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13.04.26 | Kultur Kultur ohne Grenzen

Wanderausstellung zur Trichterbecherkultur jetzt im Driland-Kolleg in Gronau

Flexible Module an ungewöhnlichen Orten, hier im Restaurant in Weerselo. <br>Foto: LWL/L. Kopner

Flexible Module an ungewöhnlichen Orten, hier im Restaurant in Weerselo.
Foto: LWL/L. Kopner
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Gronau (lwl). Noch bis zum 29. Mai ist im Foyer des Driland-Kollegs in Gronau die deutsch-niederländische Wanderausstellung "Die Trichterbecherwelt - De Trechterbekerwereld" zu sehen. Die grenzüberschreitende Ausstellung zur Trichterbecherkultur (4000 bis 2700 v. Chr.) in der Region war vorher in den Niederlanden sowie in Heek und in Borken zu sehen.

Seit Oktober 2023 läuft das Interreg-Projekt "Trichterbecher bringen Europa den Bürgern näher", das die Provinzen Overijssel und Gelderland, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Universität Groningen (RUG) tragen. Ziel des Projektes ist die Zusammenarbeit im Bereich des gemeinsamen kulturellen Erbes und damit die Stärkung des Bewusstseins der Bürger:innen und der Öffentlichkeit für die gemeinsame Kultur und Identität in der niederländisch-deutschen Grenzregion. Das Wissen über die Trichterbecherkultur wird mithilfe eines Buches, einer Wanderausstellung und einer Abschlussveranstaltung zugänglich gemacht.

Wanderausstellung
Um die Öffentlichkeit über die Ergebnisse zu informieren, haben die Projektteilnehmenden eine Wanderausstellung zur Trichterbecherkultur zusammengestellt. Die Trichterbecherkultur, die für ihre Megalithgräber (Großsteingräber) bekannt ist, erstreckte sich zwischen 4000 und 2700 v. Chr. von den Niederlanden bis zur westlichen Ukraine. Diese Kultur verdankt ihren Namen dem damaligen Keramikstil, den Trichterbechern. Archäologisch gesehen gibt es bei dieser Kultur keine Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland, aber moderne Grenzen können die archäologische Zusammenarbeit einschränken.

Die Ausstellung soll niedrigschwellig das gemeinsame kulturelle Erbe sowie die Ähnlichkeit der damaligen mit den heutigen Menschen vermitteln. Sie besteht aus acht Modulen und kann an verschiedene Räume angepasst werden. Während der Tour durch die Niederlande wurden die Module beispielsweise in einem Restaurant in Weerselo aufgestellt.

Alternativ zu einem einfachen Rundgang können die Besuchenden einen QR-Code scannen und im Internet eine Geschichte verfolgen, die auf einer von der 15-jährigen Ines gefundenen Keramikscherbe basiert.

Zentrales Element der Ausstellung ist ein bodennahes Schaufenster mit Waldboden, auf dem sich bei genauerem Hinsehen Keramikscherben der Trichterbecherkultur erkennen lassen. In Kombination mit Schaukästen zum Alltag der Trichterbecher-Menschen soll so erkennbar werden, wie viele Informationen sich anhand zunächst unscheinbarer Hinterlassenschaften auch heute noch über vergangene Gesellschaften ableiten lassen.

Stationen in Deutschland
Nach ihrer Tour durch verschiedene Städte in den Niederlanden war die Wanderausstellung bereits in Heek und in Borken zu sehen, Gronau ist die abschließende Station. Die letzte Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung haben Interessierte bei der großen Abschlussveranstaltung, dem Trichterbecher-Festival, am 30. Mai an der Gronauer Waldbühne.

Die Öffnungszeiten des Driland-Kollegs (Konrad-Adenauer-Straße 85, 48599 Gronau):
Montag bis Freitag, 8 bis 19 Uhr

Die Website für den QR-Code lautet https://trichterbecher.eu/.

An ihrer letzten Station im Driland-Kolleg in Gronau ist die Wanderausstellung noch bis zum 29. Mai zu sehen: <br>Foto: Stadt Gronau/P. Könemann

An ihrer letzten Station im Driland-Kolleg in Gronau ist die Wanderausstellung noch bis zum 29. Mai zu sehen:
Foto: Stadt Gronau/P. Könemann

Die via QR-Code abrufbare Geschichte basiert auf einer von der 15-jährigen Ines gefundenen Keramikscherbe. <br>Grafik: overijsselacademie/K. Dinkla

Die via QR-Code abrufbare Geschichte basiert auf einer von der 15-jährigen Ines gefundenen Keramikscherbe.
Grafik: overijsselacademie/K. Dinkla

Bei Bedarf können die Nutzer:innen noch weitergehende Informationen abfragen. <br>Grafik: overijsselacademie/K. Dinkla

Bei Bedarf können die Nutzer:innen noch weitergehende Informationen abfragen.
Grafik: overijsselacademie/K. Dinkla

Beispielhaft sind hier Keramikgefäße der Trichterbecherkultur aus Lengerich-Wechte (Kreis Steinfurt) abgebildet, hinten ein namensgebender Trichterbecher. <br>Foto: LWL/Brentführer

Beispielhaft sind hier Keramikgefäße der Trichterbecherkultur aus Lengerich-Wechte (Kreis Steinfurt) abgebildet, hinten ein namensgebender Trichterbecher.
Foto: LWL/Brentführer

Pressekontakt

Dr. Julia Großekathöfer, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591- 8946 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235

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