16.06.26 | Psychiatrie Fachkräfte diskutieren über die Zukunft der Pflege
Großes Interesse am Austausch beim Pflegetag #WaLiMa in Lippstadt
Der gut gefüllte LWL-Festsaal in Lippstadt zeigte das große Interesse am 3. Pflegetag #WaLiMa und am fachlichen Austausch über die Zukunft der Pflege.
Foto: LWL/Ralf Kuckuck
Eingeladen hatten die LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein sowie das LWL-Klinikum Marsberg. Unter dem Titel "Chancen - Herausforderungen - Perspektiven" kamen Pflegefachpersonen aus der Region zusammen, um sich auszutauschen, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und Impulse für den Berufsalltag mitzunehmen.
"Der Pflegetag hat gezeigt, wie groß das Interesse an Austausch und gemeinsamer Weiterentwicklung in der Pflege ist. Besonders wertvoll war die Verbindung aus wissenschaftlichen Impulsen, berufspolitischen Perspektiven und konkreten Themen aus der Praxis", sagte Magnus Eggers, Pflegedirektor der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein.
Beiträge kamen unter anderem von Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW, Prof. Dr. Frank Weidner und Dr. Patricia Hänel. Im Mittelpunkt standen Fragen, die die Pflege aktuell stark beschäftigen: Welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten gehören künftig zur professionellen Pflege? Was bedeuten neue gesetzliche Rahmenbedingungen für den Berufsalltag? Und wie kann die Zusammenarbeit zwischen Pflege, Medizin und weiteren Berufsgruppen so gestaltet werden, dass Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden?
Neben den Vorträgen bot der Pflegetag praxisnahe Workshops und Impulse. Die Teilnehmenden setzten sich unter anderem mit evidenzbasierter Pflege, Berufsstolz in der psychiatrischen Pflege, psychologischer Sicherheit in Stationsteams, Wissensmanagement und modernem Onboarding neuer Kolleginnen und Kollegen auseinander.
Neben den fachlichen Impulsen spielte auch die kreative Reflexion der Veranstaltung eine besondere Rolle. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits Methoden wie Lego Serious Play und Graphic Recording eingesetzt wurden, fasste in diesem Jahr der aus Funk und Fernsehen bekannte Poetry-Slammer Lars Ruppel die Inhalte des Tages in einem während der Tagung entstandenen "Poetic Recording" zusammen - unterhaltsam, pointiert, witzig und zugleich nachdenklich.
Erstmals werden den Teilnehmenden außerdem die Inhalte der Keynotes als Videoaufzeichnung zur Verfügung gestellt. So können zentrale Impulse der Veranstaltung auch im Nachgang noch einmal aufgegriffen, vertieft und in die Teams weitergetragen werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der langfristigen Entwicklung beruflicher Kompetenzen - von der Ausbildung über den Berufseinstieg bis hin zu Fort- und Weiterbildungen. Hochschulen informierten vor Ort über aktuelle Bildungsangebote und Möglichkeiten der Weiterqualifizierung im Bereich Pflege.
Die Veranstaltung bot außerdem Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten der LWL-Pflegeschule Kreis Soest kennenzulernen. Dort wurde sichtbar, wie moderne Lernorte dazu beitragen können, Theorie und Praxis in der Pflegeausbildung enger miteinander zu verbinden.
Pressekontakt
Enrica Gore, LWL-Gesundheitseinrichtungen Kreis Soest, Tel.: 0151-40637082
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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