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30.07.26 | Kultur Zeitzeugen aus dem Siegerland gesucht

LWL-Museum Hellerlecht erforscht Behelfsheime der 60er Jahre

Das Behelfsheim im LWL-Museum Hellerlecht an seinem jetzigen Standort im Siegerländer Weiler.<br>Foto: LWL/Marie Wegener

Das Behelfsheim im LWL-Museum Hellerlecht an seinem jetzigen Standort im Siegerländer Weiler.
Foto: LWL/Marie Wegener
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Detmold (lwl). Was wurde aus den Behelfsheimen in den 1960er Jahren? Und wie sah die Gestaltung des Umfeldes aus? Das LWL-Museum Hellerlecht startet im Zuge des 2024 im Museum wiederaufgebauten Behelfsheims nun eine Zeitzeugensuche.

In vielen Orten des Siegerlandes wurden während des Zweiten Weltkrieges und danach Notunterkünfte gebaut, um die größte Wohnungsnot zu lindern. Ausgebombte Bürger:innen und später auch Vertriebene wurden in diesen kleinen Häusern untergebracht. Es gibt viele Unterlagen zum Aussehen, Bau und der Lage dieser Unterkünfte. Bauanleitungen und Bauplätze sind bekannt. Auskünfte zu den Gärten oder zum Ackerstück fehlen aber häufig. Akten gibt es in den meisten Fällen erst wieder zum Abriss dieser Bauten. Nur einige wenige sind erhalten geblieben.

Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) möchte folgendes herausfinden: Wie sahen Behelfsheime und vor allem ihre Umgebung in den 1960er Jahren aus? Wurden Gärten angelegt und wenn ja, welche Zäune hatten diese? Wie wurden die Notunterkünfte in den 60er Jahren genutzt: als Wochenend- oder Ferienhäuser, Gartenhütten, Geräteschuppen oder Garagen? Wie hat sich der Garten bzw. die Umgebung verändert?

Wer kennt die Standorte von Behelfsheimen oder hat Fotos von ihnen? Wer kennt ehemalige Bewohner:innen und erinnert sich an das Leben in den 1960er Jahren in diesen Häusern? Welche Pflanzen wuchsen dort? Viele offene Fragen, die sich mithilfe der Archive nicht beantworten lassen.

Im LWL-Museum Hellerlecht sind im Siegerländer Weiler neben einer Kapellenschule und einer Tankstelle, das Haus Stöcker aus Burgholdinghausen und ein Behelfsheim wieder aufgebaut worden. Geplant ist die Gestaltung des Behelfsheimes und seines Gartens nach seiner Umnutzung zum Wochenendhaus in der Zeit um 1960.

Das LWL-Museum Hellerlecht freut sich über Fotos und Erinnerungen aus der Zeit. Wer das Museum zu diesem Thema unterstützen möchte, kann sich gerne melden per Telefon unter 05231-7060 oder per Email lwl-museum-hellerlecht@lwl.org oder auch postalisch an das LWL-Museum Hellerlecht, Krummes Haus, 32760 Detmold.

Pressekontakt

Lisa-Marie Möllering, LWL-Museum Hellerlecht, Westfälisches Landesmuseum für Kultur und Geschichte, Tel. 05231/706-110 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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