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03.07.26 | Kultur Barrierefrei in die Zukunft

LWL erklärt Schloss Oberwerries in Hamm zum Denkmal des Monats Juli

Schloss Oberwerries in Hamm mit dem Marstall von Johann Conrad Schlaun.<br>Foto: LWL/Christopher Kreutchen

Schloss Oberwerries in Hamm mit dem Marstall von Johann Conrad Schlaun.
Foto: LWL/Christopher Kreutchen
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Hamm (lwl). Das Haupthaus von Schloss Oberwerries in Hamm wurde in den vergangenen Jahren nach einem Wasserschaden umfassend saniert. In einem zweiten Schritt ließ die Stadt Hamm unter Begleitung des LWL-Denkmalfachamtes einen barrierefreien Zugang einbauen - mit einem vorbildlichen Ergebnis. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat darum das Schloss zum Denkmal des Monats Juli erklärt.

Das Wasserschloss Oberwerries wurde im 17. Jahrhundert in Backstein errichtet und wirkt typisch münsterländisch. Bestehend aus stattlichem Haupthaus sowie Wirtschaftsgebäude mit Marstall und Torhaus erstreckt es sich auf zwei von Gräften umgebenen Inseln. Zwei bedeutende Barock-Architekten, Ambrosius von Oelde und Johann Conrad Schlaun, haben die Anlage geprägt. Das seit langem als Bildungs- und Begegnungsstätte genutzte Schloss wurde nun barrierefrei zugänglich gemacht.

"Der ebenerdige Zugang zum Schlossgebäude war eine Herausforderung, die innovativ und denkmalverträglich gelöst wurde", so die beratende LWL-Denkmalpflegerin Danae Votteler. Das Eingangspodest der zweiläufigen Freitreppe wurde komplett angehoben, um die Stufe an den Eingängen zum Erdgeschoss zu überwinden. "Dies war in diesem Fall möglich, da die Bausubstanz der Treppenanlage nicht mehr vollständig bauzeitlich ist," führt Votteler aus. Außen am Podest wurde ein Plattformlift so angebracht, dass vom Brüstungsgitter nur exakt zwei Elemente entnommen werden mussten. Für die Gestaltung der Umwehrung der Plattform wurden Bögen aus den barocken Bestandsgittern modern interpretiert.

"Die Einpassung erfolgte durch die Architektin mit größter Präzision und Liebe zum Detail - die technischen Bauteile sind sehr zurückhaltend ausgeführt," resümiert die Denkmal-Expertin. "Wir sind sehr froh über diese gelungene Lösung: Sie ist innovativ, modern und fügt sich sehr gut in die historische Architektur ein. Zusammen mit den Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten im Inneren ist das Schloss nun gut für die kommenden Jahre aufgestellt."

Die Maßnahmen im Überblick
Ausgangspunkt der Maßnahmen im Westflügel des Schloss Oberwerries war ein großer Wasserschaden im Rohrsystem innerhalb der Außenwände, der sich 2023 ereignete und über mehrere Geschosse ausbreitete. Obwohl überwiegend nachkriegszeitliche Bausubstanz betroffen war, war der Instandsetzungsaufwand groß. Neben dem Einbau von Ankern über dem Kellergewölbe mussten die Installationsleitungen erneuert und sämtliche Oberflächen der Raumschalen im gesamten Flügel überarbeitet werden. So konnten weniger geeignete Zementputze gegen substanzverträgliche Kalkputze ausgetauscht werden. Im Jahr 2025 wurden die Fassaden am Torhaus instandgesetzt. Dem folgen demnächst weitere Arbeiten an Dachwerk und Laterne.

Haupthaus mit neuem, barrierefreiem Zugang.<br>Foto: LWL/Christopher Kreutchen

Haupthaus mit neuem, barrierefreiem Zugang.
Foto: LWL/Christopher Kreutchen

Plattformlift mit neu eingefügten Gitterelement innerhalb der Brüstung.<br>Foto: LWL/Danae Votteler

Plattformlift mit neu eingefügten Gitterelement innerhalb der Brüstung.
Foto: LWL/Danae Votteler

Plattformlift mit neu eingefügten Gitterelement innerhalb der Brüstung.<br>Foto: LWL/Danae Votteler

Plattformlift mit neu eingefügten Gitterelement innerhalb der Brüstung.
Foto: LWL/Danae Votteler

Plattformlift mit neu eingefügten Gitterelement innerhalb der Brüstung.<br>Foto: LWL/Danae Votteler

Plattformlift mit neu eingefügten Gitterelement innerhalb der Brüstung.
Foto: LWL/Danae Votteler

Das Torhaus im Vorzustand. Hier wurden inzwischen die Fassaden saniert.<br>Foto: LWL/Christopher Kreutchen

Das Torhaus im Vorzustand. Hier wurden inzwischen die Fassaden saniert.
Foto: LWL/Christopher Kreutchen

Pressekontakt

Ricarda Bodi, LWL-Museum für Archäologie, Tel.: 0251 591-3501

presse@lwl.org

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