13.07.26 | Kultur LWL-Naturfonds fördert "Amphibien im Kreis Paderborn und in der Senne" als Vorhaben der Biologischen Station Paderborn | Senne
Gelbbauchunken sind an der gelb marmorierten Unterseite leicht erkennbar. Sie besiedeln vor allem Sekundärlebensräume wie Kiesgruben, Tongruben oder Steinbrüche und ist in Deutschland stark gefährdet.
Foto: LWL/Christian Venne
Die Themen dieser Förderrunde sind breit gefächert: So werden beispielsweise die Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz, Schulgärten sowie Partnerschaften zwischen Schulen und nahegelegenen Bauernhöfen oder der Artenschutz für stark gefährdete Amphibien in den Blick genommen. "Mit dem LWL-Naturfonds fördern wir Projekte, die zeigen, wie eng Kulturlandschaftspflege, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe zusammengehören", sagt Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL. "Die ausgewählten Vorhaben ermöglichen Menschen in Westfalen-Lippe, Natur unmittelbar zu erleben und zeigen zugleich Wege auf, wie sich jede und jeder für eine vielfältige Natur engagieren kann."
Bei der überwiegenden Zahl der geförderten Projekte stehen Naturerlebnisse und Naturvermittlung im Mittelpunkt. Sie verbinden praktische Maßnahmen zum Schutz von Lebensräumen und Arten mit Angeboten für Kinder, Jugendliche, Familien, Schulen und Unternehmen. "Die Projekte machen deutlich, wie vielfältig das Engagement für Natur und Landschaft in Westfalen-Lippe ist", sagt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. "Ob Moor, Streuobstwiese, Schulgarten oder Bauernhof: Es entstehen Lern- und Erfahrungsräume, die zum Mitmachen einladen und langfristig positive Wirkungen entfalten."
Die Biologische Station Kreis Paderborn | Senne setzt sich mit diesem Projekt für die akut gefährdeten Amphibienarten Gelbbauchunke, Geburtshelferkröte und Kreuzkröte ein. Mittels Datenerhebungen werden die Grundlagen für ein Schutzkonzept erarbeitet und schließlich ein umsetzungsreifer Maßnahmenplan zum Schutz im Kreis Paderborn und in der Senne erstellt.
Achtung Redaktionen:
Zur Ihrer Information: Es gibt eine Projektübersicht der diesjährigen Förderrunde auf der Webseite des LWL-Naturfonds (https://www.lwl-naturfonds.de).
Hintergrund:
Seit 2023 fördert der LWL mit dem LWL-Naturfonds Vorhaben zu den Themen Kulturlandschaftspflege, Naturschutz, Klimaschutz, Umweltbildung und Inklusion. Antragsberechtigt sind die Biologischen Stationen, die Regionalzentren für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Natur- und Geoparke in Westfalen-Lippe sowie vier anerkannte Naturschutz- Landesverbände in NRW und die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft. Kooperationen mit weiteren gemeinnützigen Einrichtungen sind möglich.
Der nächste Antragsschluss für Projektanträge ist der 30. November 2026. Als Fachberaterin steht Elke Happe telefonisch unter 0251-591-7510 oder unter elke.happe@lwl.org zur Verfügung.
Alle Informationen zum LWL-Naturfonds, zu den bislang geförderten Projekten und zu aktuellen Veranstaltungen sind im Internet unter https://www.lwl-naturfonds.de abrufbar.
Pressekontakt
Lena Hortian, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-5400
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung