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09.07.26 | Kultur Achtung Redaktion: Frei ab Donnerstag, 9. Juli

"überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen": Paläontologische Landesausstellung im LWL-Museum für Naturkunde eröffnet

Die Paläontologische Landesausstellung "überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen" ist ab dem 10. Juli im LWL-Museum für Naturkunde zu sehen.<br>Foto: LWL/Steinweg

Die Paläontologische Landesausstellung "überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen" ist ab dem 10. Juli im LWL-Museum für Naturkunde zu sehen.
Foto: LWL/Steinweg
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Westfalen (lwl). Der größte Raubsaurier Mitteleuropas, Meeresreptilien, Baumriesen und winzige Säugetiere - sie alle sind in Nordrhein-Westfalen fossil belegt. Ab Freitag (10.7.) sind sie in der neuen Ausstellung "überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen" im LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu sehen.

Über 1.800 Ausstellungsobjekte auf 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigen die Vielfalt urzeitlichen Lebens im heutigen Nordrhein-Westfalen. Fossilien, Rekonstruktionen und multimediale Stationen vermitteln anschaulich, wie sich die Pflanzen- und Tierwelt über einen Zeitraum von Millionen von Jahren verändert hat. Die Ausstellung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wird bis zum 5. September 2027 in Münster gezeigt.

Vom Ordovizium bis in die Oberkreide
Die Ausstellungsbesuchenden reisen in die Welt der Saurier und Dinosaurier, durch alle Erdzeitalter, sie starten vor 485 Millionen Jahren und kommen der Gegenwart 66 Millionen Jahre nah. Sie entdecken gigantische Pflanzenfresser, schnelle Räuber und bizarre Pflanzen in ihren Lebenswelten. Die Zeitreise führt zum ältesten Plesiosaurier, in exotische Lebensräume wie die devonischen Riffe des Rheinischen Schiefergebirges, die karbonischen Kohlensumpfwälder des Ruhrgebietes sowie die Flachmeere des jurassischen Wiehengebirges und des kreidezeitlichen Münsterlandes. Die Besuchenden erleben die ältesten vollständig erhaltenen Fluginsekten, Dinosaurier und den größten Ammoniten der Welt.

"Überleben" ist die zweite von drei Ausstellungen im Rahmen der Paläontologischen Landesausstellung Nordrhein-Westfalen - initiiert und gefördert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Dafür hat das Land Nordrhein-Westfalen für die Ausstellung in Münster 500.000 Euro bereitgestellt.

"Die Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen ist mehr als ein Blick zurück. Werden Sie selbst Teil der Entdeckung: Folgen Sie den Spuren, sehen Sie genau hin, entdecken Sie Hinweise, deuten Formen, verbinden Fragmente - Sie werden zum Fossilien-Detektiv! Finden Sie heraus, wie Wissenschaft vergangene Welten wieder sichtbar macht", sagte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, am Donnerstag (9.7.).

Zu sehen sind unter anderem die Originalknochen von "Westphaliasaurus simonsensii", einem rund 190 Millionen Jahre alten langhalsigen Plesiosaurier aus dem Kreis Höxter. Er ist einer der größten bekannten Raubsaurier Mitteleuropas. Ergänzend werden eine Skelettrekonstruktion und ein Lebendmodell im Maßstab 1:1 des "Westphaliasaurus" gezeigt. Beide machen sichtbar, wie das etwa vier Meter lange Meerestier einst ausgesehen haben könnte - wissenschaftlich rekonstruiert auf Grundlage digital erfasster Fossilien und verwandter Arten.

"Mit der Ausstellung machen wir faszinierende 420 Millionen Jahre Naturgeschichte sichtbar. In einer Dreiviertelstunde Ausstellungsbesuch könnten Sie pro Minute 10 Millionen Jahre an sich vorbeiziehen lassen - von den Dinosauriern bis zu den Spuren einer Welt, die lange vor dem Menschen existierte. Das LWL-Museum für Naturkunde zeigt dabei nicht nur bedeutende Fossilien, sondern schafft auch neue Zugänge und vermittelt Wissen für alle Generationen. Zugleich eröffnet es neue Perspektiven auf die Geschichte unseres Planeten", so Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL. "Also: bringen Sie ein wenig Zeit mit ins Museum."

