05.06.26 | Kultur Saurier-Spielplatztour in Münster
Eine Mitmach-Aktion des LWL-Museums für Naturkunde
Kleine und große Forscher:innen können sich auf Spurensuche begeben und Abgüsse von Sauriern und anderen urzeitlichen Tieren ausgraben - fast wie echte Paläontolog:innen.
Foto: LWL/Steinweg
Auf insgesamt fünf Spielplätzen in Münster warten jeweils von 15 bis 17 Uhr Abgüsse von Fossilien darauf, entdeckt und geborgen zu werden. Los geht es am Dienstag (9.6.) auf dem Spielplatz an der Goldenbergstraße.
Weitere Standorte und Termine: 18.6. Naturspielplatz Kinderbachtal, 25.6. Spielplatz Grüner Finger, 30.6. Spielplatz Am Kanonengraben, 7.7. Spielplatz Torminbrücke. Bei Regen entfällt die Aktion. Ein Ausfall wird über Instagram (@lwlnaturkundemuseum) bekannt gegeben.
Die Aktion soll auf die kommende Ausstellung "Überleben zwischen Dinos und Schuppenbäumen" im LWL-Museum für Naturkunde einstimmen. Was hier die jungen Forschenden entdecken, finden sie später im Museum in der neuen Ausstellung wieder. Das Angebot richtet sich an Kinder ab drei Jahren und ihre Familien.
In einem abgesteckten Bereich schlüpfen die Kinder in die Rolle von Paläontolog:innen. Mit Schaufeln und Pinseln legen sie ihre Funde vorsichtig frei und versuchen herauszufinden, worum es sich handelt. Im Sand verborgen liegen Fossilienabgüsse unter anderem von Dinosauriern wie dem größten Raubsaurier Deutschlands, dem "Wiehenvenator", oder von Schwimmsauriern und Ammoniten.
Ist ein Fund freigelegt, können die Teilnehmenden überlegen, zu welchem Tier dieser gehört. Unterstützung bekommen sie dabei von museumspädagogischen Kräften des LWL-Museums, die Hintergründe zu den Funden erklären. Zu jedem Fund gibt es einen Steckbrief mit anschaulichen Informationen zum Mitnehmen.
Die Saurier-Spielplatztour ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit der Stadt Münster.
Hintergrund
Das LWL-Museum für Naturkunde ist in Westfalen-Lippe für die paläontologische Bodendenkmalpflege verantwortlich. Dabei werden Fossilien und andere Zeugnisse vergangenen Lebens entdeckt, dokumentiert, wissenschaftlich bearbeitet und geschützt. Erstmals werden die bedeutenden, beweglichen Bodendenkmäler aus Westfalen und ganz NRW aus dem Erdaltertum und Erdmittelalter in einer Sonderausstellung gezeigt. Ausgehend von den Originalen rekonstruieren die Fachleute Lebewesen und Lebensräume, und sie geben damit gleichzeitig einen Einblick in ihre wissenschaftliche Arbeit.
Die Ausstellung "Überleben zwischen Dinos und Schuppenbäumen" ist ab dem 10. Juli in Münster zu sehen. Die LWL-Kulturstiftung fördert das Projekt. Es ist Teil des Kulturprogramms zum Jubiläum "1250 Jahre Westfalen", das 2025 unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gefeiert wurde und ins Jahr 2026 hineinwirkt. Zudem wird die Ausstellung gefördert von der Sparkasse Münsterland Ost.
Die Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen ist ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Ruhr Museums in Essen, des LWL-Museums für Naturkunde in Münster und des Lippischen Landesmuseums Detmold.
Initiiert und gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Bis September 2027 erzählen die drei Häuser in unterschiedlichen Ausstellungen vom Wandel des Lebens über gewaltige Zeiträume hinweg, von urzeitlichen Pflanzenwelten über Dinosaurier bis zu den Tieren der Eiszeit.
Was liegt denn da im Sand verborgen? Auf verschiedenen Spielplätzen Münsters warten ab dem 9. Juni geheimnisvolle Fossilien darauf, entdeckt zu werden.
Foto: LWL/Steinweg
Ist ein Fund freigelegt, wird überlegt, zu welchem Tier er gehört. Unterstützung geben geschulte Museumspädagog:innen, die bei der Bestimmung helfen und Hintergründe zu den Funden erklären.
Foto: LWL/Steinweg
Die Aktion gehört zu unserer neuen Ausstellung "überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen" und bringt die Welt der Urzeit direkt zu den Kindern.
Foto: LWL/Steinweg
Das Museum auf Rädern, der VELOciraptor, geht auf Saurier-Spielplatztour. Auf verschiedenen Spielplätzen in Münster können Kinder in die Rolle von Paläontolog:innen schlüpfen und eigene Funde freilegen.
Foto: LWL/Steinweg
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
LWL-Museum für Naturkunde
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Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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