23.04.26 | Psychiatrie 25 Jahre wohnortnahe Behandlung in Borghorst
Breites Therapieangebot für psychische Erkrankungen in der LWL-Tagesklinik
Die Tagesklinik wird heute von Maximilian Wiek (Mitte vorne) geleitet. Es gibt sie seit ei-nem Vierteljahrhundert in Borghorst. Auch künftig behandelt das Team psychisch kranke Menschen mit modernen Therapien und wohnortnah.
Foto: Nikolaus Urban/LWL
Maximilian Wiek ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und leitet die Tagesklinik seit elf Jahren. Er betont: "In unserer Arbeit legen wir von Anfang an einen besonderen Schwerpunkt auf die Einbeziehung des Umfeldes in Diagnostik und Therapie. Diesen systemischen Ansatz entwickeln wir immer weiter. Familienangehörige und enge Bezugsper-sonen wollen wir ebenso einbinden wie spezialisierte Dienste und Einrichtungen in der Region, mit denen wir sehr gut kooperieren. Bei der Reintegration ins Arbeitsleben und bei Belastungserprobungen nach der Erkrankung unterstützen wir unsere Patientinnen und Patienten mit viel Erfahrung." Das Behandlungsteam der Klinik besteht aus erfahrenen Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie, Psycholog:innen, einer Sozialarbeiterin, Ergotherapeut:innen, Pflegefachpersonen, einer Mototherapeutin und einem Musiktherapeuten. Die Patientinnen und Patienten kommen montags bis freitags tagsüber zur Behandlung in die Klinik und sind ansonsten zu Hause.
Am 25. April 2001 wurde die Klinik als "Satelliteneinrichtung" der LWL-Klinik Lengerich offiziell eröffnet, um für den Südwesten des Kreises Steinfurt ein psychiatrisches Behandlungsangebot zu schaffen. Ein Blick in die Geschichte der Tagesklinik: Mit der Bewilligung von 1.332.000 D-Mark war am 09.11.1999 der Startschuss für die Einrichtung der neuen Tagesklinik in Borghorst gefallen. Trägerin war die Westfälische Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie in Lengerich (heute LWL-Klinik Lengerich). Das Gebäude, die alte Fabrikantenvilla, war auf Erbpachtbasis von der Kirchengemeinde erworben worden. Nach umfangreichen Umbauarbeiten konnten ab Januar 2001 die ersten Patientinnen und Patienten behandelt werden. Heute ist die Klinik eine feste und gut vernetzte Größe in der Gesundheitsversorgung vor Ort.
Pressekontakt
Barbara Köhling, LWL-Klinik Münster, Telefon 0251 91555-1013, kommunikation-ms@lwl.org und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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