Transkript anzeigen Abspielen Pausieren

19.05.26 | Psychiatrie Ein Gewächshaus für einen strukturierten Tag

Gartenarbeit am "Haus am Weg" des LWL-Wohnverbunds Dortmund

Andreas Grabbert (l.) und Marc Bastrop an einem Hochbeet im Garten des "Hauses am Weg".<br>Bild: LWL/Michaela Rensing

Andreas Grabbert (l.) und Marc Bastrop an einem Hochbeet im Garten des "Hauses am Weg".
Bild: LWL/Michaela Rensing
Nutzungsrechte und Download Zu weiteren Bildern

Dortmund (lwl). "Die Menschen haben Bock auf Garten, auf Gestaltung, auf Schönheit." Marc Bastrop, der Leiter des "Haus am Weg" in Dortmund, arbeitet selbst leidenschaftlich gern im Garten. Das "Haus am Weg" gehört zum Wohnverbund Dortmund des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Hier wohnen Menschen mit einer Suchterkrankung nach dem Entzug. Für die Bewohner des Hauses hat die Gartenarbeit oft noch eine größere Bedeutung, sie kann ein Schritt in ein selbständiges und selbstwirksames Leben sein.

"Die Menschen haben hier ihren Lebensmittelpunkt", betont Bastrop, "Sie brauchen etwas, woran sie Freude haben und wofür es sich lohnt, aus dem Zimmer zu gehen." Seit einigen Jahren bearbeiten Bastrop und die Leistungsberechtigten, wie die Bewohner offiziell genannt werden, den großen Garten am Haus. Es gibt Blumenbeete, Hochbeete auf dem Balkon und einen Teich mit Wasserspiel. Nun steht der Bau eines Gewächshauses auf dem Plan. Dort wollen die Leistungsberechtigten mit der eigenen Anzucht von Blumen und Gemüse beginnen.

Der Wunsch nach einem Garten komme aus der Mitte der Hausgemeinschaft, sagt der Leiter und wird von einem Bewohner bestätigt. Andreas Grabbert lebt seit Mitte 2023 im "Haus am Weg". Er ist jeden Tag im Garten und kümmert sich um Blumen- und Gemüsebeete. "Ich bin gerne draußen und mache was", erzählt Grabbert. Dem Wachsen zuzusehen und sich damit zu beschäftigen, sei einfach schön. In seinem ersten Jahr in dem Dortmunder LWL-Haus habe es nur Hortensien im Beet gegeben. "Da habe ich gefragt, ob es nicht ein richtiges Blumenbeet geben soll", schmunzelt Grabbert. Zu den Blumenbeeten kamen Gemüsebeete, der Teich und nun das Gewächshaus. "Das ist Stück für Stück gewachsen", sagt er. Er wirkt gelassen und zufrieden, wenn er über "seinen" Garten blickt.

Grabbert steht kurz davor, vom "Haus am Weg" in eine eigene Wohnung zu ziehen. Marc Bastrop freut sich darüber. Unter anderem durch die Arbeit im Garten können die Leistungsberechtigten lernen, ihren Tag zu strukturieren und erleben, dass ihr Handeln etwas bewirkt. Gute Voraussetzungen für ein eigenständiges, abstinentes Leben.

Marc Bastrop (l.) und Andreas Grabbert am Teich des "Hauses am Weg".<br>Bild: LWL/Michaela Rensing

Marc Bastrop (l.) und Andreas Grabbert am Teich des "Hauses am Weg".
Bild: LWL/Michaela Rensing

Pressekontakt

Philipp Stenger, LWL-Klinik Dortmund, Telefon: 0231 4503-3855

presse@lwl.org

LWL-Wohnverbund Dortmund

■Stationäres Wohnen ■Tagesstätte ■Ambulant Betreutes Wohnen ■Tagesstrukturierende Angebote ■Betreutes Wohnen in Familien/Familienpflege
Marsbruchstraße 179
44287 Dortmund Karte und Routenplaner

Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

Zu allen Pressemitteilungen des LWL Zu allen Pressemitteilungen dieser LWL-Einrichtung