01.04.26 | Kultur Geschichte der Sammlung
Provenienzforschung im LWL-Museum für Kunst und Kultur
Die Provenienzforscherin Marlene Knut bei ihrer Arbeit im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster.
Foto: LWL/Gregor Wintgens
Seit Oktober 2023 prüft das LWL-Museum für Kunst und Kultur die kunsthandwerklichen Objekte in seiner Sammlung auf ihre Herkunft. Im Rahmen des vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Forschungsprojekts werden Möbel, Textilien, Steingut, Porzellan- und Glas-Objekte untersucht. Die Herkunft von knapp 600 Werken, die zwischen 1933 und 1998 erworben wurden, war zu Beginn des Projekts unbekannt oder erschien verdächtig.
Der Aktionstag findet jährlich im April statt. Er dient dem Zweck, die Öffentlichkeit über die Relevanz von Provenienzforschung zu informieren. Provenienzforscher:innen untersuchen die Herkunft und Geschichte von Kunstwerken und Kulturgütern - insbesondere mit Hinblick auf die NS- und Kolonialzeit. Dabei soll geklärt werden, ob das jeweilige Objekt in der Vergangenheit seinen rechtmäßigen Eigentümer:innen geraubt wurde. Das Ziel ist die Aufdeckung der Besitzverhältnisse und gegebenenfalls die Rückgabe gestohlener Werke.
Das Gespräch beginnt um 18 Uhr im Auditorium des LWL-Museums für Kunst und Kultur. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Thema Provenienzforschung finden Interessierte auf der Internetseite des Museums.
Pressekontakt
Frank Tafertshofer, Telefon 0251 591-235, presse@lwl.org und Marie Leszczynski, Telefon 0251 5907-220, marie.leszczynski@lwl.org
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Tel.: 0251 5907-210Domplatz 10 48143 Münster Karte und Routenplaner
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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