30.07.26 | Psychiatrie Schnelle Hilfe ohne Termin
Psychiatrische Notfallambulanz in Lippstadt etabliert sich als wichtige Anlaufstelle
Das Team der Psychiatrischen Notfallambulanz in der LWL-Klinik Lippstadt: (v.l.) Dominik Minkus (Oberarzt), Angelika Nachtegaal (Pflegerische Leitung), Nelli Lod (MFA) und Martina Rademacher (MFA).
Foto: LWL/Birgit Sturm
Wenn Menschen in eine akute psychische Krise geraten, zählt vor allem eines: schnelle Hilfe. Genau dafür ist die Psychiatrische Notfallambulanz der LWL-Klinik Lippstadt da. Seit November 2024 bietet sie am Standort Benninghausen Unterstützung für Menschen in akuten psychischen Krisen - ohne vorherige Terminabstimmung. Nach rund eineinhalb Jahren hat sich das Angebot etabliert und wird stark nachgefragt.
Der Zugang ist bewusst einfach: vorbeikommen, Krankenkassenkarte vorlegen, ins Gespräch kommen. Geöffnet ist die Ambulanz montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr (Haus 15, Im Hofholz 6, Lippstadt-Benninghausen). Nach einer kurzen Anmeldung erfolgt eine fachliche Ersteinschätzung in geschützter Atmosphäre.
"Der erste Schritt kostet viel Überwindung", sagt Oberarzt Dominik Minkus, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. "Viele kommen stark angespannt. Im Gespräch gelingt es oft, diese Anspannung zu reduzieren, die Situation zu ordnen - und die meisten gehen mit spürbarer Erleichterung nach Hause."
Das Angebot richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren und umfasst ein breites Spektrum - von Angststörungen und Depressionen über akute Belastungsreaktionen bis hin zu psychotischen Krisen. Menschen mit vorrangigen Suchterkrankungen werden gezielt an spezialisierte Angebote innerhalb der Klinik weitergeleitet.
Die Notfallambulanz unterstützt in akuten Situationen durch Stabilisierung und gibt klare Orientierung für die weitere Behandlung. "Wir klären schnell, was aktuell gebraucht wird und leiten die nächsten Schritte ein", so Minkus. Durch die enge Anbindung an die Klinik können weiterführende Angebote direkt organisiert werden - von ambulanter Behandlung bis hin zu einer stationären Aufnahme, wenn sie erforderlich ist.
"Empathie ist die wichtigste Grundlage unserer Arbeit", betont die pflegerische Leitung Angelika Nachtegaal. "Wir hören zu, nehmen ernst und handeln direkt - das macht für viele den entscheidenden Unterschied."
Die bisherigen Erfahrungen zeigen den hohen Bedarf: Viele Patient:innen berichten von langen Wartezeiten im regulären Versorgungssystem. Die Notfallambulanz schließt hier eine wichtige Versorgungslücke, indem sie noch am selben Tag eine fachliche Einschätzung und konkrete Unterstützung bietet.
Die Botschaft des Teams ist klar: Hilfe ist ohne große Hürden erreichbar. Einfach vorbeikommen - eine Krankenkassenkarte genügt.
Weitere Informationen sowie alle Kontaktdaten der Psychiatrischen Notfallambulanz unter: https://www.lwl-klinik-lippstadt.de
Pressekontakt
Stephanie Dreps, LWL-Klinik Warstein, Tel.: 02945 981-5080 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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