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01.07.26 | Kultur Neues Eingangs- und Ausstellungsgebäude eröffnet

LWL-Museum Hellerlecht mit nachhaltigem Bau

v.l.n.r. Eva Irrgang, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, LWL-, Landesdirektor Dr. Georg Lunemann, Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin des LWL-Museums Hellerlecht, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und Urs Frigger, Landesrat für den LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb und Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe freuen sich auf die Eröffnung des neuen Forums des LWL-Museums Hellerlecht.<br>Foto: LWL

v.l.n.r. Eva Irrgang, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, LWL-, Landesdirektor Dr. Georg Lunemann, Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin des LWL-Museums Hellerlecht, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und Urs Frigger, Landesrat für den LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb und Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe freuen sich auf die Eröffnung des neuen Forums des LWL-Museums Hellerlecht.
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Detmold (lwl). Mit der Eröffnung des neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes schlägt das LWL-Museum Hellerlecht in Detmold ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf. Das als LWL-Freilichtmuseum Detmold bekannte Museum präsentiert sich ab sofort unter neuem Namen und mit einem Gebäude, das Nachhaltigkeit, Besucherorientierung und innovative Architektur miteinander verbindet. In vier Jahren Bauzeit entstand ein Bauprojekt, dessen Erkenntnisse über Westfalen-Lippe hinaus Bedeutung für die Museums- und Kulturlandschaft haben sollen.

"Für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist das Gebäude mehr als ein Neubau. Wir versprechen uns vom Projekt überregionale Strahlkraft, die dem Museum eine Vorreiterrolle in der deutschen Museumslandschaft verschaffen soll", sagte der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Georg Lunemann, am Mittwoch (1.7.) in Detmold. "Das neue Gebäude steht auch für die Verantwortung, die wir als Kulturinstitution gegenüber Mensch, Kultur und Klima übernehmen."

"Das neue Gebäude ist Ergebnis des politischen Willens der Kommunen, in Kultur und Identität zu investieren", so Eva Irrgang, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe. "Das Museum stärkt so die Attraktivität der Region."
Das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude mit einer Bausumme von insgesamt 58 Millionen Euro wurde von Beginn an als Modellprojekt für nachhaltiges Bauen konzipiert. Der LWL verfolge damit das Ziel, neue Wege für den ressourcenschonenden Bau und Betrieb von Museumsgebäuden zu gehen, so Lunemann.

Museumsgebäude gehören aufgrund ihrer konservatorischen Anforderungen zu den besonders energieintensiven Gebäudetypen. Vor diesem Hintergrund wurde das Forschungsprojekt "ECOsights" entwickelt. In einem interdisziplinären Verbund arbeiteten Fachleute aus Architektur, Bauphysik, Gebäudeklimatik, Energietechnik und Bildungswissenschaften daran, neue Konzepte für nachhaltige Museumsbauten zu entwickeln und wissenschaftlich zu begleiten. Ziel war es, übertragbare Grundlagen für energieeffiziente und ressourcenschonende Museumsgebäude zu schaffen.

Dabei stehen unter anderem die Verwendung nachwachsender und regional verfügbarer Baustoffe, die Reduzierung energieintensiver Materialien sowie innovative Klima- und Energiekonzepte im Mittelpunkt. Der Neubau gilt als einer der ersten Museumsbauten in Deutschland mit einem ganzheitlich nachhaltigen Ansatz.

Unterstützung durch Forschung und Förderung
Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Unterstützt wurde das Vorhaben unter anderem durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die die Forschungsarbeiten im Rahmen des Projektes "ECOsights" fördert.

Neue Möglichkeiten für Besucherinnen und Besucher
Der Neubau verbessert die Rahmenbedingungen für den Besuch im LWL-Museum Hellerlecht grundlegend. Das Gebäude vereint Ausstellungs-, Informations- und Veranstaltungsflächen unter einem Dach. Neben der 800 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche, auf der zukünftig jährlich große Sonderausstellungen gezeigt werden, bieten Vortrags- und Workshopräume, eine Mühlenwerkstatt für Kinder sowie das neue "Bistro Hellerlecht" zusätzliche Angebote für Gäste, Gruppen und Veranstaltungen. "Wir sind im LWL stolz auf dieses Bauprojekt, das mit diesem Gebäude beispielhaft für nachhaltiges Bauen im Kulturbereich steht. Es wurde als Modellprojekt mit zukunftsweisenden Technologien konzipiert und wird Maßstäbe für ressourcenschonende Kulturinfrastrukturen setzen", unterstrich Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des LWL, die Zielsetzung des Projekts.

