10.06.26 | Kultur KI & Kultur
LWL-Kulturstiftung ruft neuen Förderschwerpunkt für 2028 aus
Dr. Georg Lunemann, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Vorstandsvorsitzender der LWL-Kulturstiftung.
Foto: LWL/Kapluggin
KI und Kultur
"Der Förderschwerpunkt lädt Kulturschaffende unserer Region ein, das eigene künstlerische Arbeiten mit KI weiterzuentwickeln und innovative Ideen zu erproben. So stärken wir die Kulturszene als aktive Impulsgeberin für den digitalen Wandel", sagt Dr. Georg Lunemann, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Vorstandsvorsitzender der LWL-Kulturstiftung.
Im Kultursektor ermöglicht KI vielfältige, neue kreative Möglichkeiten. Neben Offenheit und Neugier bestehen gleichzeitig Fragen im Umgang mit der neuen Technologie. Das zeigte 2025 auch die Westfälische Kulturkonferenz (https://www.westfaelische-kulturkonferenz.lwl.org/de/) des LWL, bei der sich über 300 Teilnehmende aus Kulturverwaltung und -einrichtungen, Vereinen und der Freien Szene den Chancen und Herausforderungen widmeten. Mit dem neuen Förderschwerpunkt überführt die LWL-Kulturstiftung dieses Thema in die praktische Kulturarbeit. Die Auseinandersetzung mit Anwendungsmöglichkeiten im kulturellen Kontext soll dazu beitragen, KI einzuordnen und einen verantwortungsvollen Umgang mitzugestalten.
"Künstliche Intelligenz eröffnet für Kunst und Kultur vielfältige Potenziale: Sie erweitert bestehende künstlerische Praktiken, stößt neue kreative Prozesse an und ermöglicht ungewohnte Ausdrucksformen", fasst Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin und Vorstandsmitglied der LWL-Kulturstiftung, zusammen.
KI & Kultur: Rahmenbedingungen
Für die Teilnahme an dem Themenschwerpunkt gelten die üblichen Förderkriterien der LWL-Kulturstiftung, wie beispielsweise Überörtlichkeit, Netzwerkcharakter oder öffentlichkeitswirksame Strahlkraft. Projekte aller kultureller Sparten von gemeinnützigen Einrichtungen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts können über das gängige Antragsverfahren vorgestellt werden.
Ergänzend für die Antragstellung zum Förderschwerpunkt ist eine nachvollziehbare Erläuterung der Rolle von KI für das geplante Projekt notwendig. KI soll dabei als unterstützendes Werkzeug eingesetzt werden und für den eigenen kreativen Schaffensprozess neue Potenziale eröffnen. Öffentlichkeitswirksame Kulturangebote und Veranstaltungen müssen 2028 in Westfalen-Lippe stattfinden. Projekte ohne aktive Einbindung von KI-Systemen sind nicht förderfähig.
Beratung und Antragstellung
Antragsfristen für die Teilnahme an "KI & Kultur" sind der 31. August 2026 und der 28. Februar 2027. Da der Förderschwerpunkt das allgemeine Förderprogramm der LWL-Kulturstiftung ergänzt, können ebenso Projekte ohne thematischen Bezug zu "KI & Kultur" eingereicht werden.
Für alle Interessierten bietet die LWL-Kulturstiftung Beratungen vor der Antragstellung an: In dem Gespräch können Projektverantwortliche ihre Idee vorstellen und Fragen zu formalen und kulturfachlichen Belangen klären. Als Gesprächsgrundlage kann eine schriftliche Projektskizze dienen und - wenn bereits vorhanden - ein erster Kosten- und Finanzierungsplan.
Alle Informationen zum Förderprozess, zur Antragstellung sowie zum Förderschwerpunkt "KI & Kultur" sowie häufig gestellte Fragen zu den Themenfeldern bietet die Internetseite der LWL-Kulturstiftung: https://www.lwl-kulturstiftung.de/kikultur
Partnerin von K3 KI.Kunst.Kultur
Das im März 2026 gegründete Kompetenznetzwerk "K3 KI.Kunst.Kultur" widmet sich ebenfalls dem Themenbereich KI und Kultur. 23 nordrhein-westfälische Institutionen aus Kultur, Hochschulen und Kulturpolitik, darunter auch namhafte Player aus Westfalen-Lippe, beteiligen sich an der deutschlandweit einzigartigen Initiative des Landes NRW, die unter Federführung der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität entstanden ist. Eine Geschäftsstelle in Dortmund ist künftig zentraler Anlaufpunkt für Austausch, Wissenstransfer und Stärkung der Kulturschaffenden. Die LWL-Kulturstiftung agiert im Kompetenznetzwerk als eigenständige Partnerin und ergänzt dessen Angebote wie Fort- und Weiterbildungen um konkrete Projektförderungen im Rahmen des Förderschwerpunktes "KI & Kultur".
Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin und Vorstandsmitglied der LWL-Kulturstiftung.
Foto: LWL
Pressekontakt
Anja Tomasoni, anja.tomasoni@lwl-kulturstiftung.de, Telefon 0251 591-6929
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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