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02.07.26 | Kultur Insekten entdecken und fotografieren für die "Arten-Olympiade"

Federlibellen paaren sich in Gewässernähe und legen ihre Eier in untertauchte Pflanzenteile im Uferbereich.<br>Foto: Jan Ole Kriegs

Federlibellen paaren sich in Gewässernähe und legen ihre Eier in untertauchte Pflanzenteile im Uferbereich.
Foto: Jan Ole Kriegs
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Münster (lwl). Käfer, Heuschrecken, Schmetterlinge, Fliegen, Bienen, Zikaden - diese Artengruppen gehören zu den Insekten. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Der Juli ist ein besonders geeigneter Zeitpunkt, um in Münster und Umgebung die Vielfalt der Insekten zu beobachten, zu fotografieren und zu melden. Deshalb ruft das LWL-Museum für Naturkunde gemeinsam mit der Naturbeobachtungsplattform Observation.org und regionalen Partnern dazu auf, Naturbeobachtungen bei Observation.org im Internet oder über die Smartphone-App "ObsIdentify" per Foto zu melden. Im Rahmen des Wettbewerbs "Arten-Olympiade 2026" können Interessierte ihre fotografischen Beobachtungen in der App hochladen.

Insekten sind die artenreichste Gruppe weltweit mit etwa einer Million beschriebener Arten. Sie leben in einer Vielzahl von Lebensräumen und einige von ihnen sind hoch spezialisiert. Deutschlands größter Käfer der Hirschkäfer zum Beispiel, ist bekannt durch sein eindrucksvolles "Geweih" und kommt vor allem in Alt- und Totholzbeständen vor. Er ist heutzutage als stark gefährdet eingestuft. Viele Insekten fungieren als Bestäuber und sind wichtig für die Bestäubung von Wild-, Kultur- und Ackerpflanzen. Sie erfüllen weitere wichtige Funktionen wie Zersetzung oder dienen als Nahrungsgrundlage für andere Tiere zum Beispiel für Vögel.

Das "Insektensterben" ist bekannt. Die Artenvielfalt der Insekten ist in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem durch den Verlust und die Verinselung von Lebensräumen, Verarmung der Landschaftsstruktur und den Einsatz von Pestiziden drastisch zurückgegangen. Durch die Teilnahme am Wettbewerb und das Melden von Insektenbeobachtungen können Naturinteressierte zur Erforschung der Insekten beitragen. Die Daten fließen in die Wissenschaft und den Naturschutz ein. Mit Hilfe der gemeinsam gesammelten Beobachtungen von Insekten, können zum Beispiel Verbreitungsmuster analysiert und nachhaltige Schutzmaßnahmen entwickelt werden.

Wer mehr über Insekten erfahren möchte, kann im Juli und August im Rahmen der LWL-Artenakademie in Recke am Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer (18.7., 22-1 Uhr), im LWL-Dobergmuseum in Bünde (15.8., 21.30-1 Uhr) und im LWL-Museum für Naturkunde in Münster (21.8., 18-24 Uhr) an Nachtleuchtaktionen teilnehmen.


Hintergrund
Wer im Jahr 2026 die meisten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland entdeckt, wird sich im Rahmen der bürgerwissenschaftlichen "Arten-Olympiade 2026" zeigen, zu der das LWL-Museum für Naturkunde zu Jahresanfang aufgerufen hat. Ob Pilz, Pflanze, oder Tier - die Mitmachaktion für Naturinteressierte lädt das ganze Jahr über ein, Naturbeobachtungen auf der Internet-Plattform Observation.org und in der App "ObsIdentify" zu teilen. Zu den Partnern der Arten-Olympiade gehören unter anderem das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie der Universität Münster (CIBRA).

Unterstützt wird die Artenakademie und der Wettbewerb durch eine Spende der Stiftung der Sparda-Bank West.

Mehr Infos und Termine der Artenakademie: http://www.artenakademie.lwl.org


Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt "Arten-Olympiade 2026" auf der Website bereit: http://www.arten-olympiade.lwl.org und http://www.bioblitze.lwl.org


Teilnehmende finden ihre Ergebnisse in der App ObsIdentify und Interessierte finden die Ergebnisse der Aufrufe auf Stadt-Ebene hier:
https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2026/


Fragen an:
germany@observation.org

Der Gebänderte Pinselkäfer imitiert eine wehrhafte Hummel und schützt sich mit diesem Trick effektiv vor Fressfeinden.<br>Foto: Makrowilli

Der Gebänderte Pinselkäfer imitiert eine wehrhafte Hummel und schützt sich mit diesem Trick effektiv vor Fressfeinden.
Foto: Makrowilli

Reiswanzen durchleben mehrere Larvenstadien, in denen sich das Aussehen der Nymphen extrem verändert.<br>Foto: Makrowilli

Reiswanzen durchleben mehrere Larvenstadien, in denen sich das Aussehen der Nymphen extrem verändert.
Foto: Makrowilli

Pressekontakt

Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066

presse@lwl.org

LWL-Museum für Naturkunde

Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
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48161 Münster Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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