07.07.26 | Psychiatrie Versorgungslücke geschlossen
LWL eröffnet neue Tagesklinik in Brilon
Bildunterschrift unter dem Pressetext.
Dr. Georg Lunemann, der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL): "Die Briloner Tagesklinik ist ein wichtiger Baustein für eine gute psychiatrische Versorgung vor Ort. Teilstationäre und ambulante Angebote orientieren sich an der Lebenswirklichkeit der Menschen, die während der Behandlung in ihrem gewohnten sozialen Umfeld bleiben können." Eine Tagesklinik sei eine Klinik ohne Bett für Patientinnen und Patienten, die keine 24-Stunden-Betreuung bräuchten. "Der Neubau in Hanglage mit rund 1.000 Quadratmetern Nutzfläche wurde mit 7,5 Millionen vom Land und mit 3,9 Millionen an Eigenmitteln des LWL-Klinikums Marsberg finanziert", berichtete Lunemann. "Auf die Eigenleistung sind wir stolz. Bewusst wurde in eine nachhaltige Bauweise investiert." Stellvertretend für alle am Bau Beteiligten lobte der LWL-Direktor Wolfgang Diekmanns persönliches Engagement in seiner Funktion als Vorsitzender des LWL-Ausschusses für Gesundheit, Krankenhäuser und Maßregelvollzug.
Hiltrud Schmidt, stellvertretende Landrätin des Hochsauerlandkreises, sagte: "Die neue Tagesklinik mit Ambulanz stärkt die Lebensqualität im psychosozialen Versorgungsnetz. Das ist ein Grund zur Freude. Hilfe schenkt Menschen auch immer neue Hoffnung."
"Die Erwartungen sind groß", betonte Anke Blank, Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Klinik für Erwachsenenpsychiatrie des Marsberger LWL-Klinikums. "Die Tagesklinik und die Institutsambulanz sind vielseitig. Sie können helfen, einen stationären Aufenthalt zu vermeiden. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Nachsorge, um den Übergang ins häusliche Umfeld zu unterstützen und den Transfer von erreichten Therapiezielen zu sichern." Ein besonderer Auftrag der Institutsambulanz sei die Behandlung von chronisch und schwer erkrankten Menschen, die die Hilfe eines professionsübergreifenden Teams aus Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen, Sozialdienst und Pflegefachkräften benötigen.
Gemeinsam mit dem Leitungsteam Klaus Ekrod, bereichsleitender Oberarzt, Ira Beckmann, Therapeutische Leitung, und Andreas Fiege, Stationsleitung, sowie dem gesamten interprofessionellen Team würdigte Blank "die Architektur und die helle, freundliche Atmosphäre im Haus". "Viele Mitarbeitende arbeiten teilweise seit Jahrzehnten im LWL-Klinikum, andere sind neu dazugekommen. Jetzt geht es darum, das neue Haus mit Leben zu füllen. Wir schauen positiv in die Zukunft an unserem neuen Standort in Brilon", so Blank.
Bildunterschrift:
Von links: Prof. Dr. Thomas Reinbold, aus der FDP-FW-Fraktion der Landschaftsversammlung, Raimund Hoffmann, aus der LWL-SPD-Fraktion, Urs Fabian Frigger, Dezernent des LWL-Bau- und Liegenschaftsbetriebes, Marcus Bange, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters von Brilon, Dr. Emanuel Wiggerich, LWL-Krankenhausdezernent, Hans-Peter Tappe, kaufmännischer Direktor der LWL-Einrichtungen Marsberg, Dr. Georg Lunemann, der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Anke Blank, Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Erwachsenenpsychiatrie des LWL-Klinikums Marsberg, Peter Thiemann, Pflegedirektor des LWL-Klinikums Marsberg, Eva Irrgang, Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Niklas Frigger, erster stellv. Bürgermeister von Brilon, Frank-Peter Folcz, stellvertretender Bürgermeister von Marsberg, Hiltrud Schmidt, erste stellvertretende Landrätin, Wolfgang Diekmann, Vorsitzender des LWL-Ausschusses für Gesundheit, Krankenhäuser und Maßregelvollzug und Arne Hermann Stopsack aus der FDP-FW-Fraktion der Landschaftsversammlung.
Foto: LWL
Pressekontakt
Julia Bütow, LWL-Klinikum Marsberg, Telefon 02992 601-1303, Julia.Buetow@lwl.org
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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