Das Museum setzt mit dieser Ausstellung sein umfassendes inklusives Vermittlungsangebot um. Dazu gehören ein taktiles Bodenleitsystem sowie ein taktiler Orientierungsplan der Ausstellung. An elf Stationen ermöglichen Tastobjekte und taktile Grafiken, ergänzt durch Braille und Profilschrift, einen sinnlichen Zugang zu ausgewählten Inhalten. Der Audioguide bietet Audiodeskription in deutscher Sprache; die "Highlight-Tour" ist zudem in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Einhandhörer mit Ringschleifenverstärker sowie Filme mit Untertiteln erweitern das barrierearme Angebot und machen die Ausstellung für unterschiedliche Besuchergruppen besser zugänglich.

LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, die die Idee für die Paläontologische Landesausstellung gemeinsam mit Ministerin Scharrenbach entwickelte: "Nordrhein-Westfalen birgt Fossilien von Weltrang - und viele Menschen wissen das gar nicht. In der Landesausstellung begegnen sie dem ältesten Plesiosaurier der Welt, den bislang einzigen Vertreter seiner Gruppe aus der Trias, den ältesten Fluginsekten der Welt aus dem Karbon und erleben im Paläoaquarium eine faszinierende Reise in die prähistorischen Meere. Diese außergewöhnlichen Funde zeigen, welche Schätze unser Boden bewahrt. Das LWL-Museum für Naturkunde sorgt dafür, dass sie gesichert, wissenschaftlich erforscht und für alle Menschen erlebbar werden." Genau dieses Zusammenspiel von Bodendenkmalpflege, Forschung und Vermittlung mache die Ausstellung so besonders. Denn die Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des kulturellen und natürlichen Erbes gehöre zu den zentralen Aufgaben des LWL.

Originalfossilien und lebensechte Rekonstruktionen
Eine Ammonitenwand lenkt den Blick auch auf Funde aus der Nähe von Münster. Im Mittelpunkt dieses Ausstellungsbereiches steht "Parapuzosia seppenradensis" aus Lüdinghausen-Seppenrade (Kreis Coesfeld) - der weltweit größte bekannte Riesenammonit. Das mehrere Tonnen schwere Originalfossil kann wegen der Baustelle im alten Museumsfoyer derzeit nicht gezeigt werden. Stattdessen macht ein spektakuläres Lebendmodell den Fund anschaulich.

Unmittelbar dahinter lädt nämlich ein digitales, immersives "Paläoaquarium" zum virtuellen Eintauchen ein. Es gehört zu den Höhepunkten der Ausstellung. Darin sind unter anderem urzeitliche Meeresreptilien, riesige Knochenfische und eben auch der Riesenammonit schwimmend und in Lebensgröße zu sehen.

"Wir freuen uns sehr, dass mit dieser modernen Ausstellung endlich die Dinosaurier und all die anderen einzigartigen Fossilien bei uns zurück im Museum sind. Die Ausstellungsfläche wurde rundum erneuert und ist nicht wiederzuerkennen. Sie ist gespickt mit Höhepunkten aus unseren Forschungsgrabungen", sagte Prof. Dr. Jan Ole Kriegs, Museumsdirektor im LWL-Museum für Naturkunde.

Kinder und Familienangebote
Über zweieinhalb Jahre haben die beiden Kurator:innen Lisa Wong und Frithjof Malte Leopold die Ausstellung vorbereitet. Neben den Fossilien und Rekonstruktionen legten sie dabei auch einen besonderen Schwerpunkt auf Angebote für Kinder und Familien. Junge Besucher:innen können einer "Entdeckerspur" folgen oder auf "Zeitreise" gehen. Kurze kindgerechte Texte begleiten die Stationen und vermitteln Inhalte. Außerdem können die Kinder selbst zu Fossilforschenden werden und Fundstücke ausgraben.

Digitale Angebote begleiten den Ausstellungsbesuch. Über eine Smartphone-App stehen Audioguides in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Neben einer "Highlighttour" geben "Fokustouren" detailliertere Einblicke in die Themen Evolution, Bodendenkmalpflege und die Arbeit hinter den Kulissen der Ausstellung.

Begleitprogramm
Das Begleitprogramm richtet sich an Menschen aller Altersstrukturen, egal ob mit oder ohne Behinderung, sowie an Schulen und Gruppen. Workshops, Vorträge, Aktionstage und öffentliche Führungen bieten zudem Abwechslung. Besonders hervorzuheben ist die interaktive Rallye-App "überLeben - 3 Museen 1 Reise" mit der Besuchende in Münster, aber auch in den Partnermuseen spielerisch mit dem neugierigen Alien "Gidluk" die Erdgeschichte mittels Rätsel- und Spiel-Stationen entdecken können.

Förderer der Ausstellung
Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung gefördert. Es ist Teil des Kulturprogramms zum Jubiläum "1250 Jahre Westfalen", das 2025 unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gefeiert wurde und ins Jahr 2026 hineinwirkt. Im Fokus der Stiftung stehen Projekte mit überörtlicher Ausrichtung, Netzwerkcharakter und Leuchtturmprojekte.

Die Ausstellung wird außerdem von der Sparkasse Münsterland Ost gefördert. Mit ihrer Unterstützung für das Paläoaquarium trägt die Sparkasse dazu bei, moderne Wissensvermittlung anschaulich und erlebbar zu.

Drei Museen, drei Ausstellungen
Die Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen ist ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Ruhr Museums in Essen, des LWL-Museums für Naturkunde in Münster und des Lippischen Landesmuseums Detmold. Initiiert und gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Von April 2026 bis September 2027 erzählen die drei Häuser in unterschiedlichen Ausstellungen vom Wandel des Lebens über gewaltige Zeiträume hinweg - von urzeitlichen Pflanzenwelten über Dinosaurier bis zu den Tieren der Eiszeit.

Jede Ausstellung beleuchtet eine spezifische erdgeschichtliche Epoche - aber immer geht es um das "Überleben". Dabei werden sowohl das Überleben in den verschiedenen Erdzeitaltern als auch die Artenvielfalt der in der jeweiligen Zeit lebenden Pflanzen, Tieren und später auch Menschen betrachtet. Höhepunkte der jeweiligen Ausstellungen sind der westfälische Raubsaurier im LWL-Museum für Naturkunde in Münster, der Wal von Kervenheim im Lippischen Landesmuseum Detmold und der Schädel des Halterner Mammuts im Ruhr Museum in Essen.


Weitere Infos: http://www.landesausstellung.nrw und http://www.landesausstellung-muenster.lwl.org
Tickets: http://www.tickets.lwl.org
Rallye-App: http://www.wonderl.ink/@ueberleben
Audioguide-App: http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de/de/ausstellungen/app/

LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum für Naturkunde
Sentruper Str. 285
48161 Münster

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag (und an Feiertagen) von 9 bis 18 Uhr
Eintritt: 9 Euro Erwachsene, Minderjährige unter 18 Jahre haben freien Eintritt.

Skelette, Fossilien und Modelle zeigen die Vielfalt vergangener Lebenswelten an Land und im Wasser.<br>Foto: LWL/Steinweg

Skelette, Fossilien und Modelle zeigen die Vielfalt vergangener Lebenswelten an Land und im Wasser.
Foto: LWL/Steinweg

Der Wiehenvenator im Blickpunkt: Das Skelett des Raubsauriers ist eines der eindrucksvollen Exponate in der Paläontologischen Landesausstellung.<br>Foto: LWL/Steinweg

Der Wiehenvenator im Blickpunkt: Das Skelett des Raubsauriers ist eines der eindrucksvollen Exponate in der Paläontologischen Landesausstellung.
Foto: LWL/Steinweg

von rechts: Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL, und LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, zusammen mit Kuratorin Lisa Wong und Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Ole Kriegs vor den beindruckenden Westphaliasaurus-Fossilien, Skeletten und Modellen.<br>Foto: LWL/Steinweg

von rechts: Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL, und LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, zusammen mit Kuratorin Lisa Wong und Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Ole Kriegs vor den beindruckenden Westphaliasaurus-Fossilien, Skeletten und Modellen.
Foto: LWL/Steinweg

Medienstationen geben Einblicke in frühe Lebensformen und ihre Entwicklung und zeigen Schätze aus seltenen Schichten. <br>Foto: LWL/Steinweg

Medienstationen geben Einblicke in frühe Lebensformen und ihre Entwicklung und zeigen Schätze aus seltenen Schichten.
Foto: LWL/Steinweg

Erstmals in einer Ausstellung des Naturkundemuseums gibt es ein taktiles Bodenleitsystem, welches durch die Ausstellung führt.<br>Foto: LWL/Steinweg

Erstmals in einer Ausstellung des Naturkundemuseums gibt es ein taktiles Bodenleitsystem, welches durch die Ausstellung führt.
Foto: LWL/Steinweg

Die Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen zeigt auch Meeresbewohner, wie den Riesenammoniten.<br>Foto: LWL/Steinweg

Die Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen zeigt auch Meeresbewohner, wie den Riesenammoniten.
Foto: LWL/Steinweg

Ein besonderes Erlebnis ist das "Paläoaquarium": eine 13 mal 4 Meter große Projektion einer jurassischen Unterwasserwelt in der Besucher:innen unter anderem dem Peloneustes, einem ausgestorbenen Meeresreptil, begegnen können.<br>Grafik: Die Infografen

Ein besonderes Erlebnis ist das "Paläoaquarium": eine 13 mal 4 Meter große Projektion einer jurassischen Unterwasserwelt in der Besucher:innen unter anderem dem Peloneustes, einem ausgestorbenen Meeresreptil, begegnen können.
Grafik: Die Infografen

Vom Fossil zur Lebenswelt: Neben dem erhaltenen Abdruck eines Schuppenbaums zeigt die Ausstellung eine Rekonstruktion der urzeitlichen Pflanze.<br>Foto: LWL/Steinweg

Vom Fossil zur Lebenswelt: Neben dem erhaltenen Abdruck eines Schuppenbaums zeigt die Ausstellung eine Rekonstruktion der urzeitlichen Pflanze.
Foto: LWL/Steinweg

Die Kurator:innen (v. re.) Lisa Wong und Frithjof Malte Leopold haben zusammen mit Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Ole Kriegs das Konzept für die Ausstellung entwickelt.<br>Foto: LWL/Steinweg

Die Kurator:innen (v. re.) Lisa Wong und Frithjof Malte Leopold haben zusammen mit Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Ole Kriegs das Konzept für die Ausstellung entwickelt.
Foto: LWL/Steinweg

Mit dem Smartphone auf Entdeckungstour: Die digitale Anwendung "Überleben - 3 Museen, 1 Reise" begleitet Besucher:innen durch verschiedene Lebenswelten.<br>Foto: LWL/Steinweg

Mit dem Smartphone auf Entdeckungstour: Die digitale Anwendung "Überleben - 3 Museen, 1 Reise" begleitet Besucher:innen durch verschiedene Lebenswelten.
Foto: LWL/Steinweg

Blick in die Ausstellung: Die Vitrinen zeigen Pflanzenfossilien und geben Einblicke in die frühe Entwicklung der Landpflanzen.<br>Foto: LWL/Steinweg

Blick in die Ausstellung: Die Vitrinen zeigen Pflanzenfossilien und geben Einblicke in die frühe Entwicklung der Landpflanzen.
Foto: LWL/Steinweg

Die Ausstellung wird gefördert durch:

Die Ausstellung wird gefördert durch:

Die Ausstellung wird gefördert durch:

Die Ausstellung wird gefördert durch:

Die Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen wurde gefördert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.<br>Logo: MHKBD

Die Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen wurde gefördert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Logo: MHKBD

Das Plakat zur Ausstellung.<br>Motiv: Fotos LWL/Steinweg & Dinosaurier modifiziert nach R.I.P. Statue/labor

Das Plakat zur Ausstellung.
Motiv: Fotos LWL/Steinweg & Dinosaurier modifiziert nach R.I.P. Statue/labor

Pressekontakt

Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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