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11.06.26 | Psychiatrie Eintopftheater zeigt erneut "Nie wieder. Vor allem auch nicht mit uns! Sprechchor gegen den Faschismus"

Münster (lwl). Das inklusive Ensemble des Eintopftheaters an der Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster schaut nach der Uraufführung 2025 erneut ein bisschen voraus und beschäftigt sich mit der Frage: Was wäre, wenn rechte politische Kräfte in ein paar Jahren die deutsche Bundesregierung anführen würden? Was passierte dann mit psychisch erkrankten Menschen? Würden deren Leben wiederum als wertlos betrachtet? Würden Patient:innen wie in den Jahren 1939 bis 45 deportiert und ermordet?

Zum Inhalt: 13 Bühnendarsteller:innen formieren sich als Chor und sprechen mit einer Stimme, um ihren Perspektiven und Befürchtungen Ausdruck zu verleihen. Dabei begegnen sie Adolf Hitler, Ordensschwester Laudeberta sowie Personen aus dem privaten Umfeld, die sie im Falle des Falles, wenn das Unvorstellbare eintritt, hoffentlich verstecken würden.

Das mit dem Ulrike-Fritze-Lindenthal-Antistigma-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) ausgezeichnete Eintopftheater nimmt das Stück jetzt wieder auf am Donnerstag, 25.6. (19.45 Uhr, Spielort: LWL-Klinik Münster), Donnerstag, 9.7. (18.30 Uhr, Kunsthaus Kannen/Alexianer-Campus Münster) und Donnerstag, 16.7.2026 (19.45 Uhr, B-Side Münster). Hier der Link für Kartenwünsche/Kartenreservierung: https://eintopftheater.de/nie-wieder/#karten. Bei Fragen ist das Ensemble telefonisch unter 0176 814 06 764 (André) zu erreichen.

Es spielen: Anastasia, Anja, Angie, Edith, Hendrik, Jasmin, Kathi, Katja, Petra, Ralf, Sarah, Theresa und Wilfried. Die Projektleitung haben André Voss & Frank Röpke-Kolar. Das Sprech- und Chortraining verantwortet Sarah Giese. Das Lichtdesign stammt von Jonathan Wandscheer, die Regieassistenz hat Sam Grotherr.

Projektpartner: Gefördert von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur NRW. In Zusammenarbeit mit der LWL-Klinik Münster, der Alexianer Münster GmbH, dem Kunsthaus Kannen und der B-Side Kultur e.V.

Das Eintopftheater Münster

Als inklusives Angebot lädt das "Eintopftheater" alle Menschen unabhängig von ihrem Alter, Aussehen, ihrer Religion, Herkunft, Kultur, Geschlechtsidentität oder Form der körperlichen
oder geistigen Einschränkung dazu ein, an Theaterprozessen teilzuhaben. In diesem Rahmen entwickelt die Gruppe eigene Stücke und führt sie öffentlich auf. Entstanden ist das Eintopftheater aus dem Angebot theaterpädagogischer Workshops auf drei Stationen der LWL-Klinik. Aufgrund der positiven Resonanz von Seiten der Ärzte- und Pflegeteams und der steigenden Teilnehmenden-Zahlen wurde das Programm verstetigt. Zudem fanden erste stationsinterne Improvisationstheater-Shows statt.

Ab November 2017 kristallisierte sich ein Ensemble heraus, mit dem die erste Produktion "Bananensorbet im Sommer" erarbeitet wurde. Die Premiere fand im Juli 2018 im ausverkauften LWL-Festsaal statt. Aufgrund der zahlreichen Anfragen von Zuschauer:innen im Anschluss, die bei Folgeprojekten auf der Bühne mitwirken wollten, wurde das Ensemble nach außen geöffnet und das Eintopftheater erhielt seinen inklusiven Charakter, der die Arbeiten bis heute prägt.

Seit November 2020 verstärkt Frank Röpke-Kolar das Team des Eintopftheaters. Ab dem 1. Januar 2024 fusioniert die Unternehmung mit "StopFoodWaste for Peace" von Verena Meyer und Yvonne Elling und es entsteht der gemeinnützige Verein "Eintopf e.V.". Ziel ist Know-how aus den Bereichen Theater, Ernährung und soziale Teilhabe zu bündeln und gemeinsam nachhaltige, integrative bzw. inklusive Projekte in sozialen Kontexten zu initiieren. 2025 wurde das Theater mit dem Ulrike-Fritze-Lindenthal-Antistigma-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) ausgezeichnet.

https://www.eintopftheater.de

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Barbara Köhling, LWL-Klinik Münster, Telefon 0251 91555-1013, kommunikation-ms@lwl.org

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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