Transkript anzeigen Abspielen Pausieren

10.06.26 | Der LWL Gutes möglich machen

LWL-Sozialstiftung unterstützt wohnungslose Menschen

Der Schlüssel zur eigenen Wohnung ist ein erster Schritt in ein neues Leben.<br>Foto: LWL/Urban

Der Schlüssel zur eigenen Wohnung ist ein erster Schritt in ein neues Leben.
Foto: LWL/Urban
Nutzungsrechte und Download

Westfalen-Lippe (lwl). Mit "Housing First" konnten bisher 127 Projekte für wohnungslose Menschen realisiert werden. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) finanziert das Programm und verzeichnet einen schnelleren Zuwachs als in den vergangenen Jahren. Ziel ist, Wohnungslosigkeit unmittelbar und nachhaltig zu beenden.

Von den geförderten 127 Wohnungen werden aktuell ca. zwei Drittel bewohnt, es bestehen 85 Mietverträge. Weitere 13 Wohneinheiten werden gebaut, heißt es in einem Bericht für den LWL-Sozialausschuss am Mittwoch (10.6.) in Münster. In der Ankaufphase, im Umbau oder im Verfahren zum Einzug befinden sich 29 Wohneinheiten. Die vermittelten Mieterinnen und Mieter sind zu 61 Prozent männlich, 35 Prozent weiblich und 4 Prozent divers. Im Durchschnitt sind die Mietenden bei Einzug 41 Jahre, die jüngste Person ist 19 Jahre und die älteste Person ist 66 Jahre alt. Eine Person ist mit einem Kind in eine geförderte Wohnung gezogen.

"Housing First ist ein bewährtes Konzept, das in vielen Städten und Regionen bereits gelebte Realität ist", so der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann. "Mit den Mitteln des LWL und der Förderung durch die LWL-Sozialstiftung schaffen wir die Rahmenbedingungen, um dieses Prinzip in unserer Region wirksam werden zu lassen. Es geht darum, Menschen ein Zuhause zu geben - ohne Vorbedingungen, aber mit Perspektive."

Um diesen Projektansatz auch für Westfalen-Lippe flächendeckend anwendbar zu machen, stellt der LWL über den Projektzeitraum insgesamt sechs Millionen Euro zur Verfügung. Die LWL-Sozialstiftung fördert das Projekt mit einer Summe von insgesamt rund 3,7 Millionen Euro.

"Housing First" bedeutet, Menschen mit komplexem Hilfebedarf zunächst eine Wohnung zu vermitteln, bevor andere Hilfen greifen können. "Die Logik von 'Housing First' ist einfach", sagt LWL-Sozialdezernent Takis Mehmet Ali. "Wer einen sicheren Ort hat, kann sich auf andere Probleme konzentrieren. Erst mit einer Wohnung lassen sich Job, Finanzen und Gesundheit angehen."

Hintergrund: LWL-Sozialstiftung
Die LWL-Sozialstiftung wurde 2020 als Tochtergesellschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe gegründet und vergibt seit 2021 halbjährlich Fördermittel für innovative soziale Projekte in Westfalen-Lippe.

Mehr Infos zu "Housing First": https://www.housingfirst.lwl.org

Ein Beispiel für Housing First in Bildern und als Podcast: https://www.lwl-inklusionsamt-soziale-teilhabe.de/de/geschichten/der-schluessel-zur-wohnung-als-schluessel-zum-leben/

Achtung Redaktionen: Gerne vermitteln wir Ihnen ein Beispiel aus Ihrem Berichtsgebiet.

Pressekontakt

Lena Hortian, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-5400

presse@lwl.org

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung