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17.07.26 | Kultur Dobergmuseum in Bünde wird zum LWL-Museum für Erdgeschichte

Neuausrichtung stärkt Forschung, Bildung und Sichtbarkeit

Das bisherige "Dobergmuseum - Geologisches Museum Ostwestfalen-Lippe" trägt künftig den Namen "LWL-Museum für Erdgeschichte, Westfälisches Landesmuseum I Bünde".<br>Foto: LWL/Steinweg

Das bisherige "Dobergmuseum - Geologisches Museum Ostwestfalen-Lippe" trägt künftig den Namen "LWL-Museum für Erdgeschichte, Westfälisches Landesmuseum I Bünde".
Foto: LWL/Steinweg
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Münster/Bünde (lwl). Das bisherige "Dobergmuseum - Geologisches Museum Ostwestfalen-Lippe" trägt künftig den Namen "LWL-Museum für Erdgeschichte, Westfälisches Landesmuseum I Bünde". Das haben am Freitag (17.7.) die Abgeordneten im Landschaftsausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster beschlossen.

Seit der Übernahme des Museums als neue Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde in Münster im September 2025 wird das Haus inhaltlich, wissenschaftlich und kommunikativ neu ausgerichtet. "Die Umbenennung markiert damit einen wichtigen Entwicklungsschritt: Sie steht für ein erweitertes Selbstverständnis, neue Arbeitsweisen und ein zeitgemäßes öffentliches Auftreten. Ziel ist es, neue Besuchergruppen zu gewinnen, das Publikum insgesamt zu erweitern und die Bedeutung des Museums als Ort wissenschaftlicher Forschung, Vermittlung und Bildung weiter zu stärken", so Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL.

Mehr Forschung, mehr Kooperationen, neue Ausstellungen
Wie sieht die Weiterentwicklung aus? Künftig wird die wissenschaftliche Forschung eine noch bedeutendere Rolle spielen. "Insbesondere Drittmittelprojekte sowie Kooperationen mit wissenschaftlichen Partnern, wie etwa der Universität Münster, sollen ausgebaut werden", so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: "Die Ergebnisse dieser Forschungen fließen in neue Sonder- und Dauerausstellungen ein. Zugleich wird das Museum seine Rolle als außerschulischer Lernort deutlich stärken. Es richtet sich an Menschen aller Alters- und Gesellschaftsgruppen und plant eine engere Verzahnung seiner Ausstellungen mit schulischen Lehrplänen. Der neue Name unterstützt diese Öffnung und macht den Bildungsauftrag des Hauses klar erkennbar."

"Der neue Name LWL-Museum für Erdgeschichte ist prägnant, verständlich und benennt den inhaltlichen Schwerpunkt des Museums eindeutig. Er fügt sich schlüssig in die Systematik der LWL-Museen ein und ist mit zukünftigen Ausstellungen, Forschungsprojekten, Vortragsreihen und Kooperationen verträglich." sagt Museumsleiter Dr. Marco Schade.

Wie bei anderen als Außenstellen organisierten LWL-Museen wurde auf die Nennung des jeweiligen Mutterhauses im Titel verzichtet. So soll eine klare regionale Markenbildung ermöglicht werden. Schade erklärt: "Der regionale Bezug bleibt erhalten. Der Standort in Bünde weist eine enge Verbindung zum Doberg als international bedeutende Fossillagerstätte des Oligozäns auf und die gewachsene historische und wissenschaftliche Verankerung in Ostwestfalen-Lippe ist auch weiterhin von großer Bedeutung." Sie bleiben zentrale Bestandteile der Museumsarbeit. Gleichzeitig trägt der neue Name der tatsächlichen inhaltlichen Breite der Sammlung und Ausstellung Rechnung, die bereits heute über den Doberg hinaus die Erdgeschichte der Region abbilden.

Der Begriff "Erdgeschichte" bildet eine Klammer: Er umfasst die Entwicklungen der Erde und des Lebens, beschreibt sowohl geologische wie auch evolutionäre Prozesse und sich wandelnde Umweltbedingungen von der Entstehung des Planeten bis zur Gegenwart. Als fachlich etablierter und schulisch breit anschlussfähiger Begriff stärkt er die Ansprache von Schulen und jungen Museumsgästen.

Eintritt: Kinder frei, Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 4 Euro
Ort: LWL-Museum für Erdgeschichte, Fünfhausenstraße 12, 32257 Bünde
Öffnungszeiten: Dienstag-Freitag: 14-18 Uhr, Samstag und Sonntag: 11-18 Uhr
Parken: Kostenlose (öffentliche) Parkplätze "Wittekindstraße" sowie "Parkplatz an der Laurentiuskirche" vorhanden.

Pressekontakt

Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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