28.07.26 | Kultur LWL will "Grünes Klassenzimmer"
auf der Zeche Hannover einrichten
Das LWL-Museum Zeche Hannover mit Maschinenhalle, Malakowturm und Lüftergebäude.
Foto: LWL / Achim Bednorz
Als Standort für das "Grüne Klassenzimmer" ist der Bereich hinter dem Lüftergebäude vorgesehen. Das dort befindliche Mobilheim, das der Förderverein Zeche Hannover für vereinsinterne Treffen nutzt, muss dafür weichen. Der LWL hat dem Verein deshalb die Kündigung ausgesprochen und ihn aufgefordert, das Gebäude bis Ende Oktober zu entfernen, um nach Saisonschluss mit den erforderlichen Vorarbeiten beginnen zu können.
Der LWL hatte dem Förderverein bereits im Sommer letzten Jahres mitgeteilt, dass das Vereinsheim perspektivisch weichen muss. Alternativ wurde dem Vorstand angeboten, für interne Treffen künftig nach Absprache einen Museumsraum zu nutzen. Platz für eine eigene Unterkunft auf dem Gelände kann der LWL aber nicht mehr zur Verfügung stellen.
"Wir wollen das Museum weiterentwickeln und planen einen Ganzjahresbetrieb mit zukunftsfähiger Ausrichtung und Ausstattung. Die Zeche Hannover soll noch mehr zu einem Ausflugsziel werden, einem Ort zum Lernen für Kinder und Jugendliche, zum Ausprobieren, aber auch zum Wohlführen und zum gemeinsamen Erleben. Hierfür braucht es auch Veränderungen auf dem Museumsgelände", erklärte Dr. Kirsten Baumann, Direktorin der LWL-Museen für Industriekultur.
Als Standort für das "Grüne Kassenzimmer" ist der Bereich zwischen Lüftergebäude und Streuobstwiese nach den Worten von Museumsleiterin Carolin Freitag am besten geeignet: "Nur dort gibt es die notwendige Infrastruktur wie Wasser- und Stromanschluss, die Toiletten sind in der Nähe, und mit der Öffnung der Mauer zur benachbarten Streuobstwiese sind wir direkt in der Natur." Für die inhaltliche Ausarbeitung von entsprechenden Programmen will das Museum mit der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet zusammenarbeiten, mit der bereits seit Jahren eine enge Kooperation besteht. Perspektivisch will der LWL das gesamte Gelände außerhalb der Mauern in den Museumsbetrieb mit einbeziehen.
Für den Fall, dass der Verein die Entfernung oder Umsetzung des Mobilheims nicht aus eigener Kraft stemmen kann, hat das Museum seine Unterstützung zugesagt. Erneuert hat der LWL außerdem das Angebot, den Verein so weit gewünscht bei der Suche nach einem neuen Standort zu helfen.
"Der Förderverein hat während der Aufbaujahre des Museums wertvolle Unterstützung geleistet. Als der Landschaftsverband Westfalen-Lippe vor 25 Jahren hier die Zeche Knirps gebaut hat, haben uns ehemalige Bergleute aus dem Verein mit Knowhow und Tatkraft unterstützt, dafür sind wir nach wie vor sehr dankbar", so Dr. Kirsten Baumann. "Deshalb helfen wir, wo wir können. Aber grundsätzlich sind wir der Meinung, dass internes Vereinsleben und Museumsbetrieb getrennt werden sollten, so wie es auch in unseren anderen Museen üblich ist", so Baumann.
Pressekontakt
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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