsleiter und Kurator für die Insektensammlung. Zudem ist er, gemeinsam mit Dr. Daniela Matenaar vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt, Sprecher der Arbeitsgruppe "Sammlungen der Gesellschaft für Biologische Systematik". Bei der Tagung stellen Hartung und Matenaar die Arbeitsgruppe im Rahmen eines Symposiums vor und geben einen Ausblick auf einen geplanten Workshop im Februar 2027 in Darmstadt. Dafür bringen sie verschiedene Ideen mit nach Schweden und diskutieren mit Kolleg:innen aus Europa, welche Themen für die Community besonders relevant sind.

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit einem grundlegenden Baustein der Biodiversitätsforschung: den naturwissenschaftlichen Sammlungen. Millionen von Objekten in Museen und Forschungssammlungen dokumentieren die biologische Vielfalt und ihre Veränderung über die Zeit. Gleichzeitig stellen sich zahlreiche konzeptionelle und praktische Fragen: Wie können Sammlungen für die Forschung noch besser zugänglich gemacht werden? Welche Anforderungen gibt es an zukünftige Sammlungsstrategien? Und wie lassen sich Sammlungsdaten und Objekte optimal für moderne Biodiversitätsforschung nutzen?

Genau diese Fragen möchte die Arbeitsgruppe gemeinsam mit der Fachgemeinschaft in Uppsala weiterdenken.

"Dass unsere Wissenschaftler:innen solche Formate nicht nur besuchen, sondern selbst mitgestalten, ist für uns ein wichtiges Zeichen: Unser Haus ist Teil eines internationalen wissenschaftlichen Netzwerks und bringt seine Expertise und seine Perspektiven aktiv in die Weiterentwicklung der sammlungsbasierten Biodiversitätsforschung ein", sagt Hartung. Uppsala ist dafür ein besonderer Ort: Die Stadt gilt als Wirkungsstätte von Carl von Linné, dessen Arbeiten die Entwicklung der modernen biologischen Systematik maßgeblich geprägt haben. Wo die Geschichte der Systematik so eng mit dem Ort verbunden ist, treffen sich heute Forschende, um über ihre Zukunft zu sprechen.

Dr. Viktor Hartung ist leidenschaftlicher Entomologe.<br>Foto: LWL/Christoph Steinweg

Dr. Viktor Hartung ist leidenschaftlicher Entomologe.
Foto: LWL/Christoph Steinweg

Pressekontakt

Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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