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02.04.26 | Maßregelvollzug Lüner Bürgermeisterin informiert sich über Forensik-Sicherheit

Besuch im Hörsteler LWL-Therapiezentrum / Lob an Mitarbeitende

LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg (r.) und die Hörsteler Klinikdirektoren Dr. Monika Vilsmeier (4.v.l.)  und Stephan Schuchardt (l.) begrüßten die Lüner Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg (2.v.l.) und den Technischen Beigeordneten Arnold Reeker (3.v.l) im 2024 eröffneten LWL-Therapiezentrum für Forensische Psychiatrie Münsterland.<br>Bild: LWL

LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg (r.) und die Hörsteler Klinikdirektoren Dr. Monika Vilsmeier (4.v.l.)  und Stephan Schuchardt (l.) begrüßten die Lüner Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg (2.v.l.) und den Technischen Beigeordneten Arnold Reeker (3.v.l) im 2024 eröffneten LWL-Therapiezentrum für Forensische Psychiatrie Münsterland.
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Lünen/Hörstel (lwl). Einen eigenen Eindruck von den Sicherheitsvorkehrungen und der therapeutischen Arbeit einer forensischen Klinik hat sich nun die neue Bürgermeisterin von Lünen, Martina Förster-Teutenberg, in dem 2024 eröffneten LWL-Therapiezentrum für Forensische Psychiatrie Münsterland verschafft. Ihr sei wichtig, dass die künftige Lüner Forensik in Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) für die Sicherheit der Bevölkerung sorge und die Bürgerinnen und Bürger sich weiterhin im Viertel wohl fühlten, so die Bürgermeisterin. Nach dem Besuch der Hörsteler Forensik zeigte sie sich zuversichtlich, dass dies gelingen werde.

"Trotz der hohen Sicherheitsvorkehrungen herrscht in der Klinik eine überraschend freundliche Atmosphäre", stellt Förster-Teutenberg fest. Innen fühle es sich tatsächlich eher an wie in einem Krankenhaus, obwohl Gitter und Kameras sichtbar seien und die Mitarbeitenden Rufgeräte für Krisensituationen trügen. Das Hörsteler Klinikgelände ist baulich ähnlich aufgebaut wie die künftige Lüner Forensik, die aktuell parallel zum späteren IGA-Gelände am Lippe-Ufer entsteht. In Hörstel habe sie auch vor dem fünfeinhalb Meter hohen Sicherheitszaun aus speziellem Sicherheitsglas gestanden, berichtet die Bürgermeisterin. Ein solcher Zaun wird auch das Lüner Gelände umschließen. "Durch die transparente Gestaltung wirkt der Zaun nicht so massiv und kann sich damit auch in Lünen gut in das umliegende Gelände einfügen", so ihr Eindruck.

"Alle Beschäftigten sind mir sehr offen begegnet", sagt Förster-Teutenberg. Ihr sei deutlich geworden, dass alle Mitarbeitenden dort die untergebrachten Straftäter sehr genau im Blick hätten. "Sie machen Therapie, aber sie haben auch alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen auf dem Radar", so die Lüner Bürgermeisterin. Gemeinsam mit der Ärztlichen Direktorin der Klinik, Dr. Monika Vilsmeier, und dem Pflegedirektor Stephan Schuchardt besuchte sie eine Behandlungsstation, ließ sich von einem Patienten dessen Zimmer zeigen und besichtigte die Werkstätten der Ergo- und Arbeitstherapie. Nach dem Rundgang zeigte sie sich beeindruckt von dem Verantwortungsbewusstsein und der Professionalität der Beschäftigten. Ihr sei deutlich geworden, wie sehr die Sicherheit einer solchen Klinik von gut qualifiziertem Personal abhänge, sagte Förster-Teutenberg und sicherte dem LWL, wo möglich, Unterstützung bei der Personalsuche zu.

Ein Treffen mit dem Hörsteler Bürgermeister David Ostholthoff stand ebenfalls auf dem Programm. Dieser ist auch seit vielen Jahren Vorsitzender des örtlichen Forensik-Beirats, vorher Planungsbeirat. Er berichtete, dass sich der Hörsteler Beirat, ähnlich wie der Planungsbeirat in Lünen, stets um sachliche Information und offenen Austausch bemüht habe und dabei vom LWL unterstützt worden sei. LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg sicherte der Bürgermeisterin auch für Lünen weiterhin eine sachliche und transparente Kommunikation zu: "Dem LWL ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürgern sehr wichtig und wir werden weiterhin vor Ort offen informieren und unsere Arbeit erklären", so Hollweg.

Hintergrund Derzeit baut das Land NRW am Lippe-Ufer in Lünen eine forensische Klinik mit 150 Plätzen zur Behandlung und Sicherung von Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Erkrankung straffällig geworden sind. Die Klinik soll voraussichtlich im Herbst 2026 baulich fertiggestellt werden und im Frühjahr 2027 in Betrieb gehen. In Trägerschaft des LWL werden hier mehr als 200 qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Das 2024 eröffnete LWL-Therapiezentrum für Forensische Psychiatrie Münsterland ist baulich sehr ähnlich angelegt.



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