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10.08.26 | Psychiatrie 36 Jahre Engagement für besondere Menschen

LWL-Wohnverbund Marl-Sinsen: Frank Mergner würde seinen Berufsweg wieder wählen

Nach 36 Jahren Engagement für besondere Menschen geht Frank Mergner in den Ruhestand.<br>Foto: LWL/Matthias Haslauer

Nach 36 Jahren Engagement für besondere Menschen geht Frank Mergner in den Ruhestand.
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Marl/Haltern am See (lwl). Nach 36 Jahren Engagement für Menschen mit einem Hilfebedarf in Haltern und Marl verabschiedet sich Frank Mergner in den Ruhestand. Zuletzt leitete der 62-Jährige zwei Außenwohngruppen in Haltern am See des LWL-Wohnverbundes Marl-Sinsen. Hier leben insgesamt 16 erwachsene Frauen und Männer mit einer geistigen Behinderung. Gemeinsam mit einem Team aus 16 Mitarbeitenden setzte er sich dafür ein, den Bewohnerinnen und Bewohnern ein möglichst selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu ermöglichen.

Als der Halterner sich 1990 in der damaligen Haardklinik im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) aus der später der Wohnverbund hervorging, bewarb, wusste er gar nicht genau, was ihn erwarten würde. Der 27-Jährige hatte zwar in einer Klinik gearbeitet, aber noch keinen Kontakt mit Menschen, die aufgrund einer körperlichen oder geistigen Einschränkung einen Unterstützungsbedarf haben. Doch schon nach kurzer Zeit stand für ihn fest: "Die Arbeit mit diesen Menschen ist genau mein Ding."

Besonders in Erinnerung bleiben ihm die zahlreichen gemeinsamen Urlaubsreisen, unter anderem in den Schwarzwald oder nach Mallorca. "Die Reisen waren organisatorisch oft eine große Herausforderung. Aber die gemeinsame Zeit und Freude unserer Klient:innen haben den Aufwand mehr als aufgewogen", blickt Frank Mergner gerne zurück.

Im Laufe seines Berufslebens hat der 62-Jährige die Entwicklung der Eingliederungshilfe hautnah erlebt. Während früher vor allem die Versorgung der Menschen im Mittelpunkt gestanden habe, liege der Fokus heute deutlich stärker auf Selbstbestimmung, gesellschaftlicher Teilhabe und individueller Förderung. Und das sei auch gut so! So bot Mergner zum Beispiel nach einer speziellen Weiterbildung auch Kletterausflüge für Menschen mit einem Hilfebedarf an.

Rückblickend würde der Halterner seinen Berufsweg jederzeit wieder so wählen. Er erinnert sich: "Früher habe ich die Arbeitsplätze gewechselt, wenn es mir zu eintönig wurde. Dieses Gefühl hatte ich in unserem Wohnverbund nie. "Die Menschen, ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten und die Vielfalt der Aufgaben haben mich jeden Tag aufs Neue motiviert."

Für junge Kollegen und Kolleginnen hat der zukünftige Ruheständler einen klaren Rat: Bleibt offen für Veränderungen, hört aufmerksam zu und nehmt die Bedürfnisse der Euch anvertrauten Menschen ernst.

Hintergrund

Der LWL-Wohnverbund Marl-Sinsen betreut an seinen Standorten in Marl, Haltern, Herten und Dorsten mehr als 200 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und Hilfebedarfen.

http://www.lwl-wohnverbund-marl-sinsen.de

Mit 27 Jahren begann der Weg des Halterners im LWL.<br>Foto: LWL/Frank Mergner

Mit 27 Jahren begann der Weg des Halterners im LWL.
Foto: LWL/Frank Mergner

Pressekontakt

Kerstin Seifert, LWL-Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl-Dortmund - Haardklinik, Tel.: 02365/802-2126, E-Mail: kerstin.seifert@lwl.org und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

LWL-Wohnverbund Marl-Sinsen

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45770 Marl Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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