19.05.26 | Kultur Heiße Zeiten der Urzeit
Vortrag im LWL-Museum für Naturkunde zu mesozoischen Fossillagerstätten Chinas
Dr. Manja Hethke gibt in ihrem Vortrag im LWL-Museum für Naturkunde Einblicke in die mesozoischen Fossillagerstätten Chinas.
Foto: (C)privat/Manja Hethke
Als letzter Teil einer dreiteiligen Vortragsreihe im Rahmen des Vorprogramms bereitet der Vortrag "Heiße Zeiten der Urzeit: Chinas mesozoische Lebewelt" auf die kommende Ausstellung "Überleben zwischen Dinos und Schuppenbäumen" vor. Der Eintritt ist frei. Aufgrund einer Sitzplatzbeschränkung ist ein kostenfreies Ticket erforderlich.
Hintergrund
Die Seeökosysteme des Erdmittelalters, die als weltberühmte Fossillagerstätten im Norden Chinas erhalten sind, sind zeitlich und räumlich voneinander getrennt, haben jedoch eine gemeinsame Evolutionsgeschichte. Zu den bedeutenden Fossilfunden zählen exzellent erhaltene Land- und Wasserinsekten, Tausende von Krebstieren, Fische, Salamander, gefiederte Dinosaurier, frühe Vögel, Säugetiere mit Flughäuten, urtümliche nacktsamige Pflanzen mit blütenähnlichen Strukturen und die vermutlich ersten Blütenpflanzen.
Die Evolution dieser kontinentalen Gruppen fand unter einer zunehmenden Trockenheit im Mittel- und Späten Jura sowie in der feucht-warmen bis heißen Kreidezeit statt. In dem Vortrag werden Grabungen und Geländekampagnen vorgestellt, die ab 2008 Wissenschaftler:innen aus China und Deutschland in den chinesischen Provinzen Innere Mongolei, Liaoning, Heilongjiang und Gansu durchgeführt haben und sich auf 164 bis 83 Millionen Jahre alte Schichten konzentrieren. Hethke erklärt, wie ihre Arbeitsgruppe paläontologische und biogeochemische Daten nutzt, um den Einfluss von Klima- und Umweltwandel auf diese Seeökosysteme und ihre Bewohner zu rekonstruieren.
Dr. Manja Hethke ist Paläontologin am LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Ihre Arbeitsgruppe untersucht, welche Auswirkungen Klima- und Umweltwandel im Laufe der Erdgeschichte auf Seeökosysteme hatten.
Das Projekt "Überleben zwischen Dinos und Schuppenbäumen" wird von der LWL-Kulturstiftung gefördert. Es ist Teil des Kulturprogramms zum Jubiläum "1250 Jahre Westfalen", das 2025 unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gefeiert wurde und bis in 2026 hineinwirkt. Zudem wird die Ausstellung gefördert von der Sparkasse Münsterland Ost.
Die Paläontologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen ist ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Ruhr Museums, des LWL-Museums für Naturkunde und des Lippischen Landesmuseums Detmold. Initiiert und gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Von April 2026 bis September 2027 erzählen die drei Häuser in unterschiedlichen Ausstellungen vom Wandel des Lebens über gewaltige Zeiträume hinweg, von urzeitlichen Pflanzenwelten über Dinosaurier bis zu den Tieren der Eiszeit.
Kostenfreie Tickets: https://www.tickets.lwl.org
Direktlink: https://shop.lwl-naturkundemuseum-muenster.de/#/product/event/2902?date=2026-05-21&date_id=54087
Ort: LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster
Parken: Kostenpflichtige Parkplätze (5 Euro Tagesgebühr) vorhanden
In den Norden Chinas geht es im Vortrag im LWL-Museum für Naturkunde.
Foto: Manja Hethke
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit PlanetariumSentruper Str. 285 48161 Münster Karte und Routenplaner
Der LWL im Überblick
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung