09.07.26 | Psychiatrie "Jeder Tag ein Sieg"
Ehemaligentreffen im LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen
Das Team des LWL-RSW, v. l.: Sabrina Hillebrand, Janine Dohle, Gabriele Buhl, Margarita Knelsen, Tamara Jelezki, Simone Schleuter, Irina Gerhardt, Valentin Iudakin, Sonja Richter, Dr. Christian Enders, Dr. Angelika Schelte, Marina Zuppa, Detlev Dülberg, Annabell Risse, Barbara Menk, Christine Enste, Manuela Kretzschmar.
Foto: LWL/Stephanie Dreps
Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen der Ehemaligen und ihr Austausch über den Weg nach der Therapie. Im Rehabilitationszentrum werden Menschen mit Suchterkrankungen behandelt - eine Erkrankung, die Millionen Menschen betrifft und weitreichende Folgen für Gesundheit, Familie und das soziale Umfeld hat.
Offen berichteten die Ehemaligen, wie herausfordernd der Einstieg in ein suchtmittelfreies Leben war und was ihnen Stabilität gibt. Genannt wurden vor allem verlässliche Beziehungen, die Unterstützung durch Partnerin oder Partner und Familie sowie die Selbsthilfearbeit.
Viele betonten zudem, wie wichtig der Kontakt zur Klinik geblieben ist - etwa durch regelmäßige Gespräche mit ihren Therapeut:innen. Ein ehemaliger Rehabilitand machte deutlich, dass er seine Suchterkrankung lange nicht erkannt habe. Erst durch die Langzeit-Reha habe sich seine Perspektive verändert. Heute sei für ihn klar: Alles, was jetzt kommt, ist besser als das, was früher war.
Manuela Kretzschmar, Therapeutische Leitung des RSW, betonte in ihrer Ansprache: "Sie haben Krisen mit wachem Geist überstanden. Sie sind der Grund, für den wir diese Arbeit leisten." Aber auch ein stiller Moment hatte seinen Platz: Gedacht wurde derjenigen, die an den Folgen ihrer Suchterkrankung verstorben sind. Gemeinsam mit Dr. Angelika Schelte, Oberärztin im Zentrum für Suchtmedizin der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein, würdigte sie Christine Enste, ehemalige Therapeutische Leitung. Seit 47 Jahren für den LWL tätig, stehe sie für besonderes Engagement und große Nähe zu den Menschen.
Ein Höhepunkt war die Ehrung langjähriger Abstinenz unter dem Motto "Jeder Tag ein Sieg", die Ausdauer und persönliche Entwicklung über viele Jahre hinweg würdigt - mit einer Abstinenzzeit von bis zu 45 Jahren.
Ehrung unter dem Motto "Jeder Tag ein Sieg" - Mitarbeitende des LWL-Rehabilitationszentrums Südwestfalen, v. l.: Anna Przydatek, Joanna Braun, Christine Enste, Detlev Dülberg und eine Teilnehmerin des Ehemaligentreffens.
Foto: LWL/Stephanie Dreps
Pressekontakt
Stephanie Dreps, LWL-Klinik Warstein, Tel.: 02945 981-5080
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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