28.05.26 | Kultur Der Garten am Rüschhaus im Wandel
Führung bei den Tagen der Gärten und Parks
Garten am Haus Rüschhaus.
Foto: Münsterland e.V./Philipp Fölting
Das Rüschhaus mit seinem Garten wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von Johann Conrad Schlaun als Sommerresidenz entworfen. Später lebte hier Annette von Droste-Hülshoff, die den Garten gemeinsam mit ihrer Schwester Jenny nutzte und prägte. In den Aufzeichnungen der Schriftstellerin finden sich zahlreiche Bezüge zum Garten und seinen Pflanzen.
In den 1980er-Jahren wurde die bis dahin stark verwilderte Anlage auf Grundlage der barocken Planungen Schlauns rekonstruiert. Dabei flossen auch Einflüsse aus der Zeit Droste-Hülshoffs in die Gestaltung ein.
Rund 40 Jahre später war erneut eine umfassende Überarbeitung erforderlich. Ziel war es, die historische Anlage zu sichern, das Wirken der Dichterin stärker sichtbar zu machen und den Ort zugleich als lebendigen Mitmachgarten zu öffnen. Die Planung und Umsetzung übernahm 2024 der Bielefelder Landschaftsarchitekt Ehm Eike Ehrig. Gemeinsam mit Kirsten Ruth Plathof stellt er vor Ort Hintergründe, Umsetzung und Ergebnisse des Projekts vor.
Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Termin: Sonntag, 14. Juni 2026, 11 bis 12.30 Uhr
Treffpunkt: Vorplatz Haus Rüschhaus, Münster-Gievenbeck
Hintergrund: Tage der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe
Rund 250 private Gärten und öffentliche Parks in ganz Westfalen-Lippe öffnen am 13. und 14. Juni ihre Türen. Sie bieten Führungen und Gespräche, praxisnahe Ideen zum Nachahmen sowie besondere Einblicke und Begegnungen. Das diesjährige Fokusthema "Wertvolles Wasser" rückt ein Element in den Mittelpunkt, das die Garten- und Parklandschaften prägt wie kaum ein anderes.
Das komplette Programm, alle Veranstaltungen und Tourenvorschläge unter:
https://www.gaerten-in-westfalen.de
Der Garten von Haus Rüschhaus von oben.
Foto: Münsterland e.V./Lisa Gehring
Skulptur und Gartenhaus im Rüschhausgarten.
Foto: Münsterland e.V./Philipp Fölting
Putten personifizieren die Elemente und Jahreszeiten.
Foto: Münsterland e.V./Philipp Fölting
Pressekontakt
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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