10.04.26 | Psychiatrie LWL-Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin stellt neue ambulante Angebote vor
Hilfen bei seelischen Belastungen nach Magen-OP oder in Partnerschaften sowie bei der Therapieplanung
Dr. Jan Dieris-Hierche ist Ärztlicher Leiter der Psychosomatischen Institutsambulanz.
Bild: LWL/Dietmar Wäsche
"Mit unserem speziellen Angebot möchten wir auf einen Bedarf eingehen, der uns in unserem Therapiealltag immer wieder begegnet", so Dr. Jan Dieris-Hirche, Ärztlicher Leiter der Institutsambulanz der LWL-Universitätsklinik Bochum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. "Wir wollen für Themen und Fragen rund um Partnerschaft, Familie oder zur therapeutischen Behandlung einen einfachen Zugang schaffen mit Hilfen und Strategien, die sich die Ressourcen der Betroffenen zunutze machen."
Mit einer Operation zur Gewichtsreduzierung können beispielsweise seelische Probleme einhergehen, die sich zunächst als "Achterbahn der Gefühle" bemerkbar machen. "Der Kopf nimmt langsamer ab als der Körper", erklärt Dieris-Hirche. "Die Waage zeigt zwar weniger an, aber der Patient oder die Patientin fühlt sich vielleicht gar nicht leichter an." Herausforderungen nach einer solchen OP sind zum Beispiel die Akzeptanz des neuen Körperbildes und die Folgen für den Selbstwert, die Partnerschaft und das soziale Leben. Auch Achtsamkeit beim Essen und das Neuerlernen des Gefühls der Sättigung können herausfordernd sein.
In die "Paar-Sprechstunde bei psychischen Belastungen und Störungen" sind Paare eingeladen, bei denen ein Partnerteil psychisch erkrankt ist und in dessen Folge es zu Veränderungen in der Partnerschaft bzw. partnerschaftlichen Problemen kommen kann. Dabei stellen sich Fragen, inwiefern die Diagnose den gemeinsamen Alltag und die Gefühle beeinflusst oder wie der gesunde Partnerteil unterstützen kann, ohne sich selbst zu verlieren. In der Sprechstunde können in zwei Sitzungen erste Hilfen für eine stabilere Beziehung erarbeitet werden.
"Mit unserer Beratungssprechstunde zur Orientierung bei der Therapieplanung möchten wir Patientinnen und Patienten über erste Fragen und Hürden helfen", erläutert der Ambulanzleiter. Hier werden Fragen rund um den Therapieplatz, zu den unterschiedlichen psychotherapeutischen und medikamentösen Verfahren und schließlich auch zu den Berufsgruppen im Behandlungsteam geklärt.
Mit dem neuen ambulanten Angebot möchte das LWL-Universitätsklinikum Bochum eine Behandlungs- und Beratungslücke für seine psychosomatischen Patient:innen schließen. Zum weiteren Ambulanz-Angebot zählen seit vielen Jahren Spezialsprechstunden unter anderem zu Internetabhängigkeiten, Verhaltenssüchten, Diabetes und Psyche oder Essstörungen.
Interessierte für das neue Sprechstundenangebot können sich in der Ambulanz melden:
Kontakt
Telefon: 0234 5077-3333
E-Mail: ambulanz_psm@lwl.org
Alle psychosomatischen Sprechstundenangebote im Überblick:
https://uk-bochum.lwl.org/de/klinik-fur-psychosomatische-medizin-psychotherapie/die-klinik/ambulanz/
Pressekontakt
Rosa Sommer, LWL-Universitätsklinikum Bochum, Telefon: 015140635802, rosa.sommer@lwl.org und Thorsten Fechtner, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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