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20.04.26 | Maßregelvollzug Forensik-Beirat: Dr. Florian Ternes erneut zum Vorsitzenden gewählt

LWL dankt Beiratsmitgliedern für ehrenamtliche Arbeit

Dem frisch gewählten Vorsitzenden des Herner Forensik-Beirats Dr. Florian Ternes (4.v.l.) und seiner Stellvertreterin Dorothea Schulte gratulierten LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg und der LWL-Direktor, Dr. Georg Lunemann, sowie die Klinikdirektoren Prof. Boris Schiffer, Axel Schröder und Thomas Job (v.l.)<br>Foto: LWL/Schufi

Dem frisch gewählten Vorsitzenden des Herner Forensik-Beirats Dr. Florian Ternes (4.v.l.) und seiner Stellvertreterin Dorothea Schulte gratulierten LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg und der LWL-Direktor, Dr. Georg Lunemann, sowie die Klinikdirektoren Prof. Boris Schiffer, Axel Schröder und Thomas Job (v.l.)
Foto: LWL/Schufi
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Herne (lwl). Der Beirat der LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne ist in seine nächste fünfjährige Amtszeit gestartet. Bei der konstituierenden Sitzung haben die insgesamt 22 Beiratsmitglieder erneut einstimmig Dr. Florian Ternes zu ihrem Vorsitzenden gewählt, Stellvertreterin bleibt Dorothea Schulte. Der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Georg Lunemann, begrüßte die Beiratsmitglieder zur neuen Amtsperiode und hob die Bedeutung des Beirats als "Brückenbauer zwischen Klinik und Gesellschaft" hervor.

"Ihre Arbeit im Beirat ist eine wichtige Verbindung in die Öffentlichkeit und stärkt den transparenten Austausch zwischen Drinnen und Draußen", sagte Lunemann. Er dankte den Beiratsmitgliedern für ihren ehrenamtlichen Einsatz in einem kontroversen Themenfeld und sagte zu, dass der LWL weiterhin offen und konstruktiv informieren werde. Der Beirat tagt mindestens zweimal im Jahr in der Herner Forensik und berät die Klinikleitung bei aktuellen Fragen aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit.

Näher beschäftigen will sich der Beirat in den kommenden Sitzungen mit den Sicherheitskonzepten und den einzelnen Therapieangeboten der Klinik wie etwa der Ergotherapie oder der tiergestützten Therapie. Ein besonderes Augenmerk soll auf den Entscheidungsprozessen zur Bewilligung von sogenannten erweiterten Freiheitsgraden liegen und auf Veränderungen in der Zuweisung von Patientengruppen. Da rund die Hälfte der Beiratsmitglieder neu hinzugekommen sind, will der Beirat zunächst die Klinik besichtigen.


Hintergrund
Der Beirat repräsentiert ein breites Spektrum gesellschaftlicher Gruppen aus dem Umfeld der Klinik: So ist die Bezirksvertretung Wanne mit Bezirksbürgermeister Winfried Marx und Dorothea Schulte vertreten. Auch die großen politischen Fraktionen im Rat der Stadt Herne sind ebenso repräsentiert wie die Polizei, die Justiz, die Pfarrei St. Christophorus Wanne-Eickel und die Islamische Gemeinde Herne-Röhlinghausen.

Mit der Caritas und der AWO entsenden zwei große Wohlfahrtsverbände Vertreter in den Beirat. Dr. Florian Ternes vertritt den sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Herne, auch die niedergelassene Ärzteschaft und gemeindepsychiatrische Einrichtungen sind vertreten.

Alexandra Domurath-Behrens von der Grundschule an der Michaelstraße repräsentiert die Schulen und Susan Buchner von der städtischen Kita Königin-Luisen die Kindergärten im Stadtteil, verstärkt vom städtischen Fachbereich Kinder-Jugend-Familie mit Stadträtin Stephanie Jordan und Sabine Bittner. Carolin Kampmann vertritt die benachbarte Ruhrkohle AG.

Die Beiratsmitglieder werden zur Hälfte vom Rat der Stadt Herne und vom LWL vorgeschlagen, berufen werden sie vom Direktor des LWL, der auch die Funktion der unteren staatlichen Maßregelvollzugsbehörde innehat. Der Beirat ist für fünf Jahre im Amt - parallel zur Kommunalwahlperiode.

Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne bietet 90 Plätze für psychisch kranke Straftäter, die aufgrund ihrer Erkrankung straffällig geworden sind und vom Gericht zur Behandlung und Sicherung in den Maßregelvollzug eingewiesen wurden. Träger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).





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Pressekontakt

Petra Schulte-Fischedick, LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne, Tel.: 0231 4503-4100, und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Tel.: 0251 591-235

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Der LWL im Überblick

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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