10.07.26 | Kultur Die Dampfmaschine kommt
Größtes Objekt der neuen Dauerausstellung landet im LWL-Preußenmuseum Minden
Bald in Minden zu sehen: Die Dampfmaschine der Firma Weise und Monski.
Foto: Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin
Achtung Redaktionen: Wenn Sie dabei sein wollen, können Sie den milimetergerechten Einbau der Maschine gern am 15.7. ab 13 Uhr im LWL-Preußenmuseum begleiten. Anmeldung unter presse@lwl.org
Warum eine Dampfmaschine in einer Preußenausstellung? Die Dampfmaschine revolutionierte seit dem 18. Jahrhundert alle menschlichen Lebensbereiche. Auch in Preußen. Sie beschleunigte Produktionsabläufe in den Fabriken und erweiterte die Reisemöglichkeiten: dampfbetriebene Eisenbahnen veränderten den Transport von Waren und Menschen. Die Dampfmaschine steht daher beispielhaft für große gesellschaftliche Veränderungsprozesse, die es in Preußen auch durch die technische Revolution der Industrialisierung gab.
Gebaut wurde sie von der Firma Weise und Monski zwischen 1926 und 1928. Die 1872 gegründete Firma gehörte zu den bedeutenden deutschen Maschinenbauunternehmen. Aus Stahl, Eisen und Messing entstanden Maschinen für unterschiedliche Zwecke. Geliefert wurde an Steinkohlebergwerke, Zuckerfabriken oder Bergbahnen. Abnehmer für Dampfmaschinen von Weise und Monski waren Fabriken von Eslohe bis Kopenhagen. Ein Modell ging an die Weltausstellung in Paris 1878.
Die Maschine, die ins LWL-Preußenmuseum einzieht, stammt aus einem Berliner Wasserwerk. Vermutlich wurde sie genutzt um Pumpen anzutreiben. Sie ist 2,13 Meter mal 1,44 Meter lang und etwa 1,55 Meter hoch. Sie wiegt fast eine Tonne. Aufgrund von Gewicht und Größe müssen Transport und Einbau der Dampfmaschine genau abgestimmt werden. Involviert sind ein speziell für dieses Gewicht geeigneter Transporter und ein Kran.
Sobald der Umzug geglückt ist heißt es noch ein bisschen warten. Wer möchte kann die Dampfmaschine dann ab dem 19. September selbst in der Ausstellung "Potzblitz Preußen" besuchen. Die neue Dauerausstellung erzählt preußische Geschichte jenseits von bekannten Stereotypen und Klischees. Sie zeigt in 17 Themenräumen Einblicke in 400 Jahre preußische Geschichte - von der preußischen Schule bis zu Orden und Militär.
Weitere Informationen
https://www.lwl-preussenmuseum.de
Pressekontakt
Hannah Meisinger, LWL-Preußenmuseum Minden, Telefon 0571 83728-34, hannah.meisinger@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung