23.07.26 | Maßregelvollzug Forensik-Beirat Eickelborn wählt Alexander Tschense zum Vorsitzenden
LWL-Direktor dankt Beiratsmitgliedern für ehrenamtliche Arbeit
Dem frisch gewählten Vorsitzenden des Eickelborner Forensik-Beirats, Bürgermeister Alexander Tschense (5.v.l.), und seinem Stellvertreter Antonius Schütte gratulierte LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann (3.v.l.) gemeinsam mit dem Führungstrio des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt und einer Vertreterin der LWL-Maßregelvollzugsabteilung.
Foto: LWL/Schufi
"Hier in Eickelborn gab es einen der ersten Beiräte bundesweit, um die lokale Bevölkerung stärker einzubinden", sagte Lunemann. Somit sei der Eickelborner Beirat quasi ein Trendsetter und immer noch sehr wichtig für den konstruktiven Austausch zwischen 'Drinnen' und 'Draußen'. Lunemann dankte den Beiratsmitgliedern für ihren ehrenamtlichen Einsatz in einem oft kontroversen Themenfeld und sagte zu, dass der LWL sie weiterhin transparent informieren werde. Der Beirat tagt mindestens zweimal im Jahr und berät die Klinikleitung bei aktuellen Fragen aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit.
Näher beschäftigen will sich der Beirat künftig mit den Sicherheitskonzepten und den einzelnen Therapieangeboten der Klinik, wie etwa der Arbeitstherapie oder der tiergestützten Therapie. Ein besonderes Augenmerk soll auf den Veränderungen in der Zuweisung von Patientengruppen liegen und den Umstrukturierungen, die sich daraus ergeben. "Aktuell sind wir aufgrund diverser Entlastungsmaßnahmen zuversichtlich, dass die Durchschnittzahl von 335 Untergebrachten dieses Jahr weitestgehend eingehalten werden kann", hielt der Ärztliche Direktor Bernd Wallenstein eine gute Nachricht für die Beiratsmitglieder bereit. Da die Hälfte der Mitglieder neu hinzugekommen ist, soll in der nächsten Sitzung zunächst eine Besichtigung der Klinik stattfinden.
Der Beirat repräsentiert ein breites Spektrum gesellschaftlicher Gruppen aus dem Umfeld der Klinik: So sind die Ortsteile Eickelborn, Benninghausen und Lohe jeweils mit ihrem Ortsvorsteher vertreten, ebenso wie die politischen Fraktionen im Rat der Stadt Lippstadt. Diese entsendet neben ihrem Bürgermeister auch die Leiterin des Fachbereichs Familie Schule und Soziales, Iris Faulhaber. Auch die Sicht der Medien und der Gewerkschaften ist im Beirat repräsentiert. Außerdem entsenden die Polizei, die Justiz, die Feuerwehr Vertretungen in den Beirat. Pfarrer Christian Laws vertritt den katholischen St. Pius-Verbund, Christiane Eickerling die Kindergärten und Maria Eberth die Perspektive der Nachbarschaft. Auch Rainer Ziebeil von der Bürgerinitiave "Sicherheit vor Therapie" ist dabei, ebenso wie Julia Knese-Paschert als Vertreterin der ortsansässigen Vereine.
Die Beiratsmitglieder werden zur Hälfte vom Rat der Stadt Lippstadt und vom LWL vorgeschlagen, berufen werden sie vom Direktor des LWL, der auch die Funktion der unteren staatlichen Maßregelvollzugsbehörde innehat. Der Beirat ist für fünf Jahre im Amt - parallel zur Kommunalwahlperiode.
Das LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt bietet im Jahresdurchschnitt 335 Plätze für psychisch kranke Straftäterinnen und Straftäter, die aufgrund ihrer Erkrankung straffällig geworden sind und vom Gericht zur Behandlung und Sicherung in den Maßregelvollzug eingewiesen wurden. Als einzige Einrichtung in Westfalen-Lippe bietet die Klinik auch forensisch-psychiatrische Behandlungsplätze für Frauen. Träger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).
Achtung Redaktionen:
Im Anhang finden Sie die vollständige Liste der Beiratsmitglieder. Das Foto stellen wir Ihnen gerne für Ihre Berichterstattung zur Verfügung. Bitte geben Sie als Bildquelle LWL/Schufi an.
Pressekontakt
Petra Schulte-Fischedick, LWL-Maßregelvollzug, Telefon: 0231 4503-4100 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt - Eickelborn
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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