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17.06.26 | Jugend und Schule Bundesweit gefragt: Fachkräfte reisen für Weiterbildung Suchttherapie nach Westfalen-Lippe

LWL-Koordinationsstelle Sucht startet neuen Weiterbildungsgang - noch freie Plätze verfügbar

Westfalen-Lippe (lwl). Die Anforderungen in der medizinischen Rehabilitation abhängigkeitskranker Menschen wachsen kontinuierlich. Psychische Begleiterkrankungen, veränderte Konsummuster und komplexere Behandlungsverläufe stellen Fachkräfte bundesweit vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an therapeutisch qualifizierten Mitarbeitenden in der Suchthilfe und Rehabilitation.

Vor diesem Hintergrund startet die Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ab 11. September erneut ihre bundesweit nachgefragte Weiterbildung "Suchttherapie (LWL-) Schwerpunkt: Verhaltenstherapie". Das berufsbegleitende Angebot richtet sich an Fachkräfte, die in der medizinischen Rehabilitation abhängigkeitskranker Menschen tätig sind und dort therapeutische Aufgaben übernehmen. Dass die Weiterbildung weit über Nordrhein-Westfalen hinaus gefragt ist, zeigt der bundesweite Einzugsbereich der Teilnehmenden: Immer wieder nehmen Fachkräfte aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands teils mehrere hundert Kilometer Anreise nach Westfalen-Lippe in Kauf, um an der Weiterbildung teilzunehmen.

"Die Anforderungen an therapeutisch tätige Fachkräfte in der Rehabilitation abhängigkeitskranker Menschen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert", erklärt Frank Schulte-Derne, Leiter der LWL-Koordinationsstelle Sucht. "Neben fachlicher Expertise braucht es heute insbesondere therapeutische Sicherheit, Reflexionsfähigkeit und praxisnahe Handlungskompetenz. Genau hier setzt unsere Weiterbildung an."

Besonders geschätzt werde die Verbindung aus wissenschaftlich fundierten Inhalten, praxisorientierter Vermittlung, Selbsterfahrung sowie dem fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Einrichtungen und Regionen Deutschlands. Die hohe Qualität der Weiterbildung spiegelt sich auch in den aktuellen Evaluationsergebnissen wider: Die Teilnehmenden bewerteten insbesondere die Praxisrelevanz der Inhalte, die Vermittlung therapeutischer Kompetenzen sowie die Selbsterfahrungsanteile erneut ausgesprochen positiv. In mehreren Bereichen konnten die bereits sehr guten Ergebnisse aus dem Vorjahr nochmals verbessert werden.

"Gerade der intensive Austausch zwischen Fachkräften aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern und Regionen wird von vielen Teilnehmenden als besonderer Mehrwert erlebt", betont Alexandra Vogelsang, zuständig für die Weiterbildung bei der LWL-Koordinationsstelle Sucht. "Die positiven Rückmeldungen zeigen uns, dass hochwertige therapeutische Weiterbildung weiterhin einen hohen Stellenwert besitzt."

Die Weiterbildung richtet sich an Sozialarbeiter beziehungsweise Sozialpädagog:innen, Psycholog:innen sowie Ärzt:innen, die in Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation abhängigkeitskranker Menschen tätig sind. Die Weiterbildungszeit beträgt 36 Monate. Sie findet erstmalig im LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho statt.

Weitere Informationen zur Weiterbildung und Anmeldung:

https://www.lwl-ks.de/de/qualifizierung/weiterbildungen/weiterbildung-suchttherapie-lwl-schwerpunkt-verhaltenstherapie/

Pressekontakt

Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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