Die neue Besucherführung durch ein interaktives Geländemodell im Foyer des Forums erleichtere die Orientierung im Gelände und schaffet einen Erlebnispunkt - auch in den Wintermonaten. Eine Installation der Technischen Hochschule OWL in Zusammenarbeit mit dem KreativInstitut OWL mache das Museum zu einer interaktiven 3D-Welt, durch die sich die Besuchenden navigieren können.

Neue Ausstellungsformate
Darüber hinaus bietet das Gebäude Raum für neue Ausstellungsformate, die so bisher nicht im Museum gezeigt werden konnten. "Die Besucherinnen und Besucher erleben in unserem neuen Forum Themen der Alltagskultur zukünftig nicht nur über Objekte aus dem Bestand des Museums: Sie sehen Exponate aus unserer reichhaltigen Sammlung gemeinsam mit beeindruckenden Leihgaben aus nationalen wie internationalen Museen, Galerien und Privatsammlungen - ein Erlebnis, auf das ich mich persönlich sehr freue", so Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin des LWL-Museums Hellerlecht. Das Gebäude mit seiner nachhaltigen Architektur werde selbst zum Ausstellungsobjekt und Lernort.

Impuls für Region und Museumslandschaft
Das LWL-Museum Hellerlecht gehört mit seinem rund 90 Hektar großen Gelände und etwa 120 historischen Gebäuden zu den bedeutendsten Freilichtmuseen Europas. Jährlich besuchen rund 150.000 Menschen die Einrichtung.

Das Gebäude bildet einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft: Während das Museum die historische Bau- und Alltagskultur Westfalens bewahrt, zeigt der Neubau, wie die Prinzipien nachhaltigen Bauens in die Gegenwart übertragen werden können. Die im Rahmen von ECOsights gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig anderen Museen und Kultureinrichtungen zur Verfügung stehen. "Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Fachplanung, Bauverwaltung und Museum eng zusammenarbeiten", fasste Urs Frigger, LWL-Baudezernent, das Ergebnis des Bauvorhabens zusammen.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Donnerstag (2.7.) bei der Eröffnung: "Museen machen Geschichte lebendig und sind Räume der kulturellen Verständigung: Sie zeigen uns, wie die Menschen vor uns gelebt und gearbeitet haben. Das neue Forum in Detmold geht noch weiter: Es schafft einen Ort, an dem wir uns begegnen und miteinander ins Gespräch kommen. Gerade heute brauchen wir solche Orte des Austauschs, die den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken."


Bildunterschrift:
v.l.n.r. Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin des LWL-Museums Hellerlecht, Eva Irrgang, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, LWL-, Landesdirektor Dr. Georg Lunemann, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und Urs Frigger, Landesrat für den LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb und Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe vor einem der künftigen Ausstellungsobjekte der ersten Sonderausstellung "Materia", die im Oktober 2026 eröffnet wird.
Foto: LWL

Bildunterschrift unter dem Pressetext.

Bildunterschrift unter dem Pressetext.

Luftaufnahme des neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes im LWL-Museum Hellerlecht.<br>Foto: LWL/Jähne

Luftaufnahme des neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes im LWL-Museum Hellerlecht.
Foto: LWL/Jähne

Erste Einblicke in das Panorama des Forums, das das ganze Jahr frei zugänglich sein wird.<br> Foto: LWL/Sigurd Steinprinz

Erste Einblicke in das Panorama des Forums, das das ganze Jahr frei zugänglich sein wird.
Foto: LWL/Sigurd Steinprinz

Die Material Lehm, Holz und Beton fanden auf nachhaltige Weise Anwendung im neuen Forum des LWL-Museums Hellerlecht.<br>Foto: LWL/Sigurd Steinprinz

Die Material Lehm, Holz und Beton fanden auf nachhaltige Weise Anwendung im neuen Forum des LWL-Museums Hellerlecht.
Foto: LWL/Sigurd Steinprinz

Lichtdurchflutete Räume, hohe Stampflehmwände und leimfreie Holzverbindungen sind zentrale Eigenschaften des innovativen Bauprojektes.<br>Foto: LWL/Sigurd Steinprinz

Lichtdurchflutete Räume, hohe Stampflehmwände und leimfreie Holzverbindungen sind zentrale Eigenschaften des innovativen Bauprojektes.
Foto: LWL/Sigurd Steinprinz

Von außen eine Freitreppe, von Innen ein eindrucksvolles Zusammenspiel der Materialien Holz und Beton.<br>Foto: LWL/Sigurd Steinprinz

Von außen eine Freitreppe, von Innen ein eindrucksvolles Zusammenspiel der Materialien Holz und Beton.
Foto: LWL/Sigurd Steinprinz

Pressekontakt

Lisa-Marie Möllering, LWL-Museum Hellerlecht, Westfälisches Landesmuseum für Kultur und Geschichte, Tel. 05231/706-110 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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