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17.07.26 | Kultur Geschichte wird lebendig

Neue Veranstaltung im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Die Werkstätten des Museums sind am letzten Juli-Wochenende Schauplatz für die historisch gekleideten Living-History-Darsteller:innen.<br>Foto: LWL/Marie Hangebrauck

Die Werkstätten des Museums sind am letzten Juli-Wochenende Schauplatz für die historisch gekleideten Living-History-Darsteller:innen.
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Hagen (lwl). Das Freilichtmuseum Hagen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Samstat und Sonntag (25./26.7.) von 11 bis 17 Uhr dazu ein, das "Handwerk durch die Epochen" - vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert - zu entdecken. Besucher:innen können bei einer Reise in die Vergangenheit die Entwicklung unterschiedlicher historischer Handwerke nachvorfolgen. Was unterscheidet den schreibenden Mönch des Mittelalters vom Drucker des 19. Jahrhunderts? Und was war die Bildzeitung des Barock? 

Etwa 25 historische Darsteller:innen aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien geben an diesem Wochenende Einblicke in das Leben und Arbeiten unterschiedlicher vergangener Zeiten. Die Teilnehmer:innen betreiben sogenanntes Living History. Bei diesem besonderen Hobby rekonstruieren Geschichtsbegeisterte Kleidung, Werkzeuge, Möbel und andere Alltagsgegenstände aus der Geschichte. Diese Dinge sollen jedoch nicht nur neugierige Blicke auf sich ziehen, sondern auch zum Nachfragen einladen. Die "Gebrüder Zinngießer" des 15. Jahrhunderts zeigen beispielsweise nicht nur, wie Abzeichen im Mittelalter entstanden, sondern auch, welche humorvollen und sogar anzüglichen Motive damals verbreitet waren.

Neben den Gesprächen an den Zelten und Ständen können Besucher:innen auch selbst historisches Handwerk ausprobieren. Denn wer zuvor das Pergament des mittelalterlichen Mönchs in den Händen hielt, bemerkt beim Papierschöpfen direkt die feinen Unterschiede im Material. Umgeben von den historischen Werkstätten des Museums erleben die Besucher:innen im Mäckingerbachtal den Wert von vergangener Handarbeit mit allen Sinnen.

Ein Höhepunkt ist das Angebot des Künstlers und Schmied Holger Küper aus Münster. Nach Anmeldung über die Museumswebsite können Interessierte bei ihm eine eigene kleine Schwertklinge schmieden. Küper reiste mehrere Jahre lang mit seinem Projekt "Sternenglut" durch Deutschland, um aus gesammeltem Erz in einem Rennofen Eisen zu schmelzen. Anschließend schmiedete er dieses in Handarbeit zu einem Schwert.

"Dank der engagierten Darsteller:innen gewinnen unsere Besucher:innen einen neuen Blick auf die bekannten und beliebten Handwerke des Museums: lebendige Geschichte, die im Gedächtnis bleibt", so Museumsdirektorin Dr. Bärbel Maul.

Die Darsteller:innen rekonstruieren nicht nur Kleidung, sondern auch historische Alltagsgegenstände. Hier: Ein Bauchladen mit Einblattdrucken.<br>Foto: LWL/Marie Hangebrauck

Die Darsteller:innen rekonstruieren nicht nur Kleidung, sondern auch historische Alltagsgegenstände. Hier: Ein Bauchladen mit Einblattdrucken.
Foto: LWL/Marie Hangebrauck

Pressekontakt

Marie Hangebrauck, LWL-Freilichtmuseum Hagen, Telefon: 02331 7807113 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

LWL-Freilichtmuseum Hagen

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Mäckingerbach
58091 Hagen-Selbecke Karte und Routenplaner

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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