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20.05.26 | Psychiatrie Wie pflegen wir morgen?

LWL-Fachtagung in Lippstadt sucht Antworten auf die drängendsten Fragen der Branche

Lippstadt (lwl). Ob nach einer Operation, in der psychiatrischen Versorgung oder im Pflegeheim: Fast jeder Mensch kommt irgendwann mit professioneller Pflege in Berührung. Gleichzeitig befindet sich der Pflegeberuf in einem tiefgreifenden Wandel. Neue gesetzliche Befugnisse, wachsende Anforderungen und ein anhaltender Fachkräftemangel prägen den Berufsalltag - und betreffen Patientinnen und Patienten ebenso wie die Pflegenden selbst. Genau hier setzt der 3. Pflegetag #WaLiMa an, zu dem die LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein sowie das LWL-Klinikum Marsberg am Mittwoch (10.6.) einladen.

Unter dem Titel "Chancen - Herausforderungen - Perspektiven" treffen sich Pflegefachpersonen aus der Region von 8.30 bis 16.30 Uhr in den neuen Räumlichkeiten der LWL-Pflegeschule Kreis Soest in Lippstadt-Benninghausen. Gemeinsam soll diskutiert werden, was Pflege heute leisten kann - und was sie in Zukunft leisten soll.

"Pflege ist ein Beruf mit großer Verantwortung und enormer Bedeutung für unsere Gesellschaft. Beim Pflegefachtag möchten wir Raum schaffen für Austausch, neue Impulse und die Frage, wie wir Pflege auch in Zukunft professionell, attraktiv und zukunftssicher gestalten können", sagt Magnus Eggers, Pflegedirektor der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein.

Neue Gesetze, neue Verantwortung

Der Zeitpunkt der Fachtagung ist kein Zufall. Das Pflegeberufegesetz hat die Ausbildung grundlegend reformiert, die Pflegekammer NRW hat die Berufsordnung der professionell Pflegenden erstellt und veröffentlicht, und politisch wird intensiv über sogenannte Vorbehaltsaufgaben debattiert - also darüber, welche Tätigkeiten ausschließlich qualifizierten Pflegefachpersonen vorbehalten bleiben sollen. Was das konkret für den Berufsalltag bedeutet, erklärt Prof. Dr. Frank Weidner in seiner Keynote. Der renommierte Pflegewissenschaftler gilt als eine der führenden Stimmen, wenn es um die Neudefinition pflegerischer Kompetenzen in Deutschland geht.

Dazu passend greift ein weiterer Vortrag auf, was diese Entwicklung voraussetzt: Kompetenz, die nicht mit dem Abschluss endet, sondern sich von der Ausbildung über den Berufsstart bis zur Weiterqualifizierung kontinuierlich entfaltet.

Dr. Patricia Hänel nimmt die Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen, Ärzten und Pflegenden in den Blick: Wer entscheidet was - und wie gelingt eine Versorgung, in der alle Berufsgruppen ihre Stärken einbringen?

Die Einleitung übernimmt Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW. Die Standesvertretung setzt sich seit ihrer Gründung für mehr Anerkennung und Mitsprache der Pflegeberufe ein.

Praxis am Nachmittag

Nach dem Mittagessen geht es in Workshops und Impulsvorträgen weiter - mit Themen, die den Berufsalltag direkt berühren: evidenzbasierte Pflege, Berufsstolz in der psychiatrischen Pflege, psychologische Sicherheit in Stationsteams, Wissensmanagement und modernes Onboarding für neue Kolleginnen und Kollegen. Auch Erfahrungen aus der hauseigenen Kompetenzwerkstatt der LWL-Klinik Lippstadt werden vorgestellt.

Darüber hinaus haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Räumlichkeiten der neuen LWL-Pflegeschule Kreis Soest zu besichtigen. Außerdem informieren Hochschulen vor Ort über aktuelle Bildungsangebote und Weiterqualifizierungsmöglichkeiten im Bereich Pflege.

Anmeldung und Kosten

Die Teilnahmegebühr beträgt 150 Euro. Mittagessen, Snacks und Getränke sind inklusive. Anmeldungen nimmt Angela Bismark vom Fort- und Weiterbildungszentrum der LWL-Klinik Warstein entgegen: Telefon 02902 82-1064, E-Mail angela.bismark@lwl.org.

Pressekontakt

Enrica Gore, LWL-Gesundheitseinrichtungen Kreis Soest, Tel.: 0151-40637082 und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

presse@lwl.org

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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