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22.05.26 | Psychiatrie LWL-Klinik Münster lädt zu Virtual-Reality-Erfahrung

Am Thementag Depression für Nichtbetroffene erlebbar machen

Sie haben den Thementag vorbereitet und stehen am 20. Juni zwischen 9 und 16 Uhr für Gespräche bereit (v.l.): Sören Roters-Möller (Referent der Ärztlichen Direktorin LWL-Klinik Münster), Professor Dr. Patricia Ohrmann (Ärztliche Direktorin LWL-Klinik Münster) und Dr. Florian Kästner (Sprecher des lokalen Bündnisses gegen Depression und Oberarzt an der LWL-Klinik Münster).<br>Foto: LWL/Barbara Köhling

Sie haben den Thementag vorbereitet und stehen am 20. Juni zwischen 9 und 16 Uhr für Gespräche bereit (v.l.): Sören Roters-Möller (Referent der Ärztlichen Direktorin LWL-Klinik Münster), Professor Dr. Patricia Ohrmann (Ärztliche Direktorin LWL-Klinik Münster) und Dr. Florian Kästner (Sprecher des lokalen Bündnisses gegen Depression und Oberarzt an der LWL-Klinik Münster).
Foto: LWL/Barbara Köhling
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Münster (lwl). Die Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster lädt am Samstag (20.6.) zu einem "Thementag Depression". Das Informations- und Beratungsangebot richtet sich insbesondere an Angehörige und Freund:innen von an Depression erkrankten Personen - und an alle, die sich dafür interessieren. Ein besonderes Angebot am Thementag ist "Impression Depression", eine begleitete Virtual-Reality-Erfahrung. Die Robert Enke-Stiftung ist als Kooperationspartnerin vor Ort und betreut das Projekt, das emotionale und kognitive Aspekte einer Depression für Nichtbetroffene erlebbar machen soll. Von 9 bis 16 Uhr sind alle eingeladen, die sich für das Thema Depression und Behandlungsmöglichkeiten interessieren. Die Anmeldung für die Teilnahme an "Impression Depression" ist ab sofort möglich.

"Depressionen gelten nach Angststörungen als zweithäufigste psychische Erkrankung, die Symptome werden allerdings häufig unterschätzt", berichtet Professor Dr. Patricia Ohrmann, Ärztliche Direktorin der LWL-Klinik Münster. In Deutschland sei ca. jeder fünfte Erwachsene betroffen. Es sei wichtig, eine rasche fachärztliche Therapie zu beginnen, um die Heilungschancen zu verbessern. "Aus diesem Grund laden wir alle ein, sich jetzt bei uns intensiver mit dem Thema Depression zu befassen, um Anzeichen besser erkennen zu können", betont Professor Ohrmann.

Am Aktionstag steht sie gemeinsam mit Dr. Florian Kästner, Sprecher des lokalen Bündnisses gegen Depression und Oberarzt an der LWL-Klinik Münster, für Fragen zur Verfügung und erläutert, welche aktuellen Behandlungsmöglichkeiten und welche Unterstützungsangebote für Menschen mit Depressionen und ihre Angehörigen bestehen, denn das persönliche Umfeld spiele eine wichtige Rolle im Krankheitsverlauf: "Es ist schwierig, sich in das Erleben depressiver Menschen hineinzuversetzen. Angehörige und Freund:innen fühlen sich oft hilflos und wissen nicht, wie sie Betroffene unterstützen können. Hier wollen wir mit unserem Aufklärungstag gemeinsam einen wichtigen Beitrag leisten", erläutert Dr. Kästner.

Wegen der begrenzten Platzzahl kann die Teilnahme an "Impression Depression" nur nach vorheriger Anmeldung erfolgen. Wer Interesse hat, melde sich gerne an per E-Mail an soeren.roters-moeller@lwl.org. Dort gibt es weitere Informationen und einen Link für die Auswahl eines passenden Zeitfensters. Das Konzept von "Impression Depression" richtet sich explizit an Nichtbetroffene. Vormals oder akut depressiv Erkrankte sollen nicht an der VR-Erfahrung teilnehmen, jede:r Teilnehmende muss vor Beginn eine Einverständniserklärung unterschreiben. Auf der Website https://www.lwl-klinik-muenster.de/Aktuelles gibt es weitere Informationen. Der Thementag findet in Haus 09 (Psychiatrische Institutsambulanz) auf dem Klinikgelände an der Friedrich-Wilhelm-Weber-Straße 30 statt.

Hintergrund

"Impression Depression", eine Virtual Reality-Erfahrung der Robert-Enke-Stiftung

Die virtuelle Realität (VR) wird es interessierten Teilnehmenden ermöglichen, in eine interaktive Erfahrungswelt einzutauchen, die versucht, emotionale und kognitive Aspekte einer Depression erlebbar zu machen. Ziel ist es, u.a. durch diese Perspektive Empathie und Verständnis zu fördern. Der ehemalige Fußball-Nationaltorwart Robert Enke hatte 2009 nach langer schwerer Depression seinem Leben durch Suizid ein Ende gesetzt. Seine Ehefrau Theresa Enke hat daraufhin eine Stiftung ins Leben gerufen, die den Namen ihres Mannes trägt und sich zum Ziel gesetzt hat, über das Krankheitsbild Depression zu informieren und präventiv tätig zu werden. (https://www.robert-enke-stiftung.de & https://impression-depression.de)

Pressekontakt

Barbara Köhling, LWL-Klinik Münster, Telefon 0251 91555-1013, kommunikation-ms@lwl.org

presse@lwl.org

LWL-Klinik Münster

Friedrich-Wilhelm-Weber-Str. 30 48147 Münster Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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