30.07.26 | Kultur "Rein ins Museum! Ferienprogramm"
Neue Serviceangebote des LWL-Museumsamts stärken kulturelle Bildung in ländlichen Regionen
Mit "Rein ins Museum! Ferienprogramm" erprobt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im August ein neues Angebot, das insbesondere kleinere Museen als Lern- und Erlebnisorte stärken soll.
Foto: LWL/Walter Fischer
"Ziel der neuen Angebote ist es, insbesondere Museen in ländlichen Regionen dabei zu unterstützen, attraktive Bildungsangebote umzusetzen und Kindern Zugänge zu kultureller Bildung zu ermöglichen", sagt Heike Kropff, Leiterin des LWL-Museumsamtes. "Rein ins Museum! Ferienprogramm" sei ein "Rundumsorglospaket" mit mehrfachem Gewinn. Für die Museen, die oftmals mit geringen Ressourcen operieren, eröffne es neue Möglichkeiten: "Die Museen bringen ihre Gebäude und Sammlungen ein, das Museumsamt unterstützt mit einem professionell entwickelten, flexibel einsetzbaren Vermittlungsformat. Die teilnehmenden Kinder erleben, dass Ferien im Museum der Stadt unerwartet spannend, gesellig und kreativ sein können", so Kropff weiter.
Zum Thema "Das Ding danach: Vom Museumsobjekt zum Zukunftsobjekt" gibt es in der Zeit vom 3. bis 24. August drei dreitägige Workshops: im Museum Villa Medica in Rhede, im Stadtmuseum Lünen und im Werburg-Museum in Spenge.
Das LWL-Museumsamt stellt die Kulturvermittler:innen. Ebenso Arbeitstische, Böcke, Bänke, Materialwagen und Sonnenschirme, die die Außenräume der Museen in Freiluftateliers verwandeln. Ausgangspunkt der Workshops sind die Objekte der jeweiligen Museen. Die Kinder erkunden gemeinsam die Formen und Materialien sowie die Geschichten hinter den Exponaten. Sie erstellen Materialarchive, experimentieren mit Ton, Draht, Gips und anderen Materialien. Über kleine Modelle entwickeln sie die Idee für ihre dreidimensionalen Zukunftsobjekte.
"Unser Plan ist es, im kommenden Jahr weitaus mehr Museen an 'Rein ins Museum! Ferienprogramm' teilhaben zu lassen. Mit den neuen Servicenageboten möchte das LWL-Museumsamt Museen bei der Entwicklung zukunftsfähiger Konzepte für Bildung, Teilhabe und Inklusion unterstützen. Mit dem Ferienangebot starten wir, schon im Herbst folgen Materialien für Workshops mit Schüler:innen", erläutert Kropff.
Das Ferienprogramm im Museum Villa Medica, Rhede ist bereits ausgebucht. Für das Stadtmuseum Lünen und das Werburg-Museum Spenge gibt es noch freie Plätze, die über die Museen gebucht werden können.
Das Angebot und alle Termine auf einen Blick:
Das Ding danach: vom Museumsobjekt zum Zukunftsobjekt
Ferienworkshop für Kinder von sechs bis zwölf Jahren
Welche Ideen stecken in einer alten Tasse? Was hat eine Tonscherbe mit meiner Gegenwart zu tun? Welcher Fortschrittsgedanke findet sich in einem Fieberthermometer? Museumsobjekte liefern Ideen für morgen, übermorgen und die Zeit danach.
Drei Tage voller Entdeckungen und Experimente: Ausgangspunkt sind die Objekte im Museum. Welche Formen, Linien, Oberflächen und Details fallen auf? Wie lassen sich diese in Zeichnungen, Drucken, Worten festhalten? Wo finde ich Ähnliches in meiner Umgebung? Die Teilnehmer:innen erstellen ein Materialarchiv. Sie experimentieren mit Ton, Draht, Gips und anderen Materialien. Über kleine Modelle entwickeln sie die Idee für ihr dreidimensionales Zukunftsobjekt.
Das Ferienprogramm findet im Museum und im Außenraum statt. Es wird von Kunstvermittler:innen des Nexus Kollektivs aus Münster durchgeführt. Das Ferienprogramm wird gefördert und initiiert durch das LWL-Museumsamt für Westfalen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Plätze sind begrenzt.
4. bis 6. August, 10 bis 14 Uhr, Museum Villa Medica, Rhede
Ausgebucht!
11. bis 13. August, 10 bis 14 Uhr, Stadtmuseum Lünen
Anmeldung erforderlich bis zum 4. August unter: museum@luenen.de
18. bis 20. August, 10 bis 14 Uhr, Werburg-Museum Spenge
Anmeldung erforderlich bis zum 11. August unter: museum@spenge.de
Mobile Serviceangebote:
Mit mobilen Serviceangeboten unterstützt das LWL-Museumsamt insbesondere kleine Museen bei der Durchführung von Bildungsveranstaltungen. Die Angebote werden im Museumsamt entwickelt, nehmen zeitgemäße Themen auf, arbeiten mit fundierten Methoden und attraktiven Materialien. Sie sind variabel in verschiedenen Museen einsetzbar - unkompliziert und kostenfrei, bestellbar beim Museumsamt.
Das LWL-Museumsamt für Westfalen
Das LWL-Museumsamt für Westfalen ist ein kommunaler Dienstleister für etwa 650 Museen und Gedenkstätten in Westfalen-Lippe. Es hält umfangreiche Beratungs-angebote sowie Serviceleistungen und Fördermaßnahmen für die Museen und ihre Träger vor. Das Amt ist der Entwicklung und Strukturverbesserung der Museen verpflichtet und unterstützt sie bei der Wahrnehmung ihres kulturpolitischen Auftrages. Das LWL-Museumsamt kooperiert eng mit Museumsverbänden und -organisationen aller Ebenen.
Eine Kernaufgabe des Museumsamtes liegt in der Beratung und Förderung von Museen bei Entwicklung zukunftsfähiger Konzepte für Bildung, Teilhabe und Inklusion. Zudem entwickelt es Serviceangebote für Museen, wie z.B. didaktische Materialien und Ferienangebote. Fortbildungsangebote zu den Grundlagen der Bildung und Vermittlung tragen zur Professionalisierung von Museumsmitarbeiter:innen bei.
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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