03.06.26 | Psychiatrie Mit Genesungsbegleitung auf neuen Wegen der Patientenbehandlung
Neues Angebot der LWL-Kliniken in Lippstadt und Warstein
Pflegedirektor Magnus Eggers, Chefarzt des Zentrums für Sozialpsychiatrie Dr. Sascha Dargel und Erziehungswissenschaftlerin Dr. Christiane Tilly gratulieren Tobias Hans Nandelstädt (2. v.l.) und Jens Schulte im Hofe (3. v.l.) zur bestandenen Weiterbildung.
Foto: LWL/Enrica Gore
EX-IN steht für "Experienced Involvement" und beschreibt den Einbezug von Erfahrungswissen in die psychiatrische Versorgung. Menschen, die eigene Erfahrungen mit psychischen Krisen und Genesung gemacht haben, begleiten Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg. Sie können Mut machen, Orientierung geben und dabei helfen, eigene Ressourcen wiederzuentdecken.
Für die LWL-Kliniken ist die Einführung der Genesungsbegleitung ein wichtiges Projekt. Denn sie erweitert die bestehenden Behandlungsangebote um einen Blickwinkel, der für viele Patientinnen und Patienten besonders wertvoll sein kann: das Gespräch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und heute aus einer stabileren Position heraus Unterstützung anbieten. "Genesungsbegleitung ist eine wertvolle Ergänzung unserer psychiatrischen Behandlung. Sie zeigt, wie wichtig es ist, fachliche Kompetenz und gelebte Erfahrung miteinander zu verbinden. Für unsere Patientinnen und Patienten kann genau dieser Perspektivwechsel Mut machen und neue Wege in der Behandlung eröffnen", sagt Pflegedirektor Magnus Eggers.
Die Weiterbildung von Tobias Hans Nandelstädt und Jens Schulte im Hofe umfasste zwölf Module, zwei Praktika sowie ein Abschlussportfolio. Zu den Themen gehörten unter anderem Recovery, Empowerment, Gesundheit und Wohlbefinden, Trialog und Selbsthilfe.
Eingesetzt werden die beiden Genesungsbegleiter auf den Stationen, in der Ergotherapie und in der Peer-Beratung. Darüber hinaus bringen sie ihre Erfahrungsexpertise gemeinsam mit den Fachexpertinnen und Fachexperten in die Weiterentwicklung der Behandlungsangebote ein.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung beginnt für Tobias Hans Nandelstädt und Jens Schulte im Hofe nun eine neue Aufgabe - und für die LWL-Kliniken Lippstadt ein weiterer Schritt hin zu einer Behandlung, die fachliches Wissen und persönliche Erfahrung stärker miteinander verbindet.
Pressekontakt
Enrica Gore, LWL-Gesundheitseinrichtungen Kreis Soest, Tel.: 0151-40637082 